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	<title>Auf, Ihr Helden! &#187; Kolumnen</title>
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	<description>Das Magazin für Fußballzeitgeschichten rund um den KSC</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 11:51:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Keine Kontinuität, keine Ergebnisse, kein Geschick \ es bleibt nur der Schwindel</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 09:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kolumne «An der Seitenlinie» aus der Rheinpfalz vom 3. November 2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height:1.5em; text-align:left; font-size:9px; letter-spacing:0.12em; font-family: monaco, lucida console; text-transform:uppercase; color:">Die Kolumne <strong>«An der Seitenlinie»</strong> aus der Rheinpfalz vom 3. November 2011  </p>
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”><a href="hhttp://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_scharinger.jpg"></a><a title="Oliver Kreuzer mußte für Rainer Scharinger das Handtuch in den Ring werfen \ Juli 2011: Scharinger im Sky-Interview vor dem Spiel gegen 1860, eine erste bittere Niederlage läutete eine schier nicht enden wollende Negativ-Serie ein \ TSV 1860 München 2-1 KSC © Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_scharinger.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7520"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/aih-scharinger-klein.jpg" alt=“---" width="150" height="150"/></a>
</div>
<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.06em; text-align:left;">Im Fußball kann der Zeitpunkt, da  bunte Schaudiagramme und choreographierte Mitgliederversammlungen der  Vergessenheit anheimfallen, sehr schnell kommen. </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Denn entscheidend – die Plattitüde sei hier erlaubt – ist tatsächlich immer noch auf dem Platz.</strong> So zu sehen am frühen Montagnachmittag beim KSC, als Präsident Ingo Wellenreuther und Sport-Direktor Oliver Kreuzer die schon erwartete Trennung von Cheftrainer Rainer Scharinger offiziell werden ließen &#8230; <span id="more-7461"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Binnen eines guten Jahres wird Wellenreuther in den nächsten Tagen nun schon den dritten „richtigen Mann“ für den KSC präsentieren und von seinem Vorhaben, beim KSC endlich Kontinuität einkehren zu lassen, ein weiteres Mal abrücken müssen. In Anbetracht der rein sportlichen Resultate unter Scharinger ist der Schritt vertretbar. Nur vier Siege aus 23 Punktspielen bei einem Torverhältnis von 28 zu 58 – das ist ein enttäuschender Leistungsnachweis. Andererseits musste der ehemalige KSC-Profi bei seinem Einstieg mit einem Kader arbeiten und zunächst den Klassenerhalt schaffen, der nicht der seine war. Und entgegen der offiziellen Verlautbarungen war auch die aktuelle Mannschaft nicht jene, der er das Erreichen der sportlichen Ziele vorbehaltlos zutraute. Wenige, aber entscheidende Wünsche waren offen geblieben. Letztlich hat Scharinger für die Chance, nicht nur bei einem Zweitligisten, sondern sogar bei seinem Heimatverein arbeiten und sich etablieren zu können, bitter bezahlt. </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Scharinger musste bezahlen &#8230; </span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Wellenreuther und Kreuzer gelang es am Montag indes nicht, ein souveränes Bild abzugeben.  Der Präsident war zwar bemüht, seinen    politischen Erfahrungsschatz zu nutzen und präzisen Fragen nach der Präsidiumsverantwortung auszuweichen, doch die Resonanz unter den Anwesenden auf diese Manöver war mit Berechtigung verheerend. Auch Kreuzer, dem aufgrund seiner Erfahrung im Fußballgeschäft ein professionelles Bewältigen und Kommunizieren der Situation möglich sein müsste, redete sich nicht zum ersten Mal beinahe um Kopf und Kragen. Die Zuhörer hatten für eine solche Entscheidung von beiden Verantwortungsträgern konsistentere Aussagen erwartet, als den Abbruch eines langfristigen Entwicklungsplanes weitgehend mit „fehlenden Ergebnissen“ zu begründen.
 </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">&#8230; und der KSC wird bezahlen müssen</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Doch nicht nur der montägliche Auftritt sollte beunruhigen. Denn für den Trainerwechsel und die spätestens in der Winterpause anstehende Kaderkorrektur wird der KSC, der für dieses Geschäftsjahr  ohnehin bereits mit einem Minus von ca. 2 Millionen Euro kalkuliert, wieder Geld in die Hand nehmen müssen, das er eigentlich nicht hat. Stand diesen Sommer stecken bereits über 2 Millionen Euro an externen Darlehen im Verein, von denen alleine auf Vizepräsident Günter Pilarsky 1,6 Millionen entfallen. Angesichts des Vorjahresverlustes, Altbelastungen in Form von Auszahlungen an den Medienunternehmer Michael Kölmel oder weiterhin bestehender Forderungen, die sich zusammengerechnet längst schon im Bereich der 20-Millionen-Grenze bewegen, darf einem daher gewiss leicht schwindlig werden. Kein Zweifel, das Schaubild   auf der nächsten Mitgliederversammlung wird viel leisten müssen. </p>
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		<title>Die Performance erinnert an die Vorgänger</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/10/17/die-performance-erinnert-an-die-vorganger/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am heutigen Abend steigt in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe die Mitgliederversammlung des KSC. Und das ist natürlich allemal ein Grund, für die «Rheinpfalz» nach langer Pause mal wieder eine Kolumne zu schreiben. Jubel &#8211; es ist die hunderste ihrer Art. Hier lesen Sie nun die etwas erweiterte Fassung aus der heutigen Ausgabe. \ Noch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Am heutigen Abend steigt in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe die Mitgliederversammlung des KSC. Und das ist natürlich allemal ein Grund, für die «Rheinpfalz» nach langer Pause mal wieder eine Kolumne zu schreiben. Jubel &#8211; es ist die hunderste ihrer Art. Hier lesen Sie nun die etwas erweiterte Fassung aus der heutigen Ausgabe.<br />
 </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Noch in der Sommerpause kam es in  Karlsruhe zu spontanen Polonaisen, wenn wieder einmal die Kunde eines Abgangs aus dem KSC-Spielerkader durchgedrungen war.</strong> Nach zwei völlig enttäuschenden Spielzeiten setzte der Verein die Sense an und trennte sich bis heute von insgesamt 19 Spielern, die bis auf Godfried Aduobe für den Niedergang geradezu in Kollektivhaftung genommen wurden.<span id="more-7123"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Trainer Rainer Scharinger sowie seine Sport-Direktoren Arnold Trentl und dessen Nachfolger Oliver Kreuzer hätten es sich einfach machen und sich statt in den höheren Ligen Europas auch bei Karlsruher Kneipenmannschaften bedienen können &#8211; Euphoriestürme hätten sie dennoch ausgelöst. Von dieser Freude auf einen sportlichen Neuanfang ist in Karlsruhe nicht erst seit der samstäglichen Niederlage in Berlin allerdings kaum mehr etwas übrig geblieben. Kreuzer sagte noch am Donnerstag, „wir stehen nicht auf dem Tabellenplatz, auf dem wir gerne stehen würden. Aber uns fehlen nur die vier Punkte aus den Spielen gegen Frankfurt und Braunschweig. Es ist nicht nur eine neue Mannschaft, sondern ein ganz neuer Verein, da kann die Performance nicht nur nach oben gehen“. Dies hatte wohl auch niemand aus dem Umfeld erwartet. Aber dass sich das neue Team in Spielauffassung, Widerstandsfähigkeit und Perspektive von seinen Vorgängern abzuheben vermag, wohl durchaus und das mit Berechtigung. </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Das Gesicht des Vereins</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Neben der neuen Mannschaft ist es gerade der seit Oktober vergangenen Jahres amtierende Präsident Ingo Wellenreuther, der diese Performance eines neuen KSC repräsentiert. Während sich die sportliche Leitung um Scharinger und Kreuzer ganz auf ihre Aufgaben konzentriert, ist Wellenreuther nach außen das Gesicht des Vereins. Vor bald einem Jahr wurde er als Nachfolger des zurückgetretenen Paul Metzger gewählt, heute Abend stellt er sich nun erstmals wieder einer Mitgliederversammlung. Der CDU- Bundestagsabgeordnete und unterstellte Aspirant als Nachfolger des noch amtierenden Oberbürgermeisters Heinz Fenrich hatte von seinem tüchtigen, in der Öffentlichkeit aber unglücklich agierenden Vorgänger, ein im wesentlichen gut bestelltes Feld übernommen.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Ein bestelltes Feld</span></h2>
<div style="float:left; margin:0 0 5px 0; padding:1px 2px 0 10px;">
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden1.jpg"></a><a title="Hat bei seinem Vorgänger Paul Metzger gut hingehört und zugeschaut: Versammlungsleiter Ingo Wellenreuther am 1. Oktober 2009 in der Europahalle. Wenig später war Metzger zum 9. KSC-Präsidenten gewählt. Und ein Jahr später wurde Wellenreuther selbst der 10. Präsident des KSC. \ 2009 © Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7129"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150"/></a>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Angesichts der Herausforderungen bei Amtsantritt war dies keine Selbstverständlichkeit. Durch die Klärung von alten Rechtstreitigkeiten, der notwendigen Erweiterung von Kreditlinien bei den Banken sowie gesteigerten Marketingerlösen hatte Metzger den Zusammenbruch des Vereins abwenden und die Lizenz für die Saison 2010/11 auflagenfrei erreichen können. Auch stand der vorher grotesk überteuerte Lizenzspielerkader wieder auf jugendlicheren und preiswerteren Füßen, waren die  Bedingungen für die wichtige Nachlizenzierung im Herbst bis auf 200.000 Euro erfüllt, zudem weitere Sponsorenerlöse in siebenstelliger Höhe vorverhandelt. Ebenso auf dem Weg war das Nachwuchsleistungszentrum, für den Förderungen und Sponsorengelder ebenso eingeholt waren wie die Baugenehmigung der Stadt erteilt war. Und selbst in der leidigen Stadionfrage war ihm eine gewichtige Annäherung an die Stadt gelungen. Hierbei wäre der KSC das Projekt eines „fördernden Neubaus“ im Wildpark mitgegangen, und das auf der Basis einer Kostensplitterung von 40 Millionen Euro bei der Stadt, 11 Millionen vom Land und 15 Millionen, die der KSC u.a. über Sponsoren sowie mit einer besonderen Vermarktung der Sitzplätze einzuholen gehabt hätte. Und natürlich, auch Metzger hatte in der Traditionslinie aller KSC-Präsidenten &#8211; und diese nicht erst mit Roland Schmider beginnend &#8211; eine erhebliche Mietminderung auf 150.000 Euro für den Wildpark erreicht. Bei allen Aufgaben war Metzger auch stets bemüht,  sich nicht zu sehr auf externe Finanzierungen und gebündelte Abhängigkeiten einlassen zu müssen.
</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Ist die Versöhnung gelungen?</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Eines der Ziele Wellenreuthers war es, die Gräben im Verein zu schließen und die einzelnen Lager zumindest ein wenig miteinander versöhnen. Erschwert haben könnte dies Wellenreuthers wiederholt elegantes Aneignen von Metzgers tatsächlichen oder zumindest angeschobenen Erfolgen, ohne dessen Anteil daran zu würdigen.  Anhand der Wortbeiträge und Streitkultur heute in der Schwarzwaldhalle wird man sehen können, in wie fern der Verein seit dem vergangenen Herbst hat zusammenrücken können. Oder ob Misstrauen, Abneigung und Apathie weiterhin zu seinen treuesten Begleitern zu zählen sein müssen.
 </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="color:gray; font-size:14px;">lesen Sie auch </span> <a href="http://www.heldenmagazin.com/2011/07/08/konkurrenzfahigkeit-in-bester-ksc-tradition/" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea;; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span> Konkurrenzfähigkeit in bester KSC-Tradition</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schon vor 30 Jahren total versifft</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/09/04/schon-vor-30-jahren-total-versifft/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Morgen des 5. September verliert das Wildparkstadion mit dem Rundbau sein &#8211; nach dem 2009 abgerissen ehemaligen Jugendheim – ältestes Funktionsgebäude. In diesem, zuletzt arg heruntergekommen, architektonischen Meisterwerk war über viele Jahre hinweg aller Frust über den Zustand des Karlsruher Fußballs kulminiert worden. \ Der Fußball im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts lässt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Am Morgen des 5. September verliert das Wildparkstadion mit dem Rundbau sein &#8211; nach dem 2009 abgerissen ehemaligen Jugendheim – ältestes Funktionsgebäude. In diesem, zuletzt arg heruntergekommen, architektonischen Meisterwerk war über viele Jahre hinweg aller Frust über den Zustand des Karlsruher Fußballs kulminiert worden.</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Der  Fußball im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts lässt nicht nur dem einzelnen Feldspieler immer weniger Raum, sondern auch jeglichen Sentimentalitäten. </strong> Stattdessen ersetzen merkantile Notwendigkeiten und leichte Federstriche jegliches Gespür für die Notwendigkeit der bewussten Verortung eines Vereins in seiner Historie. &#8230;<span id="more-6487"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Besonders betroffen hiervon ist der Karlsruher SC, dessen Verantwortlichen es in den bald 60 Jahren seines Bestehens nie gelungen war, Bleibendes zu hinterlassen, auf das die Mitglieder und Fans des Klubs hätten stolz sein können. Das Wildparkstadion in seiner Form eines Großstadions war ein Geschenk der Stadt und seines fußballverrückten Oberbürgermeisters Günther Klotz gewesen und löste 1955 das Mühlburger Stadion an der Honsellstraße (ein enges Geviert ohne Laufbahn) als Spielstätte des 1952 aus Phönix und VfB Mühlburg fusionierten Vereins ab. Seither war der KSC nur Mieter, noch dazu einer mit lässiger Handhabung seiner eigentlichen Verpflichtungen.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Keine bleibenden Werte</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> So war und ist es keine Überraschung, dass die Stadt ihr  Wildparkstadion bis auf wenige Ausnahmen, zu denen in den Siebzigern die Errichtung einer überdachten Gegengerade und der damals modernsten Flutlichtanlage Europas zählte, über die Jahrzehnte hinweg verkommen ließ. Irgendwie gehörte der Wildpark zwar alle vierzehn Tage der Region und Abertausenden Besuchern aus Nah und Fern, und dann doch wieder niemandem. Zumindest keinem, der Sinn für das Erbe dieser vorzüglichen Anlage da draußen im nördlichen Schlossgarten hatte. Was dem Karlsruher Sport eine bleibende Errungenschaft hätte bleiben können, wurde aus dieser Konstellation heraus dem Verfall preisgegeben. Kein Präsidium zeigte gesteigertes Interesse an einer Änderung der Situation, stets blieb der Sieg am kommenden Wochenende wichtiger als zielgerichtete Investitionen in die Zukunft. Zuletzt war es auch das Präsidium Hubert Raase gewesen, das seine Präferenzen vornehmlich auf den sportlichen Tageserfolg legte. Zudem kam es nicht mit der Stadt überein,  das Wildparkstadion zukunftsfähig zu machen &#8211; das Ganze, Große und Neue an der Autobahn sollte es sein. Wenn schon, denn schon. Auch wenn es Steuerzahler und Gartenbesitzer weitaus mehr als die letzten Nerven gekostet hätte.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Schäbiger als jede Verwahrlosung </h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Parallel hierzu und eben doch ziemlich berechnend wurde keinerlei Interesse daran gezeigt, das Wildparkstadion funktionstüchtig, zuschauer- und sportlerfreundlich zu halten. Und gerade das ist so ärgerlich: Ein historisches Areal so lange herunterkommen zu lassen, bis auch der Letzte eingestehen muss, dass jetzt nur noch die Abrissbirne hilft. Das ist schäbiger, als es Jugendheim und Rundbau je hätten sein können.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Wie andere Vereine auch</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Natürlich funktioniert der Verein mit dem neuen und ordentlichen Jugendleistungszentrum nun besser. Und selbstverständlich ist es sinnvoll, Verwaltungs- und Verkaufstrakte wie Kartenvorverkauf oder Fan-Shop in einem Gebäude zusammenzufassen. Doch die Art und Weise, wie Wildparkstadion und Verein in den letzten Jahrzehnten hierzu kamen, ist kein Ruhmesblatt. Präsident Ingo Wellenreuther sagte am Rande des Freundschaftsspiel gegen den FSV Mainz 05 in Oberhausen, dass der Rundbau schon vor 30 Jahren, als er noch darin geduscht habe, „total versifft“ gewesen sei. Nun aber bekäme der KSC ebenso „helle und repräsentative“ Räumlichkeiten, wie sie andere Vereine auch hätten. Auch würden die Leute beim Kartenverkauf dann eher die Gelegenheit nutzen, sogleich noch Fan-Artikel mitzunehmen. Die Container würden zwar „gebraucht“ gekauft, ihre vorzeigbare Funktion allerdings dennoch erfüllen. Ebenso bestätigte er, dass die Finanzierung des Bauwerks noch nicht gesichert sei – „Die Firmen müssen mithelfen“.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">„Der Stadionneubau kommt!“</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Weitere Erleichterungen für die Zuschauer, als noch schneller ihr Geld da zu lassen, sind hingegen nicht geplant, sodass bei diesen in hygienischer Hinsicht auch weiterhin mehrere Sinne bedient werden dürften. Wellenreuther wirbt um Verständnis für die Übergangssituation, denn: „Der Stadionneubau kommt“. Und zudem müsse man irgendwann auch einmal einsehen, dass der KSC nur Mieter des Wildparkstadions sei. Hinsichtlich des Wunsches nach einem Abriss des Rundbaus und der Errichtung eines neuen Funktionsgebäudes habe die Stadt auch „sofort zugestimmt“, als der KSC dieser vor „einigen Wochen“ seine Pläne vorgestellt habe.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Da sage noch einer, dass Stadt und KSC behäbige Wesen seien.  Denn wem gelingt es schon, in Wochen die Versäumnisse von sechs Jahrzehnten aufzuholen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Konkurrenzfähigkeit in bester KSC-Tradition</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/07/08/konkurrenzfahigkeit-in-bester-ksc-tradition/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 07:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Erweiterte Version eines Artikels in der RHEINPFALZ vom 7. Juli 2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size: 10px; color: gray; text-align: left;">Erweiterte Version eines Artikels in der RHEINPFALZ vom 7. Juli 2011</p>
<p><a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/nachwuchsleistungszentrum_auf-ihr-helden_21.jpg"></a><a title="Zum Familientag wurde das neue Nachwuchsleistungszentrum des KSC auch von den nicht mehr ganz so jungen in Beschau genommen und sogleich zum neuen Treffpunkt auserkoren / © Foto: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/nachwuchsleistungszentrum_auf-ihr-helden_21.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5199"  title="neues Nachwuchsleistungszentrum des KSC" src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/nachwuchsleistungszentrum_auf-ihr-helden_2-150x150.jpg" alt=“ksc nachwuchsleistungszentrum wellblechpalast" width="150" height="150"/></a></p>
<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">neuer Wellblechpalast für die Kahns und Scholls von morgen</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;"><span style="color: gray; font-size: 17px;">\ </span><strong>Für den KSC hat die eigentliche Zukunft bereits rund zwei Wochen vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison begonnen.</strong> —————————————— Denn am vergangenen Freitag wurde das neue Nachwuchsleistungszentrum eröffnet, mit dem Präsident Ingo Wellenreuther gewährleistet sieht, dass der Verein gegenüber den anderen Vereinen in der Region „konkurrenzfähig bleibt“.  &#8230; <span id="more-3874"></span></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Wobei das Zugeständnis, dass der KSC in den vergangenen Jahren den Anschluss mittelfristig bereits verpasst hat, realistischer gewesen wäre. Denn selbst mit dem neuen Zentrum sind Standorte wie Stuttgart, Hoffenheim oder Kaiserslautern durch ihre großzügigen und modernen Anlagen den Badenern noch voraus. Aber – und das ist angesichts der Ausgangslage wichtig – ein notwendiger Anfang wurde professionell gemacht.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Der Wellblechpalast</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Die Fakten zum neuen Wellblechpalast sind jedenfalls eindrucksvoll. Rund eine Million Euro hat er gekostet, wovon ein Drittel über Fördermittel des Badischen Sportsbundes, Stadt und Land kamen. Den Rest stemmte der Verein vor allem mit Hilfe von Sponsoren. Hierfür ist nun aber wirklich alles drin und dran, was ein ambitionierter Nachwuchskicker heute so braucht – großzügige Umkleidekabinen und Sanitäranlagen, ein Physio- und Aufenthaltsraum, Besprechungs- und Lernzimmer aber auch eine Küche. Selbst die Trainer sind hier untergebracht und somit die Wege künftig noch kürzer.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Vom Vereins-Casino zum Nachwuchsleistungszentrum</h2>
<p><a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-helden3.jpg"></a></p>
<p><a title="Rudi Fischer als auskunftsfreudiger Gastgeber der gesamten HELDEN!-Redaktion. / © Foto: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-helden3.jpg"></a></p>
<p><a title="Rudi Fischer als auskunftsfreudiger Gastgeber der gesamten HELDEN!-Redaktion. / © Foto: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-helden3.jpg"> </a></p>
<p><a title="Rudi Fischer als auskunftsfreudiger Gastgeber der gesamten HELDEN!-Redaktion. / © Foto: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-helden3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3955" title="Doppel-Pokalsieger Rudi Fischer" src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-helden2-150x150.jpg" alt="rudi fischer Karlsruher sc KSC süddeutscher meister dfb-pokalsieger torwart torhüter" width="150" height="150" /></a></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Zuvor hatte es viel zu lange nur den Rundbau gegeben, dessen „räumliche und hygienische Situation“ laut Wellenreuther längst „nicht mehr akzeptabel gewesen“ sei. Mit dem einstigen Torwart-Idol Rudi Fischer, der bei den KSC-Pokalsiegen 1955 und ’56 im Tor stand, war am Freitag auch jemand dabei, der nach seiner Karriere als langjähriger Jugendtrainer und -abteilungsleiter die Entwicklung der Nachwuchsarbeit aktiv geprägt und beobachtet hat. Den Umbau des für das neue Gebäude abgerissenen Jugendheims – einer zuvor als Vereins-Casino dienende Holzbaracke &#8211; hatte Rudi Fischer einst gestaltet. Die Freude über das neue Heim für die Jugend war damals so groß wie heute anlässlich des schimmernden Nachfolgers. Dass „sein“ Haus später fahrlässig dem Verfall preisgegeben wurde, hatte Rudi Fischer immer geschmerzt. Am Freitag standen nun andere im Vordergrund, sodass seine Anwesenheit nahezu unterging. Warme Begrüßungen gab es nur am Rande, so von Edmund Becker und Burkhard Reich<em> („Servus Rudi, wie geht’s!“)</em>, doch offiziell begrüßt wurde Rudi Fischer nicht. Mag sein, dass Fischers früheres Engagement für den Verein bares Geld wert war. Doch das Hier und Heute finanzieren andere.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Ein stiller Pokalsieger</h2>
<p><a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-auf-ihr-helden.jpg"></a></p>
<p><a title="DFB-Pokalsieger von 1955 und ’56, Deutscher Vizemeister gegen Borussia Dortmund 1956, Süddeutscher Meister 1958 und ’60 \ Vfb Mühlburg- und KSC-Torhüterl-Idol Rudi Fischer nach Spielende an der Honsellstraße in Mühlburg. / © Foto: Privatarchiv Rudi Fischer, Karlsruhe | Colorierung: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-auf-ihr-helden.jpg"></a></p>
<p><a title="DFB-Pokalsieger von 1955 und ’56, Deutscher Vizemeister gegen Borussia Dortmund 1956, Süddeutscher Meister 1958 und ’60 \ Vfb Mühlburg- und KSC-Torhüterl-Idol Rudi Fischer nach Spielende an der Honsellstraße in Mühlburg. / © Foto: Privatarchiv Rudi Fischer, Karlsruhe | Colorierung: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-auf-ihr-helden.jpg"> </a></p>
<p><a title="DFB-Pokalsieger von 1955 und ’56, Deutscher Vizemeister gegen Borussia Dortmund 1956, Süddeutscher Meister 1958 und ’60 \ Vfb Mühlburg- und KSC-Torhüterl-Idol Rudi Fischer nach Spielende an der Honsellstraße in Mühlburg. / © Foto: Privatarchiv Rudi Fischer, Karlsruhe | Colorierung: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-auf-ihr-helden.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3886" title="Doppel-Pokalsieger Rudi Fischer" src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/rudi-fischer-auf-ihr-helden1-150x150.jpg" alt="rudi fischer Karlsruher sc KSC süddeutscher meister dfb-pokalsieger torwart torhüter" width="150" height="150" /></a></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Der Verfasser schnappt sich schließlich einige U15- und U14-Spieler und stellt ihnen den würdigen Greis vor. Natürlich kennen sie ihn nicht, doch werden mit einem Schlag die Augen größer und die Haltung gerader, als das Stichwort „DFB-Pokalsiegertorwart“ fällt. Es braucht wenig, um den einen glücklich und die anderen neugierig zu machen. Im ganzen Haus hängen die Bilder ehemaliger Nachwuchskicker, die es später zu Bundesligaehren brachten. Die Kahns, Scholls oder Eichners. Auch sie werden eines Tages trotz aller Erfolge neuen Helden Platz machen und sich  an Festtagen des Vereins mit Nebenrollen begnügen müssen. Das Gedächtnis von Fußballfans und Vereinsfunktionären ist unerbittlich.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">„Wieso?“</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Nach jahrzehntelanger Stagnation war es übrigens Wellenreuthers Vorgänger Paul Metzger gewesen, der die Problemlösung um die Jugendbauten endlich angegangen war und das nun beendete Projekt tatkräftig angeschoben hatte. Trotz allen Übereifers hatte er die vollständige Baugenehmigung und Finanzierung noch nicht erreicht, als er im vergangenen Herbst abgewählt* wurde. <em>(*Anmerkung: Hier irrt der Autor. Tatsächlich war Paul Metzger auf der Mitgliederversammlung vom 20. Septmember 2010 zurückgetreten)</em> Es wird Metzger noch heute beschäftigen, dass er seine Herzensangelegenheit nicht zu Ende bringen konnte. Auf die Frage, ob denn der Brettener zur Einweihung eingeladen worden sei, entgegnete Wellenreuther nur ein sehr knappes „wieso?“. Nach dem gelungenen Klassenerhalt sowie der Lizenzerteilung für eine weitere Saison in der 2.Liga legt das Präsidium auch beim dritten großen Erfolgserlebnis Wert darauf, seine Leistungen zu betonen. Sinnstiftend hatte es sich von Anfang an über die scharfe Abgrenzung zu den Vorgängern interpretiert und sieht es bis heute keine Notwendigkeit, diesen Weg auch nur für die kleinste Geste zu verlassen. Es würde dessen Erfolge nicht mindern, den zeitlichen Abstand zu nutzen und etwas Milde einkehren zu lassen.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Der Verein bleibt sich treu</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;">Das einzige Band zum alten KSC-Charme des Unperfekten bildete letztlich anderes. Denn obwohl seit Tagen wechselhaftes Wetter angesagt war, hatte man hierzu keine Vorkehrungen zum Schutz der Festgesellschaft getroffen und so harrte diese aufgereiht wie die Wellensittiche fast 45 Minuten unter dem schmalen Vordach des neuen Baus aus, ehe der hochoffizielle Teil mitsamt Reden und Schlüsselübergabe beginnen konnte. Es gibt eben Dinge, die dem KSC in der Zukunft selbst von seinen großzügigsten Sponsoren nicht zu finanzieren sind. Aber andererseits, warum auch?  Selbst zu denken kostet nichts und ist somit seit jeher die preiswerteste Lösung. Man muss nur darauf kommen.</p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; margin-top: 35px;"><span style="color: gray; font-size: 17px;">\ </span><strong>Ein ausführliches Interview mit Rudi Fischer sowie einen Rückblick auf seine Karriere beim VfB Mühlburg und beim Karlsruher SC finden Sie in</strong> <a style="background-color: #8da7f2; color: #00082d; font-family: courier; letter-spacing: 0.2em; font-size: 12px; padding: 0 3px; margin-left: 3px;" title="Auf, Ihr Helden! N°10 \ Rudi Fischer \ Rainer Ulrich \ Edmond Kapllani u.v.m." href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-10/">Auf, Ihr Helden N°10</a></p>
<p><span style="font-size: 10px; color: gray; text-align: left;">Text: M.Dreisigacker \ © Fotos:  C.Pfefferle | Privat-Archiv Rudi Fischer </span></p>
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		<title>Die Drucksituationen sind überall</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/04/26/die-drucksituationen-sind-uberall/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 11:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 26.4.2011 \ Schon den ganzen Nachmittag hatte die Truppe Karlsruher Hooligans in Oberhausen nach Ärger gesucht, um ihn an dessen Ende schließlich doch noch zu finden. Und so belustigt wie nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage im „Abstiegsendspiel“ bei RWO nur möglich, hatte die übrige Masse KSC-Fans deren hilflosen Versuche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing: 0.35em; font-size: 11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 26.4.2011</h5>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;"><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong> Schon den ganzen Nachmittag hatte die Truppe Karlsruher Hooligans in Oberhausen nach Ärger gesucht, um ihn an dessen Ende schließlich doch noch zu finden. </strong>Und so belustigt wie nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage im „Abstiegsendspiel“ bei RWO nur möglich, hatte die übrige Masse KSC-Fans deren hilflosen Versuche zuvor noch beobachtet und kommentiert, ehe durch das späte Gelingen auch noch die rasche Abfahrt vom Ort der Enttäuschung verhindert wurde. &#8230; <span id="more-3337"></span></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Das fanden alle dann weniger lustig – welche Befriedigung es offensichtlich bedeuten kann, in direkten Kontakt mit Schlagstöcken und Pfefferspray zu kommen, erschließt sich dem normalen Menschen nun einmal nicht. Und setzte dem misslungenen Ausflug an die Landwehr noch die Krone auf. Wenn man denn nur sicher wüsste, dass nach dem 34. Spieltag der Klassenerhalt stünde, dann sehnte man sich so schnell wie möglich das Ende einer Saison herbei, in der beim KSC auf nahezu allen Ebenen nichts zusammenpasste. Vor dem Spiel galt das Restprogramm zwar noch als absolut machbar. Doch unter Berücksichtigung der eigentlichen Unmöglichkeit, dass ein nahezu nichts wollendes und zustande bringendes Oberhausen am Samstag als Sieger vom Platz ging, relativiert sich der Optimismus rasch. Die Buben in den KSC-Trikots wollen zwar, können aber nicht. Es bleibt also dramatisch und schaut der KSCler schon einmal genauer hin, wer denn in der Dritten Liga als Relegationsgegner in Frage kommen könnte.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Gegenwärtige Drucksituationen</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Doch auch der samstägliche Blick in den Sportteil der BNN fiel konzentrierter aus als üblich. Denn dort stand zu lesen, dass der junge Thorben Stadler seinem Trainer signalisiert habe, „sich durch die gegenwärtige Drucksituation leistungsmäßig beeinträchtigt zu fühlen“. Auch wenn dies der Wahrheit entspräche, ist es seitens des Vereins doch sehr ungeschickt, so etwas ungefiltert zu kommunizieren. Und ebenfalls sollte ein Journalist darüber nachdenken, ob wirklich jeder „Scoop“ veröffentlicht werden muss.<br />
Aber es scheint heute weitaus selbstverständlicher zum guten Umgangston zu gehören, Presse und Öffentlichkeit hinsichtlich von Transferaktivitäten die Wahrheit vorzuenthalten, als einen Spieler in seinem persönlichen Befinden zu schützen. Was geht in dem jungen Mann jetzt vor, nachdem er öffentlich als „Weichei“ vorgeführt worden ist? Schon ist zu hören, dass er als Profi ja immerhin in der Lage sein, monatlich seinen Gehaltsscheck abholen zu können. Der Betrachter ist jedenfalls fassungslos und vermutet, dass eher andere als der Spieler Stadler den gegenwärtigen Drucksituationen nicht gewachsen sein könnten.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Spare in der Zeit &#8230;</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Beim KSC ist momentan aber auch verflixt viel los. Denn  wirtschaftlich glaubte man im Spätherbst, dass sich durch den Präsidiumswechsel vieles zum Besseren wenden würde. Und so beunruhigen nun die zarten Andeutungen aus der Geschäftsstelle umso mehr, dass die Lizenzerteilung möglicherweise doch nicht so einfach werden könnte. Wie schon das Präsidium um Paul Metzger schiebt auch die Mannschaft um Ingo Wellenreuther die Gründe für das schwierige Arbeiten auf die jeweiligen Vorgänger und hängt der Verein offensichtlich am Tropf eines einzigen Geldgebers, der in der größten Not wieder einmal einspringen könnte. Mit Verlaub – auf diese Option hätte auch der viel gescholtene Metzger zählen können. Und ist dies auch ein Beleg dafür, dass es nicht nur an dem Brettener gelegen haben kann, dass der Verein finanziell nicht jene breite Unterstützung erhält, welche er eigentlich benötigt und für die Wellenreuthers Seriosität hätte garantieren sollen. Somit wird immer deutlicher, dass der KSC bei einem Spiel dabei ist, das er sich selbständig schon lange nicht mehr leisten kann. Aus der Hochphase einer zweijährigen Bundesligazugehörigkeit scheint materiell und ideell nichts mehr übrig, das den Klub in die Zukunft tragen kann.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Essen aus der Asche</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Bei all den Sorgen brachte der Ausflug in den Westen immerhin einen positiven Fingerzeig. Der Fünftligist und bereits feststehende   Regionalligaaufsteiger Rot-Weiss Essen steht kurz davor, die Insolvenz positiv abschließen und somit schuldenfrei sein zu können. Zudem erhält der Verein endlich sein neues Stadion. Er und seine Fans mussten tief sinken, um diese Chance für einen wirklichen Neubeginn erhalten zu dürfen. Ob der KSC eines Tages einen ähnlichen Weg gehen muss, weiß man nicht. Aber wenn man sich so umhört, dann wird die Anzahl der KSC-Fans, die genau dies hoffen, immer größer.</p>
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		<title>„’S koschdet jo nix“ — KSC-Fans winken für die Atomkraft</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/04/04/s-koschdet-jo-nix-ksc-fans-winken-fur-die-atomkraft/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 10:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 4.4.2011 \ In der vergangenen Woche sorgte eine Mahnwache von Atomkraftgegnern auf dem Vereinsgelände des 1.FC Nürnberg für überregionale Aufmerksamkeit. Dass sich die Aktivisten nun ausgerechnet am Valznerweiher zusammenrotteten, lag hierbei nicht an der bislang strahlenden Punktebilanz der Cluberer in dieser Saison, sondern an deren Hauptsponsor „Areva“, einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing: 0.35em; font-size: 11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 4.4.2011</h5>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; "><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong>In der vergangenen Woche sorgte eine Mahnwache von Atomkraftgegnern auf dem Vereinsgelände des 1.FC Nürnberg für überregionale Aufmerksamkeit. </strong>Dass sich die Aktivisten nun ausgerechnet am Valznerweiher zusammenrotteten, lag hierbei nicht an der bislang strahlenden Punktebilanz der Cluberer in dieser Saison, sondern an deren Hauptsponsor „Areva“, einem deutsch-französischen Kerntechnikunternehmen mit Weltmarktführerprofil.  &#8230; <span id="more-3312"></span>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Mit der Lieferung hochgefährlicher und umstrittener Brennelemente für einen der havarierten Reaktoren im  Fukushima ist das Unternehmen nicht nur ganz unmittelbar am japanischen Desaster beteiligt, sondern auch bei dessen Beseitigung. Denn Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy  brachte bei seiner Tour nach Japan auch einige Areva-Ingenieure mit, die bei der Beseitigung radioaktiven Wassers helfen werden. Das ist praktisch, da man auf diese Weise mit einem Unglück auch noch Sympathiepunkte sammeln kann. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Metzger- und Installateursbutzen sind überfordert</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Dass der Fußball seit jeher anfällig ist, sich bei seiner kreativen Finanzierung des allwöchentlichen Wahnsinns nur wenig zimperlich zu zeigen, ist bekannt. Längst aber geht es um Summen, die der örtliche Metzger- oder Sanitäranlagentycoon nicht mehr stemmen kann und sich die eingetragenen Vereine deshalb vielfach nach nationalen oder internationalen Geldgebern umschauen, bei denen der Unternehmenszweck fernab der regionalen Lebenswelten all der FCs und VfLs liegt. Egal ist hierbei, womit diese Konzerne ihr Geld verdienen. Hauptsache, die Maschine läuft wie zum Beispiel auf Schalke, wo der Spielbetrieb vor allem vom übel beleumundeten russischen Staatskonzern Gazprom aufrecht erhalten wird.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Geld stinkt nicht</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Generell waren und sind Fußballvereine für Energieunternehmen wichtige Imageträger, während dessen sie die Kunden – die sich stolz die neuesten Vereinstrikots kaufen und dann mit dem Firmenlogo als wandelnde Litfasssäule umherlaufen – mit ebenso naturgegebenen wie vorgeblich unvermeidlichen Tariferhöhungen drangsalieren und deren Produktgewinnung gar nicht schmutzig genug sein kann. Aber auch intern wie extern humorlos agierende Discounter sind inzwischen auf Fußballerbrüsten zu finden, siehe Cottbus <em>(„Penny“)</em> und Bochum <em>(„Netto“)</em>. Egal, ganz traditionell riecht es im Stadion eben noch immer nach Schweiß, Bier und Bratwurst. Der Duft des Geldes fällt somit nicht weiter auf, denn das stinkt ja bekanntlich auch nach Tausenden von Jahren noch nicht. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Harmlos ist nicht unmöglich </h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Aber es geht auch anders. Denn rund um Karlsruhe beflocken sich die Spitzenvereine der Region ihre Jerseys teilweise rührend naiv.  Der FCK wirbt mit Beinpflegemitteln <em>(„Allgäuer Latschenkiefer“)</em>, die in der Regel auch gerne im Badezimmerschränkchen der Großeltern von KSC-Fans stehen. Freiburg wiederum hat sich mit „Ehrmann“ den KSC-Kult-Joghurt aus seligen Europapokalzeiten geschnappt und der VfB Stuttgart den alten Kickers-Unterstützer „Gazi“ <em>(Mediterrane Milchprodukte und Spezialitäten)</em> von sich überzeugen können. Und die TSG Hoffenheim wirbt mit der Springer-Postille „TV Digital“, was den Kraichgauern in der allgemeinen Berichterstattung von Blättern dieses Hauses zwar sicher nicht zum Schaden gereicht, moralisch aber nicht außergewöhnlich dramatisch ist.  </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Viele Jahre hatte der KSC Glück</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Der KSC opfert seit 1974 die blanke Brust, um sich die stets klamme Kasse mit Mark und Euro aufzubessern, und hatte mit seinen Partnern lange Jahre viel Glück. Es begann mit den „Karlsruher Versicherungen“, ehe von 1978 bis ’81 die Autovermietung „Hettel“, der Feuerzeug- und Kugelschreiber-Multi „BIC“ <em>(’81 bis ’83)</em>, die hiesige Brauerei „Moninger“ <em>(’83 bis ’85)</em> und nach einem halbjährigen Intermezzo frühen Stadtmarketings <em>(’85)</em> die Bau- und Immobiliengesellschaft „SÜBA“ <em>(’86 bis ’89)</em> folgten. Der Bekleidungshersteller „Trigema“ <em>(’89 bis ’91)</em> machte schließlich Platz für den besagten Joghurthersteller Ehrmann, der bis zum elendigen Abstieg von 1998 auf den KSC-Trikots Präsenz zeigte. Von 1998 bis 2000 ging es mit „Becker Autoradios“ abwärts, ehe bis 2004 wieder die „Karlsruher Versicherungen“ einsprangen. Diese imposante Liste von Geldgebern, mit denen bis dahin wohl auch der letzte Gutmensch noch einigermaßen leben konnte, setzte von 2004 bis ’10 schließlich die EnBW fort. Bis auf deren Hineinpumpen von Werbemillionen in den Sport gab es schon immer kaum einen Grund, diesen Konzern sympathisch zu finden, sodass der Einstieg des mittelständischen Markisenhersteller „Klaiber“ aus Forst im letzten Sommer von reichlich Wohlwollen begleitet werden durfte. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Kinder werden gedankenlos mißbraucht</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Aber sehr hartnäckig darf der heutige Co-Sponsor EnBW zu Heimspielen noch immer kleine kostenlose Fähnchen unters Wildparkvolk werfen, auf denen das KSC-Wappen zwar gerne zur Marginalie verkommt, diese anschließend aber dennoch wie wild und begeistert geschwenkt und herumgetragen werden. Gerade bei kleinen Kindern ist zu beobachten, dass sie mit den Fahnen auch noch in den Folgewochen und -monaten stolz ins Stadion marschieren. Der Vater jedenfalls wird sich darüber freuen, spart er somit doch den Kauf eines werbefreien Vereinsproduktes. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Über den Tellerrand hinaus</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Am vergangenen Freitag zum Heimspiel gegen Osnabrück gab es nun erneut so eine Aktion, sie hieß „Flagge zeigen für den KSC“ – und natürlich für die seit Wochen arg gebeutelte EnBW. Stadionsprecher Martin Wacker trug sogar ein Kapuzenshirt mit dem Logo der Aktion. Seltsamerweise allerdings ohne dem der EnBW. Ein Zufall? Wohl kaum, da Wacker als ein politisch und gesellschaftlich eher kritischer Geist gilt, der sich öffentlich eher mit einem großen „Atomkraft-Nein-Danke-Aufnäher“ zeigen würde. Die KSC-Fans hingegen haben diese Freiheit nicht, wenn sie sich mit einem originalen Klubtrikot schmücken wollen, sodass die EnBW nach den diversen Trikot-Ramschverkäufen der letzten Jahre im Stadion noch immer omnipräsent ist. Grundsätzlich wäre es daher ein bemerkenswertes Zeichen, wenn der Zuschauer damit begänne, über den Tellerrand des aktuellen Tabellenstandes hinauszublicken und sich mit den aufdringlich-subtilen Begleiterscheinungen eines Fußballgeschäfts auseinander setzte, die den Preis des sportlichen Erfolgs in ethisch unanständige Höhen treiben. Klar – ohne Sponsoren geht es nicht. Aber man muss nicht um jeden dankbar sein.</p>
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		<title>Der KSC hat nicht genug und gewinnt auch die Verlängerung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 12:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 14.3.2011 \ Eine mitunter kindliche Ausgelassenheit herrschte im Wildparkstadion nach dem Spiel gegen den MSV Duisburg. Lächelnde Mondgesichter überall, und selbst die routiniertesten Kollegen im Presseraum schäkerten sich in eine an Prunksitzungen erinnernde Lust und Laune. Der 3:1-Sieg hatte die Menschen ohne Zweifel tief berührt. Dass deren Versöhnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing: 0.35em; font-size: 11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 14.3.2011</h5>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; "><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong>Eine mitunter kindliche Ausgelassenheit herrschte im Wildparkstadion nach dem Spiel gegen den MSV Duisburg. </strong>Lächelnde Mondgesichter überall, und selbst die routiniertesten Kollegen im Presseraum schäkerten sich in eine an Prunksitzungen erinnernde Lust und Laune. Der 3:1-Sieg hatte die Menschen ohne Zweifel tief berührt. Dass deren Versöhnung mit dem KSC nach den beiden horrenden Heimniederlagen gegen Hertha BSC und Ingolstadt so rasch würde vonstatten gehen können, war kaum vorherzusehen gewesen, sollte Mannschaft, Verein und Umfeld aber weiteren Auftrieb für die restlichen Spiele geben. &#8230; <span id="more-3293"></span><br />
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Die Brüder Rapolder und Šašić</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Erheblich bärbeißiger gestaltete sich hingegen die Gemütslage von Gästetrainer Milan Šašić – „Vielleicht sind wir zu satt – und die Satten haben auf dem Platz nichts zu suchen“, grummelte er halb zu sich und halb zu den Zuhörern. Trotz des Einzugs in das DFB-Pokalfinale gab er sich dem Zorn über sein Team hin, das in den 90 Minuten zuvor fahrlässig die Chance hatte liegen lassen, weiterhin im Aufstiegsrennen dabei bleiben zu können. Der gegenüber seinen Spielern auf den Stationen Koblenz, Kaiserslautern und jetzt auch Duisburg bekannt robust auftretende Kroate erinnert im kolportierten Ruf seiner Menschenführung an den Ex-KSC-Trainer Uwe Rapolder. Gegen Ende der Vorsaison galt sein Verhältnis zur Truppe als völlig zerrüttet. Doch der Klub hielt an ihm fest, verpflichtete noch im Sommer 17 neue Spieler und rüttelte somit den Kader tüchtig durch –  erfolgreich, wie man zum jetzigen Zeitpunkt feststellen muss. Der KSC konnte, wollte und durfte sich mit Rapolder diese Geduld nicht leisten. Und hat mit dieser Politik vielleicht ebenfalls alles richtig gemacht. So ist der Fußball – es können viele Wege zum Erfolg führen. Und welcher richtig oder falsch ist, entscheidet sich nicht auf Geschäftsstellen, in Redaktionsräumen oder Internetforen, sondern ausschließlich auf dem Platz. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 15px; margin-top: 22px;">Ein seichnasser Abschluss des Tages</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Dort waren am Freitagabend die KSC-Trikots endlich wieder mit großer Leidenschaft getragen worden. Wie passend und gemalt, dass sie hernach im Clubhaus für die <a style="font-weight: bold; color: gray; border-bottom: 1px dotted orange;" title="raus in den Wildpark!" href="http://www.proksc.de/">Aktion »PROKSC«</a>, versteigert wurden. Diese nicht vom Verein, sondern von Fans initiierte Aktion will wieder mehr Zuschauer ins Stadion locken und darauf aufmerksam machen, dass der Verbleib des KSC in der 2. Bundesliga existentielle Bedeutung für die Region besitzt. Die Versteigerung der Jerseys durch den launigen Verwaltungsrat Thomas Munz brachte letztlich nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch den stattlichen Gesamtbetrag von 2.190 Euro ein. Bemerkenswert: Am unattraktivsten blieb ein Shirt von Trainer Rainer Scharinger, das „nur“ 60 Euro einbrachte, während für die Arbeitskleidung von Angreifer Andrei Christea satte 350 Euro locker gemacht wurden! Ein sich völlig verausgabender – „Der Müller muss viel g’rennt sein, des Trikot isch seichnass“ – und seit 50 Jahren auf den KSC gehende Munz meinte hinterher auf die Frage, ob es einen KSC-Heroen gegeben habe, für dessen Hemd er gegebenenfalls auch so viel Geld geboten hätte: „Horst Wild! Aber damals hätte ich das Geld nicht gehabt“. Immerhin: Die seinerzeitige, kindlich Freude am KSC ist wieder in den Wildpark zurückgekehrt. </p>
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		<title>Ein Neunanfang, der Hoffnung macht!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 09:17:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 7.3.2011 \ Es dürfte selten sein, dass ein derart später und unglücklicher Ausgleichstreffer wie am Samstagnachmittag in Bochum die unendliche Erleichterung der Betroffenen dennoch nicht verhinderte. Und so konnte man nach dem offiziellen Teil der Pressekonferenz einen jungenhaft aufgekratzten Rainer Scharinger erleben, dessen Euphorie auf die Mannschaft ansteckend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing: 0.35em; font-size: 11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 7.3.2011</h5>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;"><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong>Es dürfte selten sein, dass ein derart später und unglücklicher Ausgleichstreffer wie am Samstagnachmittag in Bochum die unendliche Erleichterung der Betroffenen dennoch nicht verhinderte.</strong> Und so konnte man nach dem offiziellen Teil der Pressekonferenz einen jungenhaft aufgekratzten Rainer Scharinger erleben, dessen Euphorie auf die Mannschaft ansteckend wirken dürfte. Die Spieler haben in ihm nun schon den vierten Vorgesetzten der Saison vor sich stehen, der alles richten und sie zu einer harmonischen und erfolgreichen zusammenfügen soll. Oberflächlich betrachtet scheint der Einstand Scharingers gelungen zu sein, da man immerhin einen Aufstiegs&shy;kandidaten am Rand einer Heimniederlage hatte.  &#8230;</p>
<p><span id="more-3265"></span></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Symptomatisch für die Saison war dann letztlich der Ausgleich. Einerseits das nicht notwendige Foul Matthias Langkamps, der u.a. noch immer Zweikämpfe bevorzugt am Boden zu gewinnen sucht und hierdurch zum Auslösen von mittel- und unmittelbaren Gefahrensituationen neigt. Und andererseits der fatale Mut Aduobes, den Freistoß ebenso unnötig wie übermotiviert mit dem Kopf abwehren zu wollen. Unvermögen gepaart mit Pech, und wieder waren zwei Punkte verloren. Nun hat die Mannschaft in dieser Saison schon mehre Signale senden können, dass sie sich dem Wettbewerb erfolgreich stellen könnte. Allerdings fehlte ihr gerade auch die Konstanz, dies im Folgeverlauf zu bestätigen. Von einer Wende darf daher noch nicht sprechen, sondern allenfalls darauf hoffen.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Man duzt sich wieder</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Gegenüber seinem Vorgänger Uwe Rapolder hat Scharinger zumindest den Vorteil, dass ihm nicht jene persönliche Skepsis begegnen wird, die den Unterländer letztlich scheitern ließ. Schon bei Scharingers Vorstellung am vergangenen Mittwoch war auf der Pressekonferenz jener vertraute Duzkomment zu vernehmen, wie er noch aus Edmund Beckers Zeiten bekannt ist. Auf diesem Miteinander kann er aufbauen und wird es ihm so schnell nicht passieren, dass Mannschaftsinterna oder allgemeine Unzufriedenheiten öffentlich gegen ihn instrumentalisiert werden können. Dass Rapolder abseits seines eigentlichen Tätigkeitsprofils Gründe für eine Trennung bot, mag den KSC-Verantwortlichen – auch wenn sie es sich und anderen nie zugestehen würden – wie eine glückliche Fügung vorgekommen sein. Denn sportlich wie atmosphärisch waren die positiven Effekte des Trainerwechsels aus dem Spätherbst längst schwächer geworden und substantielle Ent&shy;wicklungen kaum mehr zu erkennen gewesen. Natürlich ist man hinterher klüger und war ein Fachmann wie Rapolder mehr als nur ein Versuch gewesen. Doch wie es in dieser Jahreszeit nun einmal so ist – die Tage werden länger, doch die Liste der verbleibenden Spiele immer kürzer. Um so häufiger wird daher das „Miteinander“ bemüht, das den Verein durch diese schwierige Phase bringen soll.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Gemeinsam gegen den Abstieg</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent: 16px;">Dieser Gedanke ist beim KSC in den vergangene Monaten immer wieder betont worden. Und auch bei der Präsentation des Neuen wurde dieser Zusammenhalt vom Podium wiedergeholt eingefordert. Wobei sich inzwischen das Floskelhafte jenes Appells nicht mehr übersehen lässt – denn im Stadion befindet sich heutzutage offenbar nur noch im Erfolgsfall jene schicksalhaft verbundene Gemeinschaft, die die Popularität des Fußballs und seiner Vereine im besten Sinne jahrzehntelang trug. Je mehr die Spieler durch die Professionalisierung des Sports aus dem gemeinsam geteilten Umfeld und Arbeitsalltag des Fans entschwunden sind, desto selbstverständ&shy;licher und unbarmherziger werden von ihnen geradezu surreale Loyalitäten und Funktionsweisen vorausgesetzt. Die Klubs wiederum begegnen diesen Entfremdungen ebenso unterschiedlich wie hilflos. In Kaiserslautern scharen sich Mitspieler und Offizielle beherzt um Srđan Lakić, den un&shy;geschickte Begleitumstände bei seinem anstehenden Vereinswechsel sowie ein zum ungüns&shy;tigsten Zeitpunkt auftauchendes Schusspech zum Opfer eines Mobs machen, der jegliches Gespür für die Zusammenhänge und Notwendigkeiten des modernen Fußballs verloren zu haben scheint. Beim KSC wiederum fehlt dieser gemeinsame Schulterschluss nach außen völlig. Spieler wie Federico, Engelhardt, Tarvajärvi, Chrisantus, Matthias Langkamp oder Timm wurden und werden bisweilen schon beim Warmlaufen ausgepfiffen, ohne dass hierauf von Vereinsseite in wahrnehmbarer Form reagiert wird. Mit dem routinierten und formelhaften Wiederholen von Phrasen ist es jedenfalls nicht getan, eine „KSC-Familie“ herbeikonstruieren zu wollen, die es so nicht mehr gibt. Vielleicht sollte man sich einmal die Autorität und Popularität von Stadionsprecher Martin Wacker zu Nutze machen und ihn dieses Thema vor den Heimspielen gezielt ansprechen lassen. Es wäre momentan auf jeden Fall hilfreicher als die „drei geilsten Buchstaben im deutschen Fußball“ zu betonen. Ebenso positiv wäre auch ein gemeinsames Signal der Mannschaft. Hilflose Gedanken? Vielleicht. Aber man muss sie sich zumindest machen wollen.</p>
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		<title>Ein schwarzer Tag</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 08:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 1.3.2011 Anmerkung: Geschrieben und gedruckt vor der Entlassung Uwe Rapolders \ Der 27. Februar 2011 war ein schwarzer Tag in der Geschichte des KSC. Mannschaft, Trainer und Publikum – niemand konnte hinterher für sich behaupten, den Anforderungen des Existenzkampfes in der 2. Liga gerecht geworden sein. Es griffe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing:0.35em; font-size:11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 1.3.2011</h5>
<p><span style="font-style:italic; font-size:12px; color: gray; border-bottom: 1px dotted #c98f02; text-align:left;">Anmerkung: Geschrieben und gedruckt vor der Entlassung Uwe Rapolders</span></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;"><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong>Der 27. Februar 2011 war ein schwarzer Tag in der Geschichte des KSC. Mannschaft, Trainer und Publikum </strong>– niemand konnte hinterher für sich behaupten, den Anforderungen des Existenzkampfes in der 2. Liga gerecht geworden sein. Es griffe zu kurz, der Mannschaft eine bewusste Leistungsverweigerung zu unterstellen, da dies nicht ihrem Charakter entsprechen würde. Zudem zeigt die Mannschaft keine ungewöhnlichen Auffälligkeiten von Zerrüttung, sodass man die Gründe für das umgreifende Versagen eher im mentalen Bereich verorten sollte. Es ist dramatisch, dass zur Zeit Kleinigkeiten genügen, um das Kollektiv völlig aus der Bahn zu werfen. &#8230;</p>
<p><span id="more-3248"></span></p>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;">Kurz gesagt – die Mannschaft ist völlig fertig. Auch das Publikum kann mit der Situation nicht umgehen. Es beginnt immer früher damit, seinen Unmut über die Leistung der Mannschaft kund zu tun und verunsichert damit deren instabile Gemütsverfassung nur noch  mehr. In den Trikots stecken junge Menschen, die vielleicht über alters- und ausbildungsunübliche Gehälter verfügen dürften – von denen allerdings nicht automatisch erwartet werden darf, wie Maschinen zu funktionieren. So gerne man dies auch hätte. Und daher ist augenscheinlich, dass die Zuschauer mit der Entwicklung ebenfalls längst überfordert sind und jedes Gespür vermissen lassen. Am besten wäre vielleicht, wenn zum nächsten Heimspiel nur noch jene 5.000 kämen, denen der KSC wichtiger ist als die persönliche Frustbewältigung. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Entgleisende Gesichtszüge</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;">Mit dieser hatte an jenem unseligen Nachmittag auch Trainer Uwe Rapolder zu kämpfen – und verlor. Und zwar mehr als nur die Beherrschung, in dem er dem Publikum den ausgestreckten Mittelfinger und einen verbalen Schlagabtausch aus der Gosse darbot. Es wäre gut gewesen, wenn er immerhin eine Stunde nach Spielende auf der Pressekonferenz die Souveränität besessen hätte, sich seinen Entgleisungen zu stellen. Natürlich hat er recht, wenn er von der Unmöglichkeit spricht, sich im gestandenen Alter von 52 Jahren noch als „Dreckspatz“ beschimpfen lassen zu müssen. Aber dennoch sollte er über solche Dinge „drüberstehen“ können.  Mein Gott, was hat man sich denn früher  als Karlsruher nicht alles auf dem Waldhof anhören und beschimpfen lassen müssen! Rapolder, der bekanntlich selbst ein Freund direktester Ansprachen ist, sollte noch einmal in sich gehen und bei nächster Gelegenheit verdeutlichen, dass er einen Fehler gemacht hat. Er dürfte hierbei sicher auf mehr Verständnis hoffen als für seine Personalentscheidungen. Ob Pressevertreter oder Zuschauer – selten zuvor hat man im Moment des Erblickens der Mannschaftsaufstellung mehr entgleisende Gesichtszüge erblicken können als an jenem schwarzen Sonntag. Für so manchen Betrachter jedenfalls kann die Hoffnung nicht mehr sterben. Denn sie ist nicht mehr da.</p>
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		<title>Der Schock</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/02/16/der-schock/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 12:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 15.2.2011 \ Genau das hätte nicht passieren dürfen – eine derart vernichtende Heimniederlage, die allen Beteiligten und Fans des KSC den Schock in alle Glieder jagen würde. Denn es war zuletzt gerade die Heimbilanz gewesen, die den selbstgewissen Hochmut, besser als zumindest drei andere Mannschaften zu sein, getragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: left; letter-spacing:0.35em; font-size:11px;">Die Rheinpfalz-Kolumne « An der Seitenlinie » 15.2.2011</h5>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em;"><span style="color: #cecece; font-size: 15px;">\ </span><strong>Genau das hätte nicht passieren dürfen </strong>– eine derart vernichtende Heimniederlage, die allen Beteiligten und Fans des KSC den Schock in alle Glieder jagen würde. Denn es war zuletzt gerade die Heimbilanz gewesen, die den selbstgewissen Hochmut, besser als zumindest drei andere Mannschaften zu sein, getragen hatte. Und jetzt das. Erklärungen für die desolate zweite Halbzeit gibt es viele. Man lese nur die Sportteile in Tageszeitungen und Fachpresse quer und konzentriere sich auf die Berichterstattungen über andere abstiegsgefährdete oder aus der Spur geratene Vereine aller höherklassigen Ligen, und destilliere hieraus die ewigen Klassiker dieses Genres. Damit machte man als Redakteur, bei Arbeitskollegen oder am Stammtisch allemal eine gute Figur und gewiss nichts falsch, denn irgendwie passen würde es gewiss &#8230;</p>
<p><span id="more-3113"></span></p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Nicht aus heiterem Himmel</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;">Sicherlich – das  frühe Gegentor nach der Pause, die zunehmend um sich greifende Verunsicherung sowie ein individuell äußerst nüchtern seine Chancen nutzender Gegner gaben diesem Fußballspiel eine spektakuläre Wende. Alles schon einmal da gewesen und an sich gewiss kein Grund zur Beunruhigung. Nur – ganz wie ein Gewitter aus heiterem Himmel kam das Verhängnis nun doch nicht über den KSC. Denn allzu sorglos war man die 2. Halbzeit angegangen und hatte dem Gegner Räume geöffnet, die im Profi-Fußball eigentlich verschlossen sein müssten. Eine Denksportaufgabe ist freilich, weshalb dies so geschah. Hatte es der Trainer so gewollt? Oder waren die Spieler an jenem Tag ganz einfach nicht bei Sinnen? Beides für sich genommen wäre jedenfalls keine Beruhigung für die kommenden Wochen.</p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Ein Wirkungstreffer?</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;">Somit könnte diese Niederlage die Wucht eines Wirkungstreffers entfalten. In den vergangenen drei Jahren haben sich weder Spieler noch Zuschauer über nachhaltige Erfolgserlebnisse freuen dürfen. Viele schleppen sich nur noch ins Stadion. Die einen, weil sie es laut Vertrag zu müssen scheinen, und die anderen, weil sie es so gewohnt sind. Angesichts der sportlichen Ohrfeigen, welche die Truppe in diesem Zeitraum entgegen zu nehmen hatte, fragt man sich ernsthaft, woher denn das Selbstvertrauen für einen erfolgreichen Abstiegskampf eigentlich kommen soll. Zudem ist der Verein durch das neue Präsidium allenfalls in der Außenwirkung befriedet, während es intern weitaus mehr quietscht, als es einem solch sensiblen Gebilde gut täte.  Unabhängig des sportlichen Ergebnisses wird es demnach im Frühjahr notwendig zu sein, alle Ebenen kritisch zu überprüfen und hieraus, falls notwendig, endlich auch Konsequenzen zu ziehen. </p>
<h2 style="color: #486d76; font-size: 20px; font-weight: normal; font-family: georgia; text-align: left; text-indent: 10px; margin-top: 22px;">Die offenen Flanken des Trainers</h2>
<p style="text-align: left; line-height: 1.5em; text-indent:16px;">Das Umfeld jedenfalls scheint dieses bereits getan zu haben. Nach Spielende ergoss sich der Unmut Tausender über die Spieler. Und jene die schwiegen, hatten bereits den Gang in die innere und äußere Emigration angetreten. „Ihr da unten und wir hier oben“ – so viele leidenschaftliche Aktionen wie <a href="http://www.proksc.de/" alt="pro ksc karlsruher sc Wildparkstadion"  title="pro KSC – raus in den Wildpark" >»Pro KSC«</a> kann es gar nicht geben, um den Bruch zwischen Zuschauern und Spielern alsbald wieder zu kitten. Blieben die Punkte weiterhin aus, dann gäbe es kaum ein Halten mehr. Auch nicht für Trainer Uwe Rapolder, der Ende vergangener Woche von seinem treuesten Begleiter eingeholt wurde – nämlich von dem Ruf, bei zarten Fußballerseelen nicht immer den rechten Ton zu treffen. Gedruckte Flüsterparolen genügten, um seine Stellung ins Wanken zu bringen. Zudem war bereits in den Wochen zuvor zu beobachten gewesen, dass die Meinungsführer der Karlsruher Presse ungewöhnlich offen Kritik am Trainer zu üben begannen. Auch diese Situation, dass der als Retter verpflichtete Rapolder so zeitig offene Flanken anbietet, hätte ganz sicher nicht passieren dürfen. </p>
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