Die Gründung der 2. Bundesliga Nord und Süd

43 Vereine stiegen ab!

Am 30. Juni 1973 wurde ein zehn Jahre währender Kampf beendet. Der Bundestag des DFB in Frankfurt beschloß die Einführung einer zweigeteilten 2. Bundesliga (Nord und Süd), die endlich für die Bundesliga ein sinnvoller Unterbau sein sollte. Zuvor bildeten fünf Regionalligen (Süd, Südwest, West Nord und Berlin) die bundesdeutsche Zweitklassigkeit. Die beiden jeweils Erstplazierten spielten seit Einführung der Bundesliga 1963 in zwei Gruppen zwei Bundesligaaufsteiger aus. Der KSC selbst war seit seinem Bundesliga-Abstieg 1968 in vier Aufstiegsrunden (1969, 1970, 1971 und 1973) gescheitert.
Nach einem aufwendigen Punktsystem sollten sich die Vereine für die neuen Spielklassen qualifizieren können. Maßgeblich waren nicht nur die Plazierungen der vorangegangen fünf Spielzeiten, sondern auch wirtschaftliche und strukturelle Voraussetzungen.

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Immerhin gewann die 2. Liga allerdings auch an Attraktivität. Nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Trainern. Der einstige Meistertrainer der Braunschweiger Eintracht, Helmut Johannsen, heuerte bei Röchling Völklingen an. Hans Tilkowski trainierte den 1.FC Nürnberg, Max Merkel 1860 München, Fiffi Kronsbein Hannover 96, Adi Preissler RW Oberhausen und Otto Knefler Borussia Dortmund, den ersten deutschen Europapokalsieger überhaupt (19966 gegen den FC Liverpool). Zur erwarteten Fusionswelle kam es hingegen zunächst nicht. Gerade für so manche Berliner Vereine, aber auch Mannheim oder Gütersloh war dies eigentlich erwartet worden.

Zu den Stars der neuen Liga zählten Helmut Haller beim FC Augsburg, Lothar Emmerich bei Schweinfurth 05, Hans Walitza beim Club, Wolfgang „Bobby“ Breuer in Bayreuth  oder auch Klaus-Dieter Sieloff bei Alemannia Aachen. Ebenso blieben zwei Stars der Weltmeisterschaft im Land. Der Argentinier Carlos Babington bei Wattenscheid und HaitisTorhüter Henri Francillion bei 1860 München. Francilion wurde dort jedoch nicht glücklich. Merkel zog Norbert Hartmann vor und belegte den Nationaltorwart auch noch mit Spott: „Schaun’s, i hab einen Dänen als Libero – der redt blos dänisch. Und der Francilion, der kann nur französich. Bis sich die zwei verständigt ham, is des Gspusi aus…“.

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