Auf, Ihr Helden! N°1

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

ksc karlsruher sc emanuel günther rot-weiss essen aufstiegsspiele rolf dohmen uwe dittus willy lippens manfred krafft rolf schafstall urban klausmann dirk helmig

\ In wenigen Wochen wird es 25 Jahre her sein, daß der Karlsruher SC und RW Essen in zwei hochklassigen Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die erste Bundesliga kämpften. Für RW Essen war das Scheitern der Beginn einer dramatischen Talfahrt, von der sich der Verein sportlich bis heute nicht erholt hat. Beim Karlsruher SC hingegen werden die Erinnerungen zu sehr von den außergewöhnlichen, zugegebne sehr erfolgreichen Jahren der Ära Schäfer überlagert. Doch der KSC begann nicht erst seit 1986 mit dem Amtsantritt Winfried Schäfers zu begeistern. Ebensowenig schuf dieser die Erfolge aus dem Nichts.

Trotz der tragischen Niederlage im Aufstiegsduell sind die Spiele von 1980 ein fester Bestandteil in der Erinnerung dieses großen Vereins Rot-Weiss Essen. Nur aus der Leidenschaft vergangener Tage sind Treue und Leidenschaft um diesen Club noch heute zu erklären.

Leider war es nicht möglich, von den damaligen Spielen Farbfotos zu finden oder von mir bekannten Farbabzügen die Namen der heutigen Rechteinhaber zu recherchieren. Vor 25 Jahren benötigten die Tageszeitungen nun einmal ausschließlich zweifarbige Aufnahmen von Spielen und waren farbige Bilder zweitklassiger Mannschaften, mangels Interesse der Agenturen, für Pressefotografen nicht attraktiv genug. Ebenso fand sich für keines der beiden Spiele ein Mannschaftsfoto von Rot-Weiss Essen. Dennoch hoffe ich, daß Dramatik und Dichte der Aufstiegsspiele in diesem Heft anschaulich und Erinnerungen wieder lebendig werden.

Noch ein Hinweis für die Leser außerhalb des Raumes Karlsruhe. Das Kürzel BNN steht für die Karlsruher Lokalzeitung Badische Neueste Nachrichten.

Der Herausgeber

Aus dem Inhalt:

  • Roland Schmider  – Ein Scheitern wäre eine Katastrophe gewesen
  • KSC-Fans in Essen – Hier kommen wir nicht mehr lebend raus
  • Manfred Krafft – Trainer, machen Sie das!
  • Willi Lippens – Lippens’ Bekenntnisse
  • Karl-Heinz Meininger  – Schwierigkeiten gab es nur mit der Sprache
  • Das Hinspiel
  • Das Rückspiel
  • Emanuel Günther – Ema, Ema, Emanuel!
  • Rolf Dohmen – Ich hatte ein Gewinde im Hals
  • Urban Klausmann  – Es ging 90 Minuten rauf und runter
  • Uwe Dittus  – Das lustigste Tor meines Lebens
  • Dirk Helmig  – Der Balljunge
  • Rolf Schafstall – Wir sind dumm ausgeschieden
  • Zusätzlich Saisonrückblick 2. Liga Nord und Süd, Ausblick RWE und KSC
  • … und wie immer vieles mehr …

Heft N°1 erschien im April 2005

\ Die Print-Ausgabe von Auf, Ihr Helden! N°1 können Sie ganz einfach hier bestellen

3 Antworten zu “Auf, Ihr Helden! N°1”
  1. lebender Inventar des Wildparks sagt:

    Ich kann mich noch genau an das Hinspiel erinnern: 5 KSC-Tore, wir standen in Block L und sangen die ganze Zeit “Sch… Rot-Weiß Essen!” auf die Melodie eines damals bekannten Schlagers mit spanischem Text, zu dem eine gewisse Manuela das deutsche Pendant veröffentlicht hatte. Meine jüngeren Brüder waren erst ein paar Mal dabei, aber nun stand auch für sie fest: das ist der KSC – da gehören wir hin. Noch heute besucht der ältere von beiden regelmäßig die Heimspiele des KSC, inzwischen nimmt er seinen Sohn und seinen Neffen regelmäßig mit.

    Das Rückspiel erlebte ich am Radio und konnte nicht fassen, wie RWE den KSC noch einmal so in Bedrängnis bringen konnte. Nachdem Schlußpfiff jedoch fühlte ich mich nicht nur befreit, sondern auch um ein paar Zentimeter größer.

    Das eingangs zitierte Lied wandten wir in der darauffolgenden Saison natürlich sofort bei unseren Stuttgarter “Freunden” an: “Sch… sch… Schwaben!”

  2. Dieter Abel sagt:

    Ich war damals bei beiden Spielen dabei. Das Hinspiel im Wildpark war einfach sensationell. Die schnellen Spieler Bold und Wiesner haben die Rot-Weissen formlich durcheinandergewirbelt.
    Ich stand damals mit meinem Kumpel Hans unter der alten Holztribüne, mit klingt heute noch das fußtrampeln der begeisterten KSC-Fans in den Ohren.

    Beim Rückspiel in Essen wirbelte ein ganz anderer: Willi Lippens!
    Von der ersten Minute an trieb er seine Mitspieler an und es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, nämlich das des KSC! Erst als Uwe Dittus den Anschlußtreffer zum 1:3 markierte kehrte etwas Ruhe ein. Es war “furchtbar” spannend.

    Ich bin ein KSC-Fan aus der Eifel und wohne genau 300 km vom Wildpark entfernt.
    Heute besuche ich den Wildpark 3-4 Mal jährlich mit meinem 12-jährigen Sohn.
    Wir stehen dann mit unserem Wohnmobil direkt an der Haupttribüne. Es ist immer noch schön!

    Alte Liebe rostet nicht!!!

  3. Joachim Over-Fischer sagt:

    Ich erinere mich als sei es gestern gewesen..Wir fuhren mit 10 Bussen gleichzeitig in Essen ab und waren gegen 10 Uhr bei euch in Karlsruhe.
    Klar das 5:1 war natürlich ein Schock aber durchaus dem Hinspielverlauf völlig ok.
    Auf so eine Aufholljagt hofften wir alle in Essen als es dann begann in der ersten Minute da kochte das alte jetzt nicht gebende Georg-Melches Stadion.
    Man ich bekomme beim schreiben voll die Gänsehaut,das war einfach irre nicht in Worte zu fassen.
    Wir sangen hüpften ,klaschten was wir geben konnten.Ich war von Kopf bis Fuss(bin 2 Meter groß)klischnass geschwißt.Als dann das 3:1 gefallen ist war klar es ist aus und das tat verdammt weh.
    Es dauerte lang bis nicht nur ich das verdaute.
    Darf ich euch nachträglich weil ich damals nicht richtig fair Gratulieren konnte es jetzt nachholen?
    In der nachfolge Zeit habe den KSC dann öfters gesehen sei es mal in Essen oder auch bei anderen Spielen und dachte mir wäre RWE auch so durch die Decke gegangen wie derKSC danach.
    Es bleibt eun unglaubliches Fussballspiel(sorry 2 Spiele)an denn ich manchmal zurückdenke.
    PS:N Burghausen traf ich ein paar KSC-Fans und die waren so nett so ndas wir viel Spaß hattten andem Tag ,danke für dieses treffen war einfach echt cool.
    Joachim

  4.  
Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu hinterlassen. Anmelden »