Wildparkstadion, Hardtwald, Karlsruhe, Adenauerring, KSC, Karlsruher SC

Ein kleiner Seitenblick ins Mutterland des Fußballs

\ Nun mag zwar seit Einführung der Premier League in England viel zu viel nur auf die Profitmaximierung ausgerichtet sein. Doch ab und an horcht der Kontinentalfußballfreund eben doch noch auf. So wie gestern, als die hiesigen Redaktionen eine Agenturflaschenpost von der Insel erreichte. …

Der FC Liverpool, so hieß es darin, »wird seine Heimspiele auch künftig im traditionsreichen Stadion an der Anfield Road austragen und dies ausbauen. (…). Zunächst hatte es Pläne gegeben, ein neues Stadion im naheliegenden Stanley Park zu errichten.« Als Begründung fügte Liverpools Sportdirektor Ian Ayre nicht nur zu hohe Kosten und eine zu erwartende Überdimensionierung hinzu, sondern das gefühlt wichtigste Motiv überhaupt: »I think this is the spiritual home of Liverpool Football Club«. Zu deutsch, die Anfield Road ist die spirituelle Heimat des Vereins.

Da dürfte nun heute manch Karlsruher vor seiner Zeitung sitzen und sich sagen, »große Worte, recht hat er, der Engländer!«. Sowie an vergangene und aktuelle Entscheidungsträger bei seinem KSC denken, die für dessen Spirit nachweislich kein Gefühl hatten und haben – und deren Horizonte vielmehr nur zu bleichen Betonplatten an der nächsten Autobahn reichen. Dabei, manchmal genügt es doch bereits, nur auf sein Herz hören, um doch felsenfest um sein Woher und Wohin zu wissen. Aber wo ein KSCler sein Herz hat, da sitzt bei anderen schon die Brieftasche. Kein Wunder also, daß dort nichts zu hören ist.

» wer das Wildparkstadion gerne mit nach Hause nehmen oder verschenken möchte, dem empfehlen wir unseren Bildband:

\ im Wildpark – bleibende Erinnerungen aus dem Karlsruher Fußballstadion

Eine Antwort zu “Der Liverpool FC hat den Spirit,
und der Karlsruher SC kein Herz”
  1. Rubinho sagt:

    Interessant ist das schon. Nur kann man den Wildpark in keinster Weise mit dem reinen Fußballstadion an der Anfield Road vergleichen. Ich mag den Wildpark zwar auch, aber die abgewrackte Schüssel ist in meinen Augen doch nur noch Mittel zum Zweck. Es ist schwer bei dieser Bauart eine richtige Atmosphäre reinzubekommen und ich wünsche mir für den KSC ein neues, reines Fußballstadion mit 20-30.000 Zuschauern. Vielleicht kommt dann die Leidenschaft der Fans auch mal wieder bei den Spielern an, wenn sie anstatt 30 m noch 3 m weit weg sind! Wenn diese Unschlüssigkeit nicht bald aufhört sehe ich uns schon für Heimspiele nach Hoffenheim fahren…

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