Wir sind dumm ausgeschieden \ Rolf Schafstall

\ Der damalige Trainer von Rot-Weiss Essen, Rolf Schafstall, ärgert sich noch heute über das damalige Scheitern. Seinen Traum von der Bundesliga erfüllte er sich bei Bayer 05 Uerdingen, Schalke 04 und im besonderen beim VfL Bochum dennoch.

Herr Schafstall, Willi Lippens hatte nach dem katastrophalen Hinspiel im Wildparkstadion noch mächtig Stimmung gemacht und die Aufstiegsentscheidung noch nicht verlorengegeben. War das in Ihrem Sinne?
Rolf Schafstall: Ja, die Aussage war Ordnung. Dem habe ich ja auch gesagt, „Hömal, sieh zu, daß Du denen schon mal beibringst, was sie an der Hafenstraße erwartet!“. Und der Willi hat im aktuellen Sportstudio natürlich alles gegeben und die doch ziemlich eingeschüchtert. Und das spiegelte auch wirklich meine Überzeugung wieder: Wenn die eine Woche später kommen, dann ist in Essen der Teufel los!
Wir sind zwar damals mit 5:1 in Karlsruhe untergegangen, aber das Ergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wieder. Ich war im allgemeinen davon überzeugt, daß wir das an der Hafenstraße noch einmal drehen können – wenn wir das Glück haben und von Anfang an Druck machen. Und das ist uns ja dann auch fast gelungen.
Die Athmosphäre an der Hafenstraße war natürlich eine besondere, die Leute waren ganz wild über die Mannschaft und den Fußball, den sie gespielt hat, begeistert und angetan. Von daher wußte ich also, wenn die Karlsruher hierher kommen, dann flattern denen erstmal die Hosen – und so war es denn auch. So ist der KSC in Essen nämlich auch aufgetreten: Trotz des 5:1 hatten sie sehr viel Bammel.

War für Sie als ehemaliger KSC-Trainer das Wissen um den Charakter der Mannschaft ein Vorteil?
Rolf Schafstall: Nein, eigentlich gar nicht. Ich habe mich damals nur nach der Einschätzung meiner Mannschaft gerichtet – und wir hatten eine ordentliche, eine sehr gute Mannschaft gehabt in Essen, die eine sehr gute Runde gespielt hatte! Das Gefüge war mit guten erfahrenen sowie jüngeren Spielern ausgezeichnet. Mit Willi Lippens als Führungspersönlichkeit, oder auch Frank Mill und viele andere mehr wie Matthias Herget oder Dietmar Klinger. Das Führungsgerippe der Mannschaft bestand aus diesen wichtigen Spielern.
Ich muß sagen, wir sind in diesem Wettbewerb um den Bundesligaaufstieg eigentlich dumm ausgeschieden, da wir in Karslruhe nicht selbst für ein gutes Ergebnis gesorgt haben

(…)

\ Das ausführliche Interview mit dem einstigen Rot-Weiss Essen-Trainer Rolf Schafstall finden Sie in der Print-Ausgabe von Auf, Ihr Helden! N°1

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