Von Winfried Weber
Der ehemalige KSC-Spieler Gerhard Faltermeier (23.10.1943 in Steinsberg – 09.03.2009 in Karlsruhe) ist nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Für den KSC spielte er von 1972 bis 1974 und bestritt in dieser Zeit 60 Spiele (9 Tore) in der Regionalliga Süd, sowie 7 Spiele (kein Tor) in der 1973er Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Zudem bestritt er zwischen 1965 und 1968 13 Spiele (2 Tore) für die Amateur-Nationalmannschaft des DFB.
Am 28. März visierte Gerhard Faltermeier, damals im Dreß von Jahn Regensburg, das Tor des VfR Mannheim an. Der Freistoßtreffer, der unmittelbar folgen sollte, würde Geschichte schreiben. Das wußte Faltermeier zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Wahrscheinlich verschwendete er darüber auch keinerlei Gedanken. Er zog einfach ab und der Ball landete direkt im Winkel. Der Mannheimer Keeper mußte sich noch nicht einmal bücken, um den Ball wieder aus dem Netz zu holen. Faltermeiers Geschoß hatte eine derartige Wucht, daß der Ball oben zwischen Netz und Torgestänge hängenblieb. Am Ende schlug Jahn Regensburg den VfR Mannheim mit 3:2 und Gerhard Faltermeier sicherte sich mit diesem Treffer den ewigen Ruhm, der allererste Torschütze des Monats der ARD-Sportschau gewesen zu sein.

Gerd Faltermeier (in der Hocke, Dritter von links) auf einem Mannschaftsfoto des KSC im Frühjahr 1973.
Faltermeier, ein beweglicher und torgefährlicher Mittelfeldspieler, spielte von 1963 bis 1972 bei Jahn Regensburg. Darüber hinaus wurde er sowohl mehrfach in die Auswahl des bayerischen Fußballverbandes, als auch in die deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure berufen.
Im Sommer 1972 nahm er das Angebot des Karlsruher SC an und wechselte in den Wildpark. Sein engagiertes Spiel und seine Tore trugen dazu bei, daß sich der KSC als Vizemeister der damaligen Regionalliga Süd für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga qualifizieren konnte. Dort erwies sich allerdings der SC Fortuna Köln als stärkste Mannschaft und folgerichtig zog das Team aus der Kölner Südstadt in die Bundesliga ein.
In seiner zweiten Saison im Wildpark war Faltermeier erneut ein Schlüsselspieler in seiner Mannschaft, die am Saisonende aber lediglich einen Mittelfeldplatz erreichte. Am Ende dieser Saison zog sich der Oberpfälzer aus dem Profi-Fußball zurück und widmete sich seiner beruflichen Zukunft bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in Karlsruhe.
So war er beim Start der zur kommenden Saison 1974/75 neugegründeten 2. Bundesliga nicht mehr dabei.
Gerd Faltermeier
Seine Stationen als Spieler:
FSV Steinsberg (1955 – 1963)
SSV Jahn Regensburg (1963 – 1972)
Karlsruher SC (1972 – 1974)
FC Baden-Baden (1974 – 1975)
Seine Stationen als Trainer:
ASV Durlach (Spielertrainer)
KSC A-Jugend
SG Siemens Karlsruhe
FV Hochstetten
FC Eggenstein
Fortuna Kirchfeld
FC Busenbach
FV Berghausen
FG Rüppurr









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