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	<title>Auf, Ihr Helden! &#187; Matthias Dreisigacker</title>
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	<description>Das Magazin für Fußballzeitgeschichten rund um den KSC</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 11:51:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>„Aus dem Wald heraus &#8230; die Flutlichtmasten!“</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-Gespräche]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser hunderttausendster Besucher über seinen KSC \ Im November suchten wir den \hunderttausendsten Besucher der Heldenwebsite – und fanden ihn. Oder besser gesagt, wir wurden gefunden &#8230; Denn Murat, 27- jähriger Student der Wirtschaftswissenschaften in Karlsruhe, beantwortete die Frage nach jenem Trainer, der im Februar 1992 als Nachfolger Winnie Schäfers schon auf der Haupttribüne saß, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Unser hunderttausendster Besucher über seinen KSC</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong> Im November suchten wir den <a href="http://www.heldenmagazin.com/2011/11/05/click-it-like-harforth-wir-suchen-den-100-000-besucher/" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » click it like Harforth " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span>hunderttausendsten Besucher der Heldenwebsite</a> – und fanden ihn.</strong> Oder besser gesagt, wir wurden gefunden &#8230; <span id="more-7982"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:40px;">Denn Murat, 27- jähriger Student der Wirtschaftswissenschaften in Karlsruhe, beantwortete die Frage nach jenem Trainer, der im Februar 1992 als Nachfolger Winnie Schäfers schon auf der Haupttribüne saß, mit Peter Neururer als erster und einziger Leser richtig. Der Gewinn fiel reichlich aus, er wurde mit zig HELDEN!-Devotionalien überschüttet. Das musste auch so sein, denn an der Lösungsfindung war er nicht alleine beteiligt &#8230; </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Murat, beim Finden der richtigen Antwort wurdest Du von Ole Schröder unterstützt. Woher kennt Ihr Euch so gut?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Wir gingen hier in der Waldstadt gemeinsam in die Grundschule und wechselten dann auf das Otto-Hahn-Gymnasium. Und zufällig entschieden wir uns dann auch noch für das gleiche Studienfach. Wir sind Freunde.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Bei so einem begeisterten Fußballer als Kumpel – wie verlief Deine aktive Fußballkarriere?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span><em>(lacht)</em> Das war nichts für mich! Ole hat mich ein einziges Mal zum Training beim KSV mitgenommen, aber an jenem Tag war es derart schmuddelig, dass ich lieber weiter Basketball spielte. Zum Kicken reichte es dann nur noch zum Spaß auf der Wiese beim Hirtenweg. Die gibt’s sogar heute noch! </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Wann warst Du eigentlich das erste Mal als Zuschauer beim KSC?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber ich komme nicht drauf. Als erste Erinnerung habe ich nur noch meine Begeisterung über den KSC-Sieg beim DFB-Hallenmasters im Kopf, das war im Januar 1996. Ich war ein großer Fan von Michael Tarnat und habe natürlich auch Autogramme gesammelt! </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Und welche Rituale gab es beim Gang ins Stadion?  Gingst Du alleine raus, oder mit Vater und Freunden?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Es war vor allem eine Clique aus vier Jungs, mein Bruder und ich sowie unsere besten Freunde Philipp und Lukas. Und anfangs waren natürlich auch jeweilige Elternteile dabei. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Fährst Du auch zu Auswärtsspielen?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Nur wegen Ole! Beim ersten Mal in der Münchner Arena aber er hat dann leider nicht gespielt, saß das ganze Spiel über auf der Ersatzbank. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Welche Bedeutung hat der KSC für Dich?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Eine sehr große, da mich der KSC unheimlich stark mit meiner Heimat,  mit Karlsruhe verbindet. Ich möchte es zwar nicht überbewerten, aber ein Stück weit hat es für mich die Identifikation mit der Stadt auch erleichtert.  Es gibt viele schöne Erinnerungen und ich gehe auch einfach gerne ins Wildparkstadion das ich sehr mag. Als Kind war es cool, sich ihm von der Waldstadt aus zu nähern und es immer lauter wurde, bis irgendwann hinter den Bäumen die Flutlichtmasten hervorragten – plötzlich war es dann da. Dieses Gefühl hat sich bis heute nicht geändert und genieße ich es auch sehr, einfach daran vorbeizufahren. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Das mit der Identifikation finde ich interessant, weil es einen Verein oder den Fußball überhaupt als sozialen Erlebnisraum weit über das Sportliche hinaushebt. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Über den KSC sehe ich mich schon als Karlsruher, selbst wenn ich Türke bin. Das Badnerlied singe ich auch immer mit. Ich habe den Verein als Jugendlicher als sehr sympathisch wahr genommen. Die Spieler waren „normal“, selbst ein Burkhard Reich aus Berlin kam als Einheimischer rüber. Und obwohl es so ein kleiner Verein war, wurde sportlich viel erreicht. Heute nimmt es mich sehr mit, wenn es dem Verein schlecht geht.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Mein subjektives Empfinden ist, dass gerade Türken ihren ersten Lieblingsverein in der Türkei haben, und – wenn überhaupt – der deutsche an zweiter Stelle kommt. Wie war oder ist es bei Dir und Deiner Familie?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Der Großvater war Fenerbahçe-Fan, mein Vater ist Fenerbahçe-Fan, und ich und mein Bruder sind es auch. Aber! Zuerst bin ich KSC-Fan, und wenn die beiden Vereine gegeneinander spielen würden, dann wäre ich für den KSC. Hier bin ich einfach mit mehr Herzblut dabei, weil ich in Karlsruhe geboren wurde, hier aufgewachsen bin und mein bisheriges Leben verbracht habe. Um es noch genauer zu sagen, sehe ich bei mir und dem KSC keinen Konflikt mit meiner familiären Herkunft, sondern eher ein ganz normales Heimatgefühl. Die Identifikation mit der Region wird beim Fußball und seinen Riten ganz automatisch hergestellt.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Welches Erlebnis mit dem KSC würdest Du gerne noch einmal erleben?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Das Aufstiegsspiel gegen Unterhaching! Das war einfach nur schön, wie die gesamte Saison. Endlich konnte ein KSC-Fan auf seinen Verein wieder stolz sein.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Und welches Erlebnis möchtest Du streichen?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Das 7:0 gegen Eintracht Braunschweig im Frühjahr 2006. Ich wollte zuhause lieber lernen, und dann trudelten auf dem Telefon die ersten Kurznachrichten ein &#8230; Es wird mir von Freunden noch heute vorgehalten, dass ich mich damals für das Lernen und gegen den KSC entschieden habe!  <em>(Lachen)</em></p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">
Wie siehst Du die aktuelle Situation?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Ich bin ziemlich erschüttert. Ich spüre nicht, dass die Mannschaft an einem Strang zieht und gewinnen möchte. Aber es kann ganz schnell gehen, ich bin Optimist! Auch wenn zum Beispiel gegen Alemannia Aachen nicht zu sehen war, dass ein Trainerwechsel stattgefunden haben soll. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">
Wo siehst Du den KSC perspektivisch?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Murat </span>Ich wäre zufrieden, wenn sich der KSC als stabile Zweitligamannschaft etablieren würde. Ich möchte in dem Bewusstsein ins Stadion gehen, ein vernünftiges Fußballspiel zu sehen. Ganz ohne Abstiegsstress und Diskussionen darüber, dass dieser oder jener jetzt wieder gehen muss. Draufhauen und Selbstzerfleischung möchte ich nicht, ich bin für Einigkeit. </p>
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		<title>Positiv: AIDS und was das mit Fußball zu tun haben könnte \ Markus Kauczinski im Gespräch</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/12/01/positiv-aids-und-was-das-mit-fusball-zu-haben-konnte/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 07:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungs-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Heimspiel gegen Alemannia Aachen am vergangenen Samstag war die Gruppe KSC-FANS HELFEN&#8230;! als Kooperationspartner gemeinsam mit den AIDS-Hilfen aus Karlsruhe und Pforzheim mit einer Aktion zum heutigen Welt-AIDS-Tag unterwegs. \ Es wurden rote Schleifen als Solidaritätssymbol für Menschen mit HIV und Aids sowie Kondome und Infoflyer gegen kleine Spenden verteilt. Zudem bestand die Möglichkeit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Zum Heimspiel gegen Alemannia Aachen am vergangenen Samstag war die  Gruppe KSC-FANS HELFEN&#8230;! als Kooperationspartner gemeinsam mit den AIDS-Hilfen aus Karlsruhe  und Pforzheim mit einer Aktion zum heutigen Welt-AIDS-Tag unterwegs. </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong> Es wurden rote Schleifen als  Solidaritätssymbol für Menschen mit HIV und Aids sowie Kondome und Infoflyer gegen kleine Spenden verteilt.</strong>  Zudem bestand die Möglichkeit, sich an einem Stand  am Haupteingang  über AIDS und HIV zu informieren &#8230; <span id="more-7789"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">In den vergangenen Tagen  sprachen wir dann mit U-23-Trainer Markus Kauczinski über das Thema Sexualität im Jugendfußball sowie mit der Pforzheimerin Nicole vom KSC-Fanklub   <a href="http://www.wildpark-junxx.de/" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span>Wildparkjunxx</a> über ihre Erlebnisse am Aktionssamstag. Ungewohnt gestaltete sich hierbei natürlich das kurze Gespräch mit Kauczinski, der sich ebenso wie der Interviewer anfangs nur schwer vorstellen konnte, worüber man denn überhaupt sprechen und in wie weit gerade er hierzu etwas zu sagen haben könnte. Dennoch ergab sich ein interessantes und – trotz des ernsten Themas – lebhaftes Geplauder.  Eigentlich wenig verwunderlich,  hat doch der Sport-Pädagoge  nahezu täglich  mit jungen Männern zu tun.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Herr Kauczinski, seit vielen Jahren sind Sie Trainer im Jugendbereich, so dass eigentlich nicht ausbleiben kann, dass Sie auch über private Dinge der Spieler viel wissen.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span>Über Gespräche in der Kabine bekomme ich nebenbei natürlich schon mit, was die Jungs so treiben und was abgeht.  Wobei es bei hier bei der U23 natürlich etwas normaler abgeht als bei Jüngeren, die sind da schon abgeklärter. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Findet bei den Vereinen in der Nachwuchsarbeit eigentlich in irgendeiner Form „Aufklärungsarbeit“ statt?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span>Wir vom Verein haben nicht die Pflicht, die jungen Leute aufzuklären, das sollte schon noch bei den Familien liegen. Natürlich kann man sich darüber Gedanken machen, ob man die Spieler in einem Alter von fünfzehn, sechzehn Jahren, in dem sie eben noch nicht alles wissen, in der Aufklärung ein wenig unterstützt. Zumal es in den Elternhäusern erfahrungsgemäß immer weniger gemacht wird. Über eine solche Anregung könnte man sicher einmal nachdenken. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Sie sähen sich also nicht überfordert, wenn ein junger Mann mit einer Sache zu Ihnen käme, die mit Fußball so rein gar nichts zu tun hat?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span>Nein, denn ich bin ja nicht nur Trainer, sondern auch Mensch. Die Jungs können mit allen Problemen zu mir kommen, zumal ich ja auch über etwas mehr Lebenserfahrung als diese verfüge. Vieles habe ich schon selbst erlebt, deshalb sollte es sogar so sein, dass über alles gesprochen werden kann. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Haben Sie persönlich in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis schon einmal mit einer HIV-Erkrankung zu tun gehabt?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span>Nein, überhaupt nicht. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Ist es in ihrer Trainerarbeit schon  einmal vorgekommen, dass sich ein Spieler wegen einer sexuellen „Schludrigkeit“  aus dem Trainings- oder Spielbetrieb abmelden musste? </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span><em>(Lacht)</em> Tja, das gab es tatsächlich! Es war allerdings keine Geschlechtskrankheit, sondern  ist wohl in einer Zweisamkeit passiert. Ich musste deshalb mit dem Spieler sogar in die Ambulanz. </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Weshalb mussten ausgerechnet Sie mit?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Kauczinski </span><em>(Immer noch heiter)</em> Es geschah – wie auch immer – während eines Trainingslagers, und ich begleitete ihn dann eben, weil ich mitbekommen hatte, dass geholfen werden musste. </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-family:monaco, lucida console; font-style:italic; color:#666;">Solche Anekdoten konnte Nicole vom vergangenen Samstag natürlich nicht erzählen, neue Erkenntnisse waren aber dennoch zu gewinnen..  </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Hallo Nicole, ausgerechnet an Eurem Aktionstag hat der KSC im Heimspiel gegen Aachen enttäuscht. Hat das die allgemeine Stimmung getrübt? </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Nicole </span>Es war bedenklich, weil nach dem Spiel einige Leute an unseren Stand kamen und meinten, „wir spenden bei euch  was, damit der Nachmittag wenigstens noch einen Sinn hat &#8230;“ Wir haben aber trotz der Enttäuschung  Danke gesagt.  Laufbereitschaft, Einsatz und Passgenauigkeit, da war von der Mannschaft mal wieder wenig bis gar nichts zu sehen gewesen.  </p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Dafür habt Ihr bestimmt  mehr Engagement für Eure Sache gezeigt. War es einfach für Dich, direkt auf die Leute zuzugehen?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Nicole </span>In den Stunden davor bekam ich schon Zweifel, ob ich der ganzen Aktion und möglichen  kritischen Reaktionen gewachsen sein würde. Zumal ich auch nicht der Mensch bin, der  so offen auf Leute zu geht.  Wir hatten einen Stand und rund ums Stadion waren wir mit unseren Büchsen oder einfach nur als Ansprechpartner unterwegs.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Und wie waren die Reaktionen?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Nicole </span>Gut, dass man manchen Leuten schon ansieht, wie offen oder kommunikativ sie sind &#8230;  Eigentlich habe ich nur nette, spendenbereite Leute getroffen. Am meisten war ich aber von den Menschen so über 50 verwundert, wie aufgeschlossen sie waren. Man muss sich halt auch auf die jeweilige Zielgruppe einstellen.  Der Standartsatz von den Leuten zwischen 30 und 40 war – „ja, ich spend euch was, aber gebt mir bloß kein Kondom mit, wie soll ich das den meiner Frau erklären!?“ Das Jungvolk hingegen, also ganz cool mit schwarzem Kapuzenpulli und Sonnenbrille unterwegs,  unterliegt recht auffällig dem Gruppenzwang.</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Was heißt das?</p>
<p style="line-height:1.6em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Nicole </span>Da hast du keine Chance, dass Du an die ran kommst: Einer dagegen, alle dagegen.  Es kamen auch Aussagen wie „die sind doch selber schuld“ oder „nee, hab ich nichts damit zu tun, ich bin nicht schwul und hab kein AIDS“.  Ich hatte leider nicht die Kraft, mich solchen Diskussionen zu stellen.  Aber ich möchte die Erfahrungen nicht missen, denn ich habe auch so viele liebe und nette Leute auch kennen gelernt.  Zusätzlich hoffen wir, dass wir den einen oder anderen dazu gebracht haben, sich über das Thema Gedanken zu machen.  Und generell war es toll, wie viele Menschen sich in unsere Aktion eingebracht haben. </p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Aktionen zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Von 11 bis 19 Uhr steht vor der kleinen  Kirche beim Marktplatz ein Informationsstand,an dem auch der „AIDS-Teddy 2011“ verkauft wird. Um 18.30 Uhr steht dann das „Trommeln gegen das Vergessen&#8221; auf dem Porgramm, mit dabei sein wird der KAURI e.V. Freundeskreis für westafrikanische Musik und Tanz. Zum Abschluss des Tages findet um 19 Uhr in der kleinen Kirche unter Mitwirkung von „Vocal Resources“, dem Chor der Hochschule Karlsruhe, noch ein ökumenischer Gottesdienst statt. </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Weitere Informationen unter <a href="http://www.aidshilfe-karlsruhe.de/termine-2011/welt-aids-tag-2011.html" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span>www.aidshilfe-karlsruhe.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Links wie rechts des Rheins \ Jungs aus der Pfalz beim KSC</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 11:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um den KSC]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die landsmannschaftlichen Fronten auf den Rängen oft arg verhärtet sein können, spielt die jeweilige Herkunft auf dem Platz noch nicht einmal eine Nebenrolle. \ Interessant mag hierbei sein, dass KSC-Nachwuchsspieler aus Afrika, vom Kaukasus oder aus Grönland eher als normal angesehen werden dürften als solche aus der benachbarten Pfalz. Vier dieser „Exoten“ aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; margin:0 0 5px 0; padding:1px 0 0 0;">
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz3.jpg"></a><a title=" Patrick Haag (li.) und Lars Hummel nach dem mit 10:0 bei der DJK Daxlanden gewonnen Testspiel am 8. Juli diesen Jahres. \ ©Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7374"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz3q1.jpg" alt="" width="150" height="150"/></a>
</div>
<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Während die landsmannschaftlichen Fronten auf den Rängen oft arg verhärtet sein können, spielt die jeweilige Herkunft auf dem Platz noch nicht einmal eine Nebenrolle.</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Interessant mag hierbei sein, dass KSC-Nachwuchsspieler aus Afrika, vom Kaukasus oder aus Grönland eher als normal angesehen werden dürften als solche aus der benachbarten Pfalz.</strong> Vier dieser „Exoten“ aus dem Land der Kartoffeln, Weinschoppen und eines von der Landespolitik subventionierten Bundesligisten haben wir daher etwas näher unter die Lupe genommen: Die A-Jugendlichen Jesper Brechtel und Michael Schultz, sowie die Amateure Patrick Haag und Lars Hummel &#8230; <span id="more-7318"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-family: monaco, lucida console; color:#666; letter-spacing:0.3em; text-transform:uppercase;">Immerhin,</span> Jesper Brechtel (17) und Michael Schultz (18)können schon wieder lachen. Vor einer halben Stunde haben die beiden A-Jugendspieler des KSC ihr Heimspiel gegen Bayern München nur unglücklich mit 1:2 verloren, worüber die Enttäuschung zunächst natürlich groß war. Die beiden Jungs zählen zu den Hoffnungsträgern der Badener, der Wildpark kann ihr Sprungbrett nach oben werden. Wobei es Brechtel schon einmal bei seinem Lieblingsklub 1.FCK probiert hatte und am dortigen  Internat verzweifelte – „ Es gab kaum Freiheiten, kein Internet und keinen Fernseher auf dem Zimmer“. Sein Trainer war der große Ratinho und „er hat es mir bös’ genommen, dass ich das Internat verlassen habe und stellte mich nicht mehr auf“, sagt Brechtel verschmitzt. Der junge Mann hat also zweifellos auch abseits des Rasens ein aktives Leben. Beim KSC jedenfalls gefalle ihm die Nähe zu seiner Heimat Rülzheim, „dass ich hier gut gefördert werde und man auf mich setzt“. Als einen Rückschritt empfindet er die Rückkehr zum KSC in diesem Sommer nicht, „wichtig ist, dass ich in der höchsten Klasse spielen und mich weiterentwickeln kann“.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Bayern und der FCK</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Der am 21. Januar 1994 in Speyer geborene Mittelfeldspieler spielte zwar in der U14 erstmals beim KSC, doch sein Lieblingsklub ist bis heute der FCK. Oft war er schon auf dem Betzenberg. Und während sich sein Mannschaftskamerad Schultz – „ich war eigentlich immer Bayern-Fan“ – mittlerweile nur noch als Fan von der Mannschaft ist, die besser spielt, bezeichnet, fiebert Brechtel nur in den Jugendspielen nicht mit den roten Teufeln.  Gerecht wie sie sind wünschen sie aber beiden Klubs, dass sie in den jeweiligen Bundesligen die Klasse halten und nicht absteigen.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Zuerst die Schule, dann der Fußball</span></h3>
<div style="padding-top:32px; float:left;">
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”>
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz11.jpg"></a><a title=" Jesper Brechtel / u19 KSC 3-0 TSG 1899 Hoffenheim u19, 25.09.2011 © Foto: M.Dreisigacker, Karlsruhe" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz11.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7377"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz1-150x150.jpg" alt=“---" width="90" height="90"/></a>
</div>
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”>
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz6.jpg"></a><a title=" Brechtel überlupft den Hoffenheimer Paul Ehmann / u19 KSC 3-0 TSG 1899 Hoffenheim u19, 25.09.2011 © Foto: M.Dreisigacker, Karlsruhe" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz6.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7386"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz61-150x150.jpg" alt=“---" width="90" height="90"/></a>
</div>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Auf Michael Schultz steht der KSC bereits seit über sechs Jahren. Dabei war er sich ursprünglich nicht sicher, ob er seinen Heimatverein VfL Herxheim und die Freunde überhaupt verlassen und in den Wildpark kommen solle. KSC-Trainer Jürgen Apfel, den er noch aus Kandel kannte,  „gab mir aber das Selbstvertrauen, diesen Schritt zu machen. Er wollte mich und rief oft zuhause an“. Schultz wurde 1993 in Landau geboren und macht nächstes Jahr in Herxheim sein Abitur: „Fußball ist mir sehr wichtig, aber an erster Stelle steht die Schule und anschließend möchte ich auf jeden Fall studieren“. Eine klare Tendenz hat er hierbei noch nicht, Sport-Management oder etwas mit Sprachen ist in der Verlosung. Natürlich war und ist Fußball im privaten und schulischen Umfeld immer ein Thema, doch als etwas besonderes fühlte Schultz sich nie – „und das möchte ich auch nicht“.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Die Welt bricht nicht zusammen</span></h3>
<div style="padding-top:32px; float:left;">
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”>
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz51.jpg"></a><a title=" Antonio-Mirko Colak köpft zur Führung ein, mit in der Luft sind Paul Ehmann und KSC-Kapitän Michael Schultz / u19 KSC 3-0 TSG 1899 Hoffenheim u19, 25.09.2011 © Foto: M.Dreisigacker, Karlsruhe" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz51.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7383"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz5-150x150.jpg" alt=“---" width="90" height="90"/></a>
</div>
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”>
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz2.jpg"></a><a title="Kenan Karaman kommt vor Michael Schultz erfolglos zum Abschluss / u19 KSC 3-0 TSG 1899 Hoffenheim u19, 25.09.2011 © Foto: M.Dreisigacker, Karlsruhe" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7381"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz21-150x150.jpg" alt=“---" width="90" height="90"/></a>
</div>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Er ist soweit Realist, als dass er sich nicht ausschließlich von diesem Sport abhängig machen möchte. Natürlich sei es ein Ziel, im nächsten Jahr in die U23 des KSC aufgenommen zu werden <em>(„Ja klar wird die U23 im Sommer ein Thema. Mal schauen, wie es aussehen wird“)</em>. Doch wenn es nicht klappen sollte, dann bräche seine Welt auch nicht zusammen. Fußball spielen würde er dann immer noch, und sei es eben unterklassig oder nicht mit der direkten Perspektive nach ganz oben. Einen externen Karriere-Kick lehnt der Achtzehnjährige ab &#8211;  „Ich bin zwar schon von Beratern angesprochen worden, brauche und möchte aber keinen“. Und seit er den Führerschein hat, ist er bei aller Dankbarkeit auch von den Eltern unabhängiger, die ihn jahrelang unterstützt hatten. Alleine den Aufwand eines regelmäßigen Fahrdienstes über den Rhein und wieder zurück mag sich hierbei jeder lebhaft vorstellen können.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Ein begeisternder Anblick</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Mit dem legendären Rundbau wurde jüngst sein jahrelanges Zuhause <a href="http://www.heldenmagazin.com/2010/03/18/bildband-im-wildpark/" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span> im Wildpark</a> abgerissen. „Natürlich hatte der Rundbau Charme &#8211; aber wenn ich mich daran erinnere, dass wir uns dort im Winter kalt und im Sommer heiß duschen mussten &#8230;“. Der KSC ist für ihn etwas besonderes und erinnert er sich gut daran, wie begeisternd es war, beim Ankommen gleich die Profis trainieren und dann auch noch das riesige Stadion zu sehen. Schon im nächsten Sommer könnte es für Brechtel und Schultz soweit sein, in diesem auch tatsächlich zu spielen. Denn; wie gesagt, die zweite Mannschaft lockt. </p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Haag und Hummel sind schon angekommen</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Dort angekommen sind bereits Patrick Haag und Lars Hummel. Der in Ludwigshafen geborene Haag ist natürlich Kurpfälzer, während Hummel seinen landsmannschaftlichen Status etwas zögerlicher einordnet. Geboren wurde er vor 19 Jahren in  Mönchengladbach und kam er erst über den Umweg Bayern nach Dudenhofen. Acht Jahre war er damals alt und besuchte gerade mal die zweite Klasse. Dass sich das Duo auf der linken Rheinseite herzlich heimisch fühlt, belegt auch das Detail, dass sie noch immer in der alten, so nahen Heimat wohnen. Für ihren Trainer Markus Kauczinski stellt dies jedoch kein Problem dar – „das ist ja keine Entfernung“. Zudem seien beide absolut integriert und würde sich das Pendeln überhaupt nicht bemerkbar machen. Haag ist der erfahrenere der beiden. Er spielte unter anderem bereits die TSG Hoffenheim und den SV Waldhof. Und zwischendurch auch schon zweimal beim KSC, ehe er hier seit der vergangenen Saison im nun schon dritten Anlauf endgültig heimisch und Profi werden  möchte. Nur Verletzungen verhinderten bereits Einsätze in der 2.Liga. </p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Sie wären fehl am Platz</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Und den Sprung zu den Profis zu schaffen, ist letztlich das erklärte Ziel des Duos, denn „sonst wäre man hier fehl am Platz“, wie Hummel trocken feststellt. Er selbst hat viel seinem einstigen Trainer beim FV Dudenhofen, Karl-Heinz Steiger, zu verdanken. Jener pushte den jungen Lars derart, dass dieser in der C-Jugend als Speyerer Auswahlspieler einen Späher des KSC auf sich aufmerksam machen können. Und das Probetraining im Wildpark lief gut. Er habe sich beim KSC sofort wohlgefühlt, was sich  in den nunmehr fünf Jahren auch nicht geändert habe.   </p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Mit Fragen war zu rechnen</span></h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Hummel selbst hatte übrigens bis vor einigen Monaten nicht nur sportlich Aufsehen erregt, sondern auch mit seinem Äußeren. Inspiriert von einem guten Freund ließ er sich Rastazöpfe machen, weil es ihm diese Frisur einfach angetan hatte. „Ich fiel damit im Positiven wie im Negativen natürlich extrem auf. Letztlich steigerte es allerdings den Wiedererkennungswert, zumal ich damals auch sportlich eine gute Phase hatte und mich somit bei den Leuten noch besser eingeprägt habe“. Klar, aber auch die Fragen nach seiner Vorliebe für gewisse Rauchwaren blieben nicht aus. „Damit war zu rechnen“, grinst er. Nun sind sie weg, da er  die Lust daran verlor und ihm die Matte irgendwann zu warm wurde – „Die waren so schnell wieder runter wie sie da waren“.  </p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color:#957371; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Es geht um Fußball</span></h3>
<div style="padding-top:32px; float:left;">
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”>
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz4q1.jpg"></a><a title="Nur in der Fritschlach Gäste, aber beim KSC daheim: Patrick Haag und Lars Hummel / DJK Daxlanden 0-10 KSC u23, 08.07.2011 © Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz4q1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7388"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_pfalz4q-150x150.jpg" alt=“---" width="90" height="90"/></a>
</div>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:42px;">Eigentliche Fußballfans im Fan-Block waren Haag und Hummel in ihrer Jugend nie, auf den „Betze“ zog es sie aber natürlich schon. Geblieben ist hiervon jedoch allenfalls noch eine Sympathie, und wenn der KSC heute auf die Lauterer treffe, dann seien sie natürlich auf der Seite der Blau-Weißen. Das Umkurven der regionalen Rivalität der beiden Traditionsklubs FCK und KSC lösen sie elegant und wird jeweils mit einem Lächeln begleitet. Dass sie das noch immer können ist auch ihren damaligen Freunden geschuldet. Denn Rivalität hin oder her – wenn ein großer Verein wie der KSC anklopft, dann freut sich allenthalben die ganze Bande eben noch immer mit. Schrecken ließen sich die Nachwuchsspieler auch nicht von den kernigen Bedingungen im Rundbau. Haag hierzu ohne auch nur mit der Wimper zu zucken: „Das war egal, es geht doch um Fußball und nicht um das Duschen, oder?“ Und zwar links wie rechts des Rheins.  </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Kontinuität, keine Ergebnisse, kein Geschick \ es bleibt nur der Schwindel</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 09:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kolumne «An der Seitenlinie» aus der Rheinpfalz vom 3. November 2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height:1.5em; text-align:left; font-size:9px; letter-spacing:0.12em; font-family: monaco, lucida console; text-transform:uppercase; color:">Die Kolumne <strong>«An der Seitenlinie»</strong> aus der Rheinpfalz vom 3. November 2011  </p>
<div style=“float:left;margin:0 0 2px 0; padding:0 5px 0 0;”><a href="hhttp://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_scharinger.jpg"></a><a title="Oliver Kreuzer mußte für Rainer Scharinger das Handtuch in den Ring werfen \ Juli 2011: Scharinger im Sky-Interview vor dem Spiel gegen 1860, eine erste bittere Niederlage läutete eine schier nicht enden wollende Negativ-Serie ein \ TSV 1860 München 2-1 KSC © Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/auf-ihr-helden_scharinger.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7520"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/aih-scharinger-klein.jpg" alt=“---" width="150" height="150"/></a>
</div>
<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.06em; text-align:left;">Im Fußball kann der Zeitpunkt, da  bunte Schaudiagramme und choreographierte Mitgliederversammlungen der  Vergessenheit anheimfallen, sehr schnell kommen. </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Denn entscheidend – die Plattitüde sei hier erlaubt – ist tatsächlich immer noch auf dem Platz.</strong> So zu sehen am frühen Montagnachmittag beim KSC, als Präsident Ingo Wellenreuther und Sport-Direktor Oliver Kreuzer die schon erwartete Trennung von Cheftrainer Rainer Scharinger offiziell werden ließen &#8230; <span id="more-7461"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Binnen eines guten Jahres wird Wellenreuther in den nächsten Tagen nun schon den dritten „richtigen Mann“ für den KSC präsentieren und von seinem Vorhaben, beim KSC endlich Kontinuität einkehren zu lassen, ein weiteres Mal abrücken müssen. In Anbetracht der rein sportlichen Resultate unter Scharinger ist der Schritt vertretbar. Nur vier Siege aus 23 Punktspielen bei einem Torverhältnis von 28 zu 58 – das ist ein enttäuschender Leistungsnachweis. Andererseits musste der ehemalige KSC-Profi bei seinem Einstieg mit einem Kader arbeiten und zunächst den Klassenerhalt schaffen, der nicht der seine war. Und entgegen der offiziellen Verlautbarungen war auch die aktuelle Mannschaft nicht jene, der er das Erreichen der sportlichen Ziele vorbehaltlos zutraute. Wenige, aber entscheidende Wünsche waren offen geblieben. Letztlich hat Scharinger für die Chance, nicht nur bei einem Zweitligisten, sondern sogar bei seinem Heimatverein arbeiten und sich etablieren zu können, bitter bezahlt. </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Scharinger musste bezahlen &#8230; </span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Wellenreuther und Kreuzer gelang es am Montag indes nicht, ein souveränes Bild abzugeben.  Der Präsident war zwar bemüht, seinen    politischen Erfahrungsschatz zu nutzen und präzisen Fragen nach der Präsidiumsverantwortung auszuweichen, doch die Resonanz unter den Anwesenden auf diese Manöver war mit Berechtigung verheerend. Auch Kreuzer, dem aufgrund seiner Erfahrung im Fußballgeschäft ein professionelles Bewältigen und Kommunizieren der Situation möglich sein müsste, redete sich nicht zum ersten Mal beinahe um Kopf und Kragen. Die Zuhörer hatten für eine solche Entscheidung von beiden Verantwortungsträgern konsistentere Aussagen erwartet, als den Abbruch eines langfristigen Entwicklungsplanes weitgehend mit „fehlenden Ergebnissen“ zu begründen.
 </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">&#8230; und der KSC wird bezahlen müssen</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Doch nicht nur der montägliche Auftritt sollte beunruhigen. Denn für den Trainerwechsel und die spätestens in der Winterpause anstehende Kaderkorrektur wird der KSC, der für dieses Geschäftsjahr  ohnehin bereits mit einem Minus von ca. 2 Millionen Euro kalkuliert, wieder Geld in die Hand nehmen müssen, das er eigentlich nicht hat. Stand diesen Sommer stecken bereits über 2 Millionen Euro an externen Darlehen im Verein, von denen alleine auf Vizepräsident Günter Pilarsky 1,6 Millionen entfallen. Angesichts des Vorjahresverlustes, Altbelastungen in Form von Auszahlungen an den Medienunternehmer Michael Kölmel oder weiterhin bestehender Forderungen, die sich zusammengerechnet längst schon im Bereich der 20-Millionen-Grenze bewegen, darf einem daher gewiss leicht schwindlig werden. Kein Zweifel, das Schaubild   auf der nächsten Mitgliederversammlung wird viel leisten müssen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Performance erinnert an die Vorgänger</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/10/17/die-performance-erinnert-an-die-vorganger/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am heutigen Abend steigt in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe die Mitgliederversammlung des KSC. Und das ist natürlich allemal ein Grund, für die «Rheinpfalz» nach langer Pause mal wieder eine Kolumne zu schreiben. Jubel &#8211; es ist die hunderste ihrer Art. Hier lesen Sie nun die etwas erweiterte Fassung aus der heutigen Ausgabe. \ Noch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Am heutigen Abend steigt in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe die Mitgliederversammlung des KSC. Und das ist natürlich allemal ein Grund, für die «Rheinpfalz» nach langer Pause mal wieder eine Kolumne zu schreiben. Jubel &#8211; es ist die hunderste ihrer Art. Hier lesen Sie nun die etwas erweiterte Fassung aus der heutigen Ausgabe.<br />
 </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Noch in der Sommerpause kam es in  Karlsruhe zu spontanen Polonaisen, wenn wieder einmal die Kunde eines Abgangs aus dem KSC-Spielerkader durchgedrungen war.</strong> Nach zwei völlig enttäuschenden Spielzeiten setzte der Verein die Sense an und trennte sich bis heute von insgesamt 19 Spielern, die bis auf Godfried Aduobe für den Niedergang geradezu in Kollektivhaftung genommen wurden.<span id="more-7123"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Trainer Rainer Scharinger sowie seine Sport-Direktoren Arnold Trentl und dessen Nachfolger Oliver Kreuzer hätten es sich einfach machen und sich statt in den höheren Ligen Europas auch bei Karlsruher Kneipenmannschaften bedienen können &#8211; Euphoriestürme hätten sie dennoch ausgelöst. Von dieser Freude auf einen sportlichen Neuanfang ist in Karlsruhe nicht erst seit der samstäglichen Niederlage in Berlin allerdings kaum mehr etwas übrig geblieben. Kreuzer sagte noch am Donnerstag, „wir stehen nicht auf dem Tabellenplatz, auf dem wir gerne stehen würden. Aber uns fehlen nur die vier Punkte aus den Spielen gegen Frankfurt und Braunschweig. Es ist nicht nur eine neue Mannschaft, sondern ein ganz neuer Verein, da kann die Performance nicht nur nach oben gehen“. Dies hatte wohl auch niemand aus dem Umfeld erwartet. Aber dass sich das neue Team in Spielauffassung, Widerstandsfähigkeit und Perspektive von seinen Vorgängern abzuheben vermag, wohl durchaus und das mit Berechtigung. </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Das Gesicht des Vereins</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Neben der neuen Mannschaft ist es gerade der seit Oktober vergangenen Jahres amtierende Präsident Ingo Wellenreuther, der diese Performance eines neuen KSC repräsentiert. Während sich die sportliche Leitung um Scharinger und Kreuzer ganz auf ihre Aufgaben konzentriert, ist Wellenreuther nach außen das Gesicht des Vereins. Vor bald einem Jahr wurde er als Nachfolger des zurückgetretenen Paul Metzger gewählt, heute Abend stellt er sich nun erstmals wieder einer Mitgliederversammlung. Der CDU- Bundestagsabgeordnete und unterstellte Aspirant als Nachfolger des noch amtierenden Oberbürgermeisters Heinz Fenrich hatte von seinem tüchtigen, in der Öffentlichkeit aber unglücklich agierenden Vorgänger, ein im wesentlichen gut bestelltes Feld übernommen.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Ein bestelltes Feld</span></h2>
<div style="float:left; margin:0 0 5px 0; padding:1px 2px 0 10px;">
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden1.jpg"></a><a title="Hat bei seinem Vorgänger Paul Metzger gut hingehört und zugeschaut: Versammlungsleiter Ingo Wellenreuther am 1. Oktober 2009 in der Europahalle. Wenig später war Metzger zum 9. KSC-Präsidenten gewählt. Und ein Jahr später wurde Wellenreuther selbst der 10. Präsident des KSC. \ 2009 © Foto: C.Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7129"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/wellenreuther-metzger_auf-ihr-helden-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150"/></a>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Angesichts der Herausforderungen bei Amtsantritt war dies keine Selbstverständlichkeit. Durch die Klärung von alten Rechtstreitigkeiten, der notwendigen Erweiterung von Kreditlinien bei den Banken sowie gesteigerten Marketingerlösen hatte Metzger den Zusammenbruch des Vereins abwenden und die Lizenz für die Saison 2010/11 auflagenfrei erreichen können. Auch stand der vorher grotesk überteuerte Lizenzspielerkader wieder auf jugendlicheren und preiswerteren Füßen, waren die  Bedingungen für die wichtige Nachlizenzierung im Herbst bis auf 200.000 Euro erfüllt, zudem weitere Sponsorenerlöse in siebenstelliger Höhe vorverhandelt. Ebenso auf dem Weg war das Nachwuchsleistungszentrum, für den Förderungen und Sponsorengelder ebenso eingeholt waren wie die Baugenehmigung der Stadt erteilt war. Und selbst in der leidigen Stadionfrage war ihm eine gewichtige Annäherung an die Stadt gelungen. Hierbei wäre der KSC das Projekt eines „fördernden Neubaus“ im Wildpark mitgegangen, und das auf der Basis einer Kostensplitterung von 40 Millionen Euro bei der Stadt, 11 Millionen vom Land und 15 Millionen, die der KSC u.a. über Sponsoren sowie mit einer besonderen Vermarktung der Sitzplätze einzuholen gehabt hätte. Und natürlich, auch Metzger hatte in der Traditionslinie aller KSC-Präsidenten &#8211; und diese nicht erst mit Roland Schmider beginnend &#8211; eine erhebliche Mietminderung auf 150.000 Euro für den Wildpark erreicht. Bei allen Aufgaben war Metzger auch stets bemüht,  sich nicht zu sehr auf externe Finanzierungen und gebündelte Abhängigkeiten einlassen zu müssen.
</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px; padding-bottom:2px; border-bottom:1px solid #055462;"><span style="border-bottom:1px solid #118499; background-color:#ddebee; padding: 1px 3px 1px 4px; ">Ist die Versöhnung gelungen?</span></h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Eines der Ziele Wellenreuthers war es, die Gräben im Verein zu schließen und die einzelnen Lager zumindest ein wenig miteinander versöhnen. Erschwert haben könnte dies Wellenreuthers wiederholt elegantes Aneignen von Metzgers tatsächlichen oder zumindest angeschobenen Erfolgen, ohne dessen Anteil daran zu würdigen.  Anhand der Wortbeiträge und Streitkultur heute in der Schwarzwaldhalle wird man sehen können, in wie fern der Verein seit dem vergangenen Herbst hat zusammenrücken können. Oder ob Misstrauen, Abneigung und Apathie weiterhin zu seinen treuesten Begleitern zu zählen sein müssen.
 </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="color:gray; font-size:14px;">lesen Sie auch </span> <a href="http://www.heldenmagazin.com/2011/07/08/konkurrenzfahigkeit-in-bester-ksc-tradition/" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea;; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px; font-weight:normal;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span> Konkurrenzfähigkeit in bester KSC-Tradition</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eine schwarze Sonderbriefmarke für den KSC</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 15:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um den KSC]]></category>

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		<description><![CDATA[Das DFB-Pokalspiel des KSC gegen den FC Schalke 04 am 26.Oktober ist noch einige Tage hin, aber der Verein stimmt seine Fans schon seit Wochen besonders darauf ein – mit einem Trikot in der „KSC-Traditionsfarbe“ Schwarz. Wir fragten nach. \ Dass der KSC nur wenig Geld und daher kreative Marketingideen nötig hat, ist keine Überraschung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; margin:0 0 5px 0; padding:1px 0 0 0;">
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/ksc-70-71_auf-ihr-helden.jpg"></a><a title="Keine Montage, keine Nachcolorierung - ein roter KSC aus der Saison 1970/71, Regionalliga Süd. Von links Kapitän Horst Wild, Rudi Wimmer, Jürgen Weidlandt †, Friedhelm Groppe, Hans Haunstein †, Eugen Ehmann †, Gottfried Fuchs, Ernst Abbé, Gerd Becker, Klaus Beckfeld, Walter Szaule \ 1971 © Foto: Reporta, Karlsruhe" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/ksc-70-71_auf-ihr-helden.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6943"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/ksc-70-71_auf-ihr-helden1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150"/></a>
</div>
<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Das DFB-Pokalspiel des KSC gegen den FC Schalke 04 am 26.Oktober ist noch einige Tage hin, aber der Verein stimmt seine Fans schon seit Wochen besonders darauf ein – mit einem Trikot in der „KSC-Traditionsfarbe“ Schwarz. Wir fragten nach. </h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Dass der KSC nur wenig Geld und daher kreative Marketingideen nötig hat, ist keine Überraschung, sondern bittere Realität.</strong> Und um so erfreulicher ist es daher, dass im Pokalspiel gegen den Bundesligisten eine besondere Bedeutung erkannt hat und dem an Erinnerungsstücken interessierten Fan zu diesem Anlass nicht nur die üblichen Wimpel und Schals anbieten wird, sondern zusätzlich <a href="http://ksc-onlineshop.de/websale7/Pokaltrikot-26.10.11schwarz.htm?Ctx={ver%2f7%2fver}{st%2f3eb%2fst}{cmd%2f0%2fcmd}{m%2fwebsale%2fm}{s%2fkscshop%2fs}{l%2fDeutsch%2fl}{mi%2f1-2760%2fmi}{pi%2f1-4255%2fpi}{po%2f1%2fpo}{fc%2fx%2ffc}{p1%2fdd9db62ad5d5844675886687aa3546d1%2fp1}{md5%2f29a6344830b58fc20ce4ccc70128b83e%2fmd5}" style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #2100ea;; font-size:10px; letter-spacing:0.1em; margin:0 3px;" title=" » " target="_blank"><span style="color:#2100ea;">\</span> ein limitiertes Pokaltrikot</a></p>
<p><span id="more-6928"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">„Der Umsatz tut dem Verein gut, von den 500 Stück konnten wir bereits über 300 verkaufen“, sagt Axel Bathiany, neben Arnold Trentl einer der beiden Geschäftsführer der KSC-Marketing GmbH. Und gibt zu, dass der KSC in diesem Bereich längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Das Pokalspiel wolle man nun einmal „besonders in Szene setzen“, zumal sich die Mannschaft dafür ausgesprochen habe – „Sie freut sich darauf, in diesem Trikot zu spielen. Und für die Fans ist es wie eine Sonderbriefmarke und deshalb sehr begehrt“. Einmal in der Saison gestatte es die DFL den Klubs, eine solche Sonderaktion zu machen, und die Karlsruher haben zugegriffen. </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Bathianys Freude über den gelungenen Coup ist groß, „es ist auch ein richtig schönes Trikot“. Und es sei deswegen schwarz, weil es eine attraktive und modische Farbe sei, die zudem eine Zeichen setze.  Der Frager ist dennoch enttäuscht, gleich zu Beginn des Gesprächs hatte er dies auch zugegeben. Denn  KSC, Schalke, DFB-Pokal – da gäbe es doch einen ganz besonderen Bezugspunkt. Vor 56 Jahren hatte der KSC an der Hamburger Straße in Braunschweig  mit einem 3:2-Sieg gegen die favorisierten Schalker sensationell  den DFB-Pokal gewonnen. Es war der erste Gewinn eines Pokals seit der drei Jahre zuvor erfolgten Fusion aus Phönix und VfB Mühlburg, die ganze Stadt schnappte seinerzeit förmlich über und bot den Männern um  Baureis, Fischer, Sommerlatt und Traub einen Empfang, wie er an die Jubelszenen um die 54er Weltmeister um Fritz Walter erinnerte.</p>
<div style="float:left; margin:0 0 5px 0; padding:1px 0 0 0;">
<a href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/dfb-pokalsieg-1955_auf-ihr-helden1.jpg"></a><a title="Kunkel, Sommerlatt und Traub trafen am 21.Mai 1955 für den neuen DFB-Pokalsieger in Braunschweig gegen Schalke 04 - stehend von links: Spielausschussvorsitzender Helmuth Hodel, Trainer Adolf Patek, Werner Roth, Josef Schäfer (in civil), Hans Strittmatter, Heinz Beck (in civil), Walter Baureis, Siegfried Geesmann, Ernst Kunkel, Lothar Bechtel (in civil), Masseur Höger. Vorne von links: Oswald Traub, Rudi Fischer, Kurt Sommerlatt, Max Fischer, Antoine Kohn und Herbert Dannenmeier \ 1955 © Foto: unbekannt, Colorierung: Christian Pfefferle, München" rel="lightbox" href="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/dfb-pokalsieg-1955_auf-ihr-helden1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6954"  title=" + " src="http://www.heldenmagazin.com/wp-content/uploads/dfb-pokalsieg-1955_auf-ihr-helden-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150"/></a>
</div>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Die Badener hatten  das Endspiel in ihren roten Ausweichtrikots bestritten, da die Schalker das Zugriffsrecht auf ihre angestammten blauen Jerseys wahrgenommen hatten. Die überlieferten Fotos und Filme sind allesamt in schwarz-weiß gehalten, sodass diese Tatsache langsam in Vergessenheit geriet. Bis in die siebziger Jahre hinein blieb das Rot im Repertoire  der Vereinszeugwarte, wenn die üblichen Blau und Weiß keine Verwendung finden konnten oder durften. „Das weiß ich alles gar nicht“, gesteht Bathiany. Weder jener Triumph, geschweige denn der damalige Gegner ist ihm präsent. Aber andererseits, so Bathiany, „ein rotes Trikot würde heute kein KSC-Fan mehr kaufen“.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Und darum geht es. Die eigene Geschichte hin, Tradition her.<span style="color:#ddd; padding-left:5px; font-size:12px; font-family:courier;">mD</span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schon vor 30 Jahren total versifft</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/09/04/schon-vor-30-jahren-total-versifft/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.heldenmagazin.com/?p=6487</guid>
		<description><![CDATA[Am Morgen des 5. September verliert das Wildparkstadion mit dem Rundbau sein &#8211; nach dem 2009 abgerissen ehemaligen Jugendheim – ältestes Funktionsgebäude. In diesem, zuletzt arg heruntergekommen, architektonischen Meisterwerk war über viele Jahre hinweg aller Frust über den Zustand des Karlsruher Fußballs kulminiert worden. \ Der Fußball im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts lässt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Am Morgen des 5. September verliert das Wildparkstadion mit dem Rundbau sein &#8211; nach dem 2009 abgerissen ehemaligen Jugendheim – ältestes Funktionsgebäude. In diesem, zuletzt arg heruntergekommen, architektonischen Meisterwerk war über viele Jahre hinweg aller Frust über den Zustand des Karlsruher Fußballs kulminiert worden.</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Der  Fußball im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts lässt nicht nur dem einzelnen Feldspieler immer weniger Raum, sondern auch jeglichen Sentimentalitäten. </strong> Stattdessen ersetzen merkantile Notwendigkeiten und leichte Federstriche jegliches Gespür für die Notwendigkeit der bewussten Verortung eines Vereins in seiner Historie. &#8230;<span id="more-6487"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Besonders betroffen hiervon ist der Karlsruher SC, dessen Verantwortlichen es in den bald 60 Jahren seines Bestehens nie gelungen war, Bleibendes zu hinterlassen, auf das die Mitglieder und Fans des Klubs hätten stolz sein können. Das Wildparkstadion in seiner Form eines Großstadions war ein Geschenk der Stadt und seines fußballverrückten Oberbürgermeisters Günther Klotz gewesen und löste 1955 das Mühlburger Stadion an der Honsellstraße (ein enges Geviert ohne Laufbahn) als Spielstätte des 1952 aus Phönix und VfB Mühlburg fusionierten Vereins ab. Seither war der KSC nur Mieter, noch dazu einer mit lässiger Handhabung seiner eigentlichen Verpflichtungen.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Keine bleibenden Werte</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> So war und ist es keine Überraschung, dass die Stadt ihr  Wildparkstadion bis auf wenige Ausnahmen, zu denen in den Siebzigern die Errichtung einer überdachten Gegengerade und der damals modernsten Flutlichtanlage Europas zählte, über die Jahrzehnte hinweg verkommen ließ. Irgendwie gehörte der Wildpark zwar alle vierzehn Tage der Region und Abertausenden Besuchern aus Nah und Fern, und dann doch wieder niemandem. Zumindest keinem, der Sinn für das Erbe dieser vorzüglichen Anlage da draußen im nördlichen Schlossgarten hatte. Was dem Karlsruher Sport eine bleibende Errungenschaft hätte bleiben können, wurde aus dieser Konstellation heraus dem Verfall preisgegeben. Kein Präsidium zeigte gesteigertes Interesse an einer Änderung der Situation, stets blieb der Sieg am kommenden Wochenende wichtiger als zielgerichtete Investitionen in die Zukunft. Zuletzt war es auch das Präsidium Hubert Raase gewesen, das seine Präferenzen vornehmlich auf den sportlichen Tageserfolg legte. Zudem kam es nicht mit der Stadt überein,  das Wildparkstadion zukunftsfähig zu machen &#8211; das Ganze, Große und Neue an der Autobahn sollte es sein. Wenn schon, denn schon. Auch wenn es Steuerzahler und Gartenbesitzer weitaus mehr als die letzten Nerven gekostet hätte.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Schäbiger als jede Verwahrlosung </h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Parallel hierzu und eben doch ziemlich berechnend wurde keinerlei Interesse daran gezeigt, das Wildparkstadion funktionstüchtig, zuschauer- und sportlerfreundlich zu halten. Und gerade das ist so ärgerlich: Ein historisches Areal so lange herunterkommen zu lassen, bis auch der Letzte eingestehen muss, dass jetzt nur noch die Abrissbirne hilft. Das ist schäbiger, als es Jugendheim und Rundbau je hätten sein können.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Wie andere Vereine auch</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Natürlich funktioniert der Verein mit dem neuen und ordentlichen Jugendleistungszentrum nun besser. Und selbstverständlich ist es sinnvoll, Verwaltungs- und Verkaufstrakte wie Kartenvorverkauf oder Fan-Shop in einem Gebäude zusammenzufassen. Doch die Art und Weise, wie Wildparkstadion und Verein in den letzten Jahrzehnten hierzu kamen, ist kein Ruhmesblatt. Präsident Ingo Wellenreuther sagte am Rande des Freundschaftsspiel gegen den FSV Mainz 05 in Oberhausen, dass der Rundbau schon vor 30 Jahren, als er noch darin geduscht habe, „total versifft“ gewesen sei. Nun aber bekäme der KSC ebenso „helle und repräsentative“ Räumlichkeiten, wie sie andere Vereine auch hätten. Auch würden die Leute beim Kartenverkauf dann eher die Gelegenheit nutzen, sogleich noch Fan-Artikel mitzunehmen. Die Container würden zwar „gebraucht“ gekauft, ihre vorzeigbare Funktion allerdings dennoch erfüllen. Ebenso bestätigte er, dass die Finanzierung des Bauwerks noch nicht gesichert sei – „Die Firmen müssen mithelfen“.</p>
<h3 style="font-weight: normal; font-family: monaco; lucida console; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">„Der Stadionneubau kommt!“</h3>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Weitere Erleichterungen für die Zuschauer, als noch schneller ihr Geld da zu lassen, sind hingegen nicht geplant, sodass bei diesen in hygienischer Hinsicht auch weiterhin mehrere Sinne bedient werden dürften. Wellenreuther wirbt um Verständnis für die Übergangssituation, denn: „Der Stadionneubau kommt“. Und zudem müsse man irgendwann auch einmal einsehen, dass der KSC nur Mieter des Wildparkstadions sei. Hinsichtlich des Wunsches nach einem Abriss des Rundbaus und der Errichtung eines neuen Funktionsgebäudes habe die Stadt auch „sofort zugestimmt“, als der KSC dieser vor „einigen Wochen“ seine Pläne vorgestellt habe.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Da sage noch einer, dass Stadt und KSC behäbige Wesen seien.  Denn wem gelingt es schon, in Wochen die Versäumnisse von sechs Jahrzehnten aufzuholen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Hans-Jürgen Boysen fühlte sich gut!</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/08/30/hans-jurgen-boysen-fuhlte-sich-gut/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 13:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-Gespräche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.heldenmagazin.com/?p=6438</guid>
		<description><![CDATA[Ehe wir uns in den nächsten Tagen der allgemeinen Situation des „neuen KSC“ widmen und den Stand zu überblicken versuchen werden, zunächst noch ein Nachschlag zum vergangenen Samstag. \ Eine vorherige Kontaktaufnahme zu Hans-Jürgen Boysen um mit ihm über das anstehende Spiel beim KSC zu sprechen, war zuvor leider gescheitert. Denn offenbar ist es der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;"> Ehe wir uns in den nächsten Tagen der allgemeinen Situation des „neuen KSC“ widmen und den Stand zu überblicken versuchen werden, zunächst noch ein Nachschlag zum vergangenen Samstag.</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong> Eine vorherige Kontaktaufnahme zu <a style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #aaa; font-size:10px; letter-spacing:0.2em; margin:0 3px; font-weight:normal;" href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-15/" alt="Hans-Jürgen Boysen" title=" » Auf, Ihr Helden! N°15 \ die Meistersaison ’/84 Teil 2 ">Hans-Jürgen Boysen</a> um mit ihm über das anstehende Spiel beim KSC zu sprechen, war zuvor leider gescheitert. </strong> Denn offenbar ist es der FSV Frankfurt gewohnt, dass Journalisten ihre Fragen einreichen, diese vom Verein gesammelt und anschließend in einem Rutsch von Pressesprecher und Trainer abgehandelt werden &#8230;<span id="more-6438"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Der jeweilige Journalist bekommt dann am Ende die druckfertigen Antworten zugeschickt. Diese Handhabung ist ungewöhnlich, da sie zwar vielleicht den bequemen Schreiberling, aber weder den Klub noch die Leser zufrieden stellen kann. Denn wenn der FSV selbst der Presse derart gleichgültig ist, dass sich Journalisten die direkte Beschäftigung mit dessen Protagonisten ersparen, dann dürfte diese Belanglosigkeit gerade vom lesenden Fußballinteressierten genau so verstanden werden. Heraus kommt eine Situation, die einem kleinen und um Profil und Akzeptanz kämpfenden Verein wie dem FSV eigentlich nicht gerecht werden kann.
</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Wir hatten erst recht spät angefragt, und wäre über den Mailverkehr nun die Zeit nicht schon recht knapp geworden, so hätten wir das persönliche Gespräch mit Boysen natürlich dennoch führen können, wie uns Pressesprecher Matthias Gast bestätigte. Nun denn, also schnappten wir uns Boysen und seinen Co-Trainer <a style="color:black; font-family:monaco, lucida console; border-top:1px solid #aaa; font-size:10px; letter-spacing:0.2em; margin:0 3px;" href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-13/" alt="Gerd Kleppinger" title=" » Auf, Ihr Helden! N°13 \ die Meistersaison 1983/’ Teil 1 ">Gerd Kleppinger</a> eben nach dem Spiel beim KSC. Ihre Stimmung war erwartungsgemäß blendend, wie auch Boysens letzte Worten am Ende seines Statements auf der Pressekonferenz zu entnehmen war: „Ich habe mich im Wildpark einmal mehr sehr wohlgefühlt!“ </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Herr Boysen, nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Sieg und zur Verpflichtung von Macauley Chrisantus! Welche seiner Fähigkeiten haben Sie derart überzeugt, dass Sie hn zum FSV holten?</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Hans-Jürgen Boysen: </span>Ich habe in der vergangenen Saison sehr viele Spiele des KSC gesehen und Chrisantus daher auch sehr gut gekannt. Mir gefallen seine Geschwindigkeit und die für sein junges Alter ausgeprägte Fähigkeit, den Ball sichern zu können. Hinzu kam aber natürlich auch seine gute Trefferquote in Bezug auf seine Einsatzzeiten sowie die Tatsache, dass er deutsch spricht. Für uns war entscheidend, dass er auf den Markt kam. Es war zwar bedauerlich, dass er aufgrund seiner Malaria-Erkrankung zunächst ausfiel, aber nach und nach werden wir sicherlich viel Freude an ihm haben.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Sie haben gesagt, dass sie viele KSC-Spiele gesehen haben. Ihnen wird nicht entgangen sein, dass er beim KSC-Publikum einen schweren Stand hatte.
</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Boysen: </span> Für einen jungen Spieler ist es schwierig, mit solch einer Situation umzugehen. Und bei uns hat er den Vorteil, dass nicht so viele Zuschauer kommen <em>(lacht)</em>. Aber man muss ganz klar feststellen, dass unsere Fans sehr geduldig sind und hinter der Mannschaft stehen. So etwas hilft jungen Spielern. Diese brauchen Geduld und Zeit, die wir ihnen auch gerne einräumen.
 </p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Der FSV wird aus der Distanz kaum wahrgenommen. Erklären Sie uns doch bitte kurz „Ihren“ FSV, für was steht der Verein?</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Boysen: </span>Bis vor kurzem für Ruhe und Geduld. Es ist ein familiärer Klub, der durch die rund dreißig Jahre in der Unterklassigkeit leider etwas Fan-Kultur verloren hat. Das möchten wir Stück für Stück wieder aufbauen. Mit unserem „großen Bruder“ können wir zwar nicht konkurrieren, aber mit Fleiß und Akribie versuchen, uns zu behaupten und zu entwickeln.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Wissen Sie eigentlich, wie viele Spieler Sie beim FSV Frankfurt schon auf dem Trainingsplatz hatten?</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Boysen: </span><em>(Lacht)</em> Es sollen um die siebzig sein, aber ich weiß es nicht genau. Die große Zahl hängt damit zusammen, dass wir nur ein bescheidenes  Budget haben. Darüber beklagen wir uns nicht, aber man muss es feststellen. Und wenn für Spieler wirtschaftlich bessere Angebote oder Chancen, ein Klasse höher zu spielen, kommen, dann müssen wir sie eben ziehen lassen. Diese Fluktuation ist keine grundsätzliche Philosophie, sondern  eher der Not geschuldet, dass wir jedes Jahr statt vier bis sechs immer 14 oder 16 Veränderungen im Kader haben. In so fern trifft mein Job des Fußballlehrers den Nagel auf den Kopf &#8211; ich betreue jedes Jahr eine neue Klasse!
</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px; font-weight:bold;">Noch eine Frage – auch der KSC hat einen großen Umbruch hinter sich. Was trauen Sie der Mannschaft in dieser Saison zu?
</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"><span style="font-size:11px; font-family:courier; letter-spacing:0.2em; color:gray;">Boysen: </span>Es wird nicht für ganz vorne reichen. Zumal Vereine mit mehr Budget und Qualität wie der MSV Duisburg noch oben reinstoßen werden. Aber einen einstelligen Tabellenplatz kann ich mir sehr gut vorstellen, hierfür drücke ich ihm auch die Daumen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tue Gutes und sprich nicht darüber</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 05:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschienen in der RHEINPFALZ am 11. August 2011 \ Es sollte ein Beitrag über die gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten des KSC werden. Denn der Verein und seine Spieler engagieren sich seit vielen Jahren freiwillig auch außerhalb des Stadions für die Menschen in dieser Region. Doch am Ende konnten doch nur der 1.FCK und die TSG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Erschienen in der RHEINPFALZ am 11. August 2011</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Es sollte ein Beitrag über die gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten des KSC werden.</strong> Denn der Verein und seine Spieler engagieren sich seit vielen Jahren freiwillig auch außerhalb des Stadions für die Menschen in dieser Region. Doch am Ende konnten doch nur der 1.FCK und die TSG Hoffenheim gelobt werden &#8230; <span id="more-6092"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Seit dem vergangenen Wochenende blickt das ganze Land wieder auf den Erlebnispark Bundesliga: Stadien, Stimmung, Tore – Der Fußball ist längst der Deutschen liebstes Kind und somit auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden. Doch bei aller Rasanz der Ereignisse sind die Profi-Vereine darauf bedacht, die Aufmerksamkeit nicht nur auf den sportlichen Erfolg zu richten, sondern in vielfältiger Weise auch ihrer sozialen Bedeutung in der Region gerecht zu werden. Neben der Jugendarbeit gewinnen daher gerade auch Benefiz-und Hilfsaktionen zunehmend an Bedeutung.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
„Es ist immer schön, wenn wir helfen können“, legt Christian Gruber, der Pressesprecher des 1.FC Kaiserslautern, Wert darauf, dass der FCK seine karitativen Aktivitäten nicht als Belastung empfindet. Im Gegenteil – gerade Kinder zeigten für kleine Gesten große Dankbarkeit – „wir können Träume erfüllen, die ein Kind sein Leben lang nicht vergisst“. Der FCK unterstützt Organisationen wie „sternschnuppe.de“, „Initiative Wunschtraum“, aber auch zahlreiche Förder-, Behinderten- und Jugendeinrichtungen, die Tschernobyl- und Japanhilfe und vieles mehr. Die Spieler engagieren sich hierbei gerne, so sei zum Beispiel Abwehrspieler Martin Amedick für das Projekt „Mama/Papa hat Krebs“ der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz „mit ganzem Herzen“ und aus Eigeninitiative aktiv geworden. Der Verein beantwortet jede Anfrage und bemüht sich grundsätzlich, Unterstützungsmöglichkeiten zu finden. Manchmal würde aber auch versucht, dieses Engagement auszunutzen. „Es kommt vor, dass gespendete Dinge nicht ihrem gedachten Zweck zugeführt werden, sondern versucht wird, mit diesen Geld zu verdienen“, bedauert Gruber.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Letztlich seien die einzelnen Aktionen des FCK  derart vielfältig und unüberschaubar geworden, dass der Verein diese künftig in der Aktion „Betze-Engel“ bündeln wird. Hierbei werden sechs ausgewählte soziale Institutionen nachhaltig unterstützt werden.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Beim Ligarivalen 1899 Hoffenheim hat eine solche Konzentration bereits stattgefunden und unterstützen die Kraichgauer im besonderen regionale Wohltätigkeitsaktionen. Besonders um integrative Projekte für Behinderte wird sich hierbei in Zusammenarbeit mit Fanklubs gekümmert. Erst im Mai diesen Jahres veranstaltete die TSG im heimischen Trainingszentrum einen „Handicap Day“, zu dem 15 behinderte Menschen mit den Hoffenheimer Profis trainieren durften. Ebenso besteht natürlich eine enge Zusammenarbeit mit der Dietmar-Hopp-Stiftung, deren Schwerpunkt in der Rhein-Neckar-Region und hier in den Feldern Sport, Medizin, Soziales und Bildung liegt.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">
Und auch der Karlsruher SC „unterstützt seit jeher eine Vielzahl von Benefiz-Aktionen in verschiedensten Bereichen, teils eigeninitiativ, teils auf Anfrage“, wie der Verein schriftlich mitteilte. Mehr Informationen erteile der Klub jedoch nicht, da dies „wenig Sinn“ mache und „der Verein wie gewohnt nichts zu Zahlen, Größenordnungen oder ähnlichem sagen wird“. Der altehrwürdige Traditionsverein aus Baden fügt dem Bundesligabetrieb somit eine wirklich innovative Facette hinzu – tue Gutes und sprich nicht darüber.</p>
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		<title>Wie auf einem Ausflug in den Bienwald</title>
		<link>http://www.heldenmagazin.com/2011/08/05/wie-auf-einem-ausflug-in-den-bienwald/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 06:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Dreisigacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag kam es nach dem DFB-Pokalspiel des BFC Dynamo gegen den 1.FC Kaiserslautern zu wüsten Verfolgungsjagden. Hierzu ein paar Gedanken von einem, der im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei war. \ Während nun das sportliche Resultat bereits in den Tiefen der Statistik verschwunden ist, beschäftigt sich die Öffentlichkeit noch immer mit den Ausschreitungen nach Spielende, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="color: gray; font-family: courier; font-weight: normal; font-size: 13px; letter-spacing:0.1em; text-align:left;">Am vergangenen Samstag kam es nach dem DFB-Pokalspiel des BFC Dynamo gegen den 1.FC Kaiserslautern zu wüsten Verfolgungsjagden. Hierzu ein paar Gedanken von einem, der im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei war.</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Während nun das sportliche Resultat bereits in den Tiefen der Statistik verschwunden ist, beschäftigt sich die Öffentlichkeit noch immer mit den Ausschreitungen nach Spielende, als aufgrund der teilweise massiven Fehler von Polizei und Ordnungsdienst ein enthemmter Mob den Gästebereich stürmte.</strong> Verletzte Ordnungskräfte und FCK-Fans sowie zahlreiche Festnahmen waren die Folge &#8230; <span id="more-5627"></span></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;"> Hierbei steht außer Frage, dass solche Gewaltexzesse in keinem gesellschaftlichen Lebensbereich zu akzeptieren und zu entschuldigen sind, auch nicht bei einem Fußballspiel.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Ein Klassentreffen</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Und dennoch – jedem Stadionbesucher und Vereinsoffiziellen beider Klubs hätte an jenem Tag auffallen können, dass sich vor und im Stadion nicht das heute von den obersten Ligen gewohnte Publikum eingefunden hatte, sondern vielfach all jene Hooligans, die für den BFC seit der Wiedervereinigung den kahlen Kopf und die harte Faust hingehalten haben und es noch heute tun &#8211; ein Klassentreffen der besonderen Art stand bevor. Eine wenig überraschende Feststellung für jeden, der auch nur halbwegs über die Sozialisation des Vereins und seines Anhangs informiert ist. Daher stellen sich mir auch Tage danach noch Fragen, die über eine schlichte Fokussierung der Exzesse hinausreichen.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Früher</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Als ich früher – also von den späten 70er bis etwa Mitte der 80er Jahre, ich bin Jahrgang ’68 – meinen Großvater zu Auswärtsfahrten begleiten durfte, so war es selbstverständlich, dass Schal und Fahne zu Hause blieben. Zudem positionierten wir uns grundsätzlich abseits der Fanblöcke im neutralen Bereich der Fußballplätze mit solch klangvollen Namen wie Betzenberg, Böllenfalltor, Waldstadion oder Ludwigspark. Zudem wurde bereits wenige Minuten vor dem Abpfiff der Weg zum Bahnhof angetreten, um dem Abmarsch der Massen und möglichen Schlägereien zu entgehen. Natürlich war dieser Usus selbst für die damaligen Hochzeiten der Fankrawalle übervorsichtig und je nach Spielstand auch sehr ärgerlich. Doch so waren die Zeiten, und immerhin kamen wir stets wieder gesund nach Hause, was damals nicht selbstverständlich war. In der Regel prügeln sich Gewaltbereite heute untereinander, während seinerzeit zwischen Gleichgesinnten und „normalen“ Zuschauern weitaus weniger differenziert wurde. Schnell war der Schal weg und hatte man eine „gebatscht“ bekommen.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Die Althauer freuten sich</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">An all das erinnerte ich mich bereits vor dem Spiel mit immer größerem Unbehagen. Vor dem Jahn-Sportpark musste man von der U-Bahn-Station Eberswalder Straße kommend eine Menschenmenge Hunderter BFC-Fans passieren, die sich saufend und Kanonenschläge schmeißend auf die neunzig Minuten plus Verlängerung einzustimmen begannen. Es war unübersehbar, dass sich die zahllosen Althauer auf das Kommende freuten. Hätte man die Haare all jener Gestalten zusammen gelegt, so wäre man allenfalls auf die Hälfte meiner Haarlänge gekommen. Auf der anderen Seite sah man die Gäste aus der Pfalz, die sich so ungezwungen verhielten, als wären sie bei einem x-beliebigen Bundesligaspiel. Aber – ein Auswärtsspiel im Osten Berlins hat nichts mit dem Wohlfühlklima in einer modernen Arena zu tun. Diese <em>(Fußball-)</em> Welt mag anderenorts in den vergangenen Jahren, als dieser Sport erfolgreich zu einem hochkommerzialisierten Event gemacht wurde, zwar Gott sei Dank verschwunden sein. Doch dass es sie noch gibt, das hätte man wissen und sich entsprechend darauf einstellen können. </p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Nichts und niemand</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">So aber kam es, wie es kommen musste: Viele FCK-Fans waren mit ihren Frauen und Kindern im Stadion, die Kleinen noch dazu in voller Vereinsmontur; niemand auf Seiten von BFC und FCK reagierte auf die während des Spielverlaufs zunehmend feindseliger werdende Atmosphäre und wirkte darauf hin, dass an den neuralgischen Punkten zeitig ausreichend Ordner und Polizei positioniert werden; ebenso nahm niemand dezenten Einfluss auf die Stimmungsmacher im Gästeblock, provokative Gesänge zu unterlassen und dafür zu sorgen, dass das Stadion umgehend nach Spielende verlassen wird. Und schließlich verzichteten die Lauterer Fans – und es waren nicht nur die Ultras! – auch nicht auf ihr gewohntes Ritual, dem unterlegenen Gegner am Ende mit dem Schwenken weißer Taschentücher „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Gewiss eine mutige, aber angesichst der Situation im Jahnstadion eben auch unvernünftige Aktion.</p>
<h2 style="font-weight: normal; font-family: courier; font-size: 13px; letter-spacing: 0.2em; margin-top: 20px; color: gray; padding-left: 10px;">Leichtsinn und Naivität</h2>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; text-indent:35px;">Es steht außer Frage, dass solche Verhaltensmuster bei einem Fußballspiel stets möglich sein sollten, ohne dass man Gefahr laufen darf, körperlich attackiert zu werden. Doch dieser Ort und dieses Spiel waren nicht normal. Und kein Lauterer war gegen seinen Willen mit Kind und Kegel und völlig überraschend dorthin gebeamt worden. Es war eher eine selten gesehene Mischung aus Leichtsinn, Naivität und Unvermögen, die der Randale vorausging und diese zwar nicht auslöste, doch ihr zumindest den letzten Funken gab. Wahrscheinlich sind viele Fußballfans von der Glitzerwelt der DFL heute so geblendet, dass sie zu einem Ausflug in den Bienwald besser informiert aufbrechen als zu einer Auswärtsfahrt in eine fremde Stadt und ein fremdes Stadion. Meinem Großvater wäre das nicht passiert.</p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; margin-top:30px;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Mehr zum Thema BFC Dynamo erfahren Sie im Zusammenhang mit Burkhard Reich sowie den KSC-Allstars in den Printausgaben von: <br /><a style="background-color: #0058a8; color:white; font-family: courier; letter-spacing:0.2em; font-size:12px; padding:0 3px; margin:0 3px; font-weight:normal;"  href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-3/" title="Burkhard Reich \ Von Ost nach West">Auf, Ihr Helden! N°3</a> und <a style="background-color: #8da7f2; color:#00082d; font-family: courier; letter-spacing:0.2em; font-size:12px; padding:0 3px; margin:0 3px; font-weight:normal" href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-10/"  title="Die KSC-Allstars spielen beim BFC Dynamo">Auf, Ihr Helden N°10</a></strong></p>
<p style="line-height:1.5em; text-align:left; margin-top:15px;"><span style="color:gray; font-size:17px;">\ </span><strong>Mehr zum Thema 1.FC Kaiserslautern erfahren Sie im Zusammenhang mit Gerd Bold in der Printausgabe von: <a style="background-color: #303f52; color:#eff0c4; font-family: courier; letter-spacing:0.2em; font-size:12px; padding:0 3px; font-weight:normal; margin:0 3px;" href="http://www.heldenmagazin.com/alte-hefte/auf-ihr-helden-nr-11/"  title="Gerd Bold \ der Tugendbold">Auf, Ihr Helden! N°11</a></strong></p>
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