Denkmalsturtz \ Emanuel Günther

\ In seiner letzten Saison für den KSC erreichte Emanuel Günther (* 13.11.1954) den dritten Aufstieg. Was ein versöhnlicher und gelungener Ausklang seiner großen Karriere hätte werden können, endete aufgrund seines Zerwürfnisses mit Trainer Winfried Schäfer allerdings etwas bitter.

(…)
Herr Günther, gegen Ende der Saison 1985/86 wurde Lothar Buchmann übergangsweise von Rainer Ulrich abgelöst. Hätten Sie ihm als Spieler dauerhaft den Trainerposten zugetraut?
Emanuel Günther : Nein, damals hatte er noch nicht die Erfahrung, obwohl er mit der von Lothar Buchmann so zusammengestellten, eingespielten und fertigen Mannschaft ebenso Erfolg gehabt hätte wie Winfried Schäfer. Ganz wichtig war hierbei auch, daß Lothar Buchmann ein Jahr zuvor die Verpflichtung Srecko Bogdans durchgesetzt hatte. Sicher, Spieler wie Stephan Groß und Uwe Dittus waren zunächst einmal natürlich schwer zu ersetzen, wie man in der Vorrunde dann auch gesehen hat, als wir uns aus dem Tabellen-Mittelfeld nicht lösen konnten. Erst zur Rückrunde hatten wir uns dann gefunden und eine Riesenserie hingelegt.

Gegen Ende der Hinrunde verloren Sie sogar mit 0:8 bei Hannover 96 …
Emanuel Günther : Tja, gut, so Spiele hat man immer mal wieder, 1976 hatte der KSC auch einmal zuhause 0:7 gegen Schalke verloren. Lieber einmal so eine Abfuhr bekommen, als achtmal 0:1 zu verlieren. Das hat die Mannschaft vielleicht auch ein bißchen zusammengeschweißt.

Hatten Sie Michael Harforth diese Leistungssteigerung zum zentralen Mann des KSC-Spiels eigentlich noch einmal zugetraut? Sie kamen ja beide 1977 zum KSC, er aus der A-Jugend, Sie von Wormatia Worms und kannten sich daher auch bereits sehr lange.
Emanuel Günther : Der Micha war ein Bruder Leichtfuß, ganz klar. Er war jung, der Erfolg fiel ihm zu und er brauchte seine Zeit, um sich zu etablieren und seine Stärken über einen längeren Zeitraum konstant einzubringen. Bei ihm war es immer eine reine Einstellungssache.

Sie kamen mit Winfried Schäfer nicht so gut zurecht …
Emanuel Günther : Er nicht mit mir! Überhaupt hatte Winfried Schäfer das große Glück, von Lothar Buchmann eine gut zusammengestellte Mannschaft übernehmen zu können. Darauf konnte er aufbauen. Oliver Kreuzer, Michael Harforth, Rainer Schütterle, Wolfgang Trapp, Günter Franusch, Srecko Bogdan, Lars Schmidt  – das war das Gerüst Buchmanns. Schäfer konnte am Anfang doch keine drei Sätze vor der Mannschaft sagen, ohne rot zu werden und zu stottern. Calli Rühl hat für ihn die Mannschaftsbesprechung machen müssen. Der Carl-Heinz Rühl hat alles für den gemacht – diese Glücksritter…
(…)

\ Das ausführliche Interview mit Emanuel Günther finden Sie
in der Print-Ausgabe von
Auf, Ihr Helden! N°2

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