Am vergangenen Freitagabend spielten die Amateure des KSC bei denen des TSV 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße. Durch den späten Ausgleich von Tobias Stoll reichte es zwar zu einem Unentschieden, aber wie schon am vergangenen Dienstag nicht zum Sprung an die Tabellenspitze.

\ Wie bereits zum fuliminanten \ 5:2-Erfolg bei den Bayern-Amateuren im August war das Heldenmagazin wieder mit Cristian Pfefferle vor Ort. Hier seine Eindrücke!

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Giesinger Höhe Städtisches Stadion an der Grünwalderstraße Giesing TSV 1860 München KSC Amateure U23
Timo Kern, Alexander Schoch, Sebastian Rutz, Grünwalderstadion, KSC Amateure TSV 1860 München
Marius Willsch, Sebastian Rutz, Parker Walsch, Grünwalderstadion, KSC Amateure TSV 1860 München
Patrick Haag, Eisbachwelle, Dennis Malura, Grünwalderstadion, KSC Amateure TSV 1860 München
KSC-Trainerteam Markus Kauczinski, Marco Wildersinn, Grünwalderstadion, KSC Amateure U23
Patrick Dullek, Markus Kauczinski, Markus Schroth, Phillipp Steinhart, Alexander Schoch
Marius Willsch, Sebastian Rutz, KSC Amateure TSV 1860 München
Bobby Wood, Stefan Müller, KSC Amateure TSV 1860 München
Wassermassen, Grünwalderstadion KSC Amateure TSV 1860 München
KSC-Kapitän Ole Schröder, Gökhan Gümüssu, KSC Amateure TSV 1860 München
Tobias Stoll, KSC Amateure
Ole Schröder, KSC Amateure U23 TSV 1860 München
Jubelsturm Grünwalderstadion KSC Amateure TSV 1860 München
KSC-Fans, Haupttribüne Städtisches Stadion an der Grünwalderstaße
Gregor Krämer KSC-Betreuer
KSC-Keeper Mathias Moritz, Glanzparade
Tobias Keusch, Mathias Moritz, KSC Amateure U23
ZSKA München, KSC Amateure

Dreisigacker Am Freitag hast Du wieder ein Auswärtsspiel der KSC-Amateure an der Grünwalder Straße fotografiert, das Wetter war ja etwas frühwinterlich!

Pfefferle Es war kalt und hat vom Anpfiff weg in Strömen geregnet, gegen Ende hatte ich schmerzende rote Hände. Aber mir haben vor allem die Spieler leid getan, die mit den nasssen, kalten Trikos nach der wärmenden Halbzeitpause wieder raus in diesen fiesen Regen mussten. Die Schiris haben immerhin ihre Trikots gewechselt und dazu noch wärmende Funktionswäsche druntzergezogen. An solchen Tagen frage ich mich immer, warum die Sommerpause so lange ist.

Wie habe sich denn die Jungs gegen die Amateure von 1860 geschlagen?

Die Sechziger waren mit zwei Siegen binnen der letzten Woche sehr selbstbewußt – der erste Saisonsieg gegen die U23 des 1.FCN und vor allem den Derbysieg im Rücken – aber der KSC wirkte auf mich anfangs doch ein wenig dominanter und hat das Spiel gleich angenommen – Körpersprache, Zweikampfverhalten und das Zusammenspiel haben mir sehr gut gefallen. Wegen des Wetters konnte wahrscheinlich kein gescheites Spiel aufkommen und es blieb beim Kampf um die glitschige Kugel auf schmierigem Geläuf. Der KSC musste verstärkt dagegenhalten, weil 1860 ja auch gewinnen wollte und immer besser ins Spiel fand. Die Löwen sind dann gleich zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung gegangen, da musste der KSC noch mal ordentlich zulegen – was letztlich gelang.

Wie war der Zuschauerzuspruch?

Nun ja, im Vergleich zum Derby am Dienstag war nicht gerade viel Betrieb. Als ich ein halbe Stunde vor Spielbeginn ins Stadion kam, hätte ich noch durchzählen können. Es hat sich dann doch noch ein bisschen gefüllt, aber vom Gefühl her haben sich auf den beiden Tribünen vielleicht 250 Leute verteilt (offiziell waren es 480, d.Red.). Im Heimspiel gegen die U23 des 1.FC Nürnberg waren es noch weniger Zuschauer, weil die Clubberer gar keine Fans mitgebracht hatten.

Das war am Freitag wieder einmal anders – die Jungs und Mädels vom ZSKA waren doch bestimmt da.

Natürlich, Heimspiel! Diesmal allerdings wurden sie spontan verstärkt von einigen Schotten in voller Stammestracht, die auf der Fahrt zum EM-Qualifikationsspiel in Liechtenstein ein Zwischenhalt wegen des guten Bieres eingelegt hatten. Die haben dann mit schottischem Akzent in die KSC-Anfeuerungsrufe eingestimmt!

Nach dem Spiel hat sich die Mannschaft noch in der Stadiongaststätte „Zum 60er“ gemischt.

Es war toll und hat den Zusammenhalt von Fans und Mannschaft sehr gestärkt. Beide brauchen sich ja gegenseitig, und es hat richtig Spaß gemacht, im der urigen Atmosphäre unter der Haupttribüne das Spiel noch einmal unter Fachleuten zu analysieren.

Hat das gleich funktioniert, oder gab es Scheu und Anlaufschwierigkeiten?

Es waren auch ungefähr zwanzig Löwenfans samt ihrer Trommel im Raum. Die haben stimmlich alles gegeben, um einen DJ überflüssig zu machen. Das war gut laut. Da gab es anfänglich doch ein wenig Unbehagen. Das war schon schwierig und es haben sich einige der KSC-Spieler erst mal nicht so richtig wohl gefühlt, die haben sich regelrecht an die Wand gedrückt und geguckt. Doch die ZSKAler haben sie sich einfach geschnappt und mit ihnen gequatscht. Schnell haben sich nette Grüppchen gebildet, und zwischendurch sind immer mal wieder betrunkene Schotten durchgeschaukelt! Ein Abend ganz in Blau-Weiß.

Die Sechziger haben gefeiert?

Die waren immer noch von ihrem Derbysieg gegen den FC Bayern völlig euphorisiert. Das Derby ist für die Löwen das wichtigste Spiel überhaupt! Und viel zu oft haben es die Roten gewonnen; das trägt sie jetzt für einige Wochen wenn nicht Monate oder gar Jahre.

Bei dem Spiel warst Du doch auch – und, wie war es? Auf Youtube sind Videos zu sehen, auf beiden Seiten scheint ja ganz schön Alarm gemacht worden zu sein!

Formal war es ja ein Heimspiel für die Bayern, doch die Löwen fühlen sich nicht zu Unrecht dort zu Hause. Die Bayern haben ja schon zu Beginn der 70er Jahre Giesing den Rücken gekehrt. Und am Dienstag waren die Sechziger nicht nur in der Überzahl, sie waren auch akustisch präsenter. Der beidseitige Pyrozauber hat für eine begeisternde Atmosphäre gesorgt und das Stadion geradezu mystisch wirken lassen.

Aber die KSC-Fans waren trotz der nicht gelungenen Tabellenführung doch bestimmt auch recht happy, oder?

Die KSC-Amateure bereiten momentan ja generell viel Freude, da passt irgendwie alles zusammen: toller Teamgeist, beeindruckende und erfolgreiche Spielweise, coole Typen, allen voran der Kauczinski – nur eben zu wenig Zuschauer. Und Mannschaftsbetreuer Gregor Krämer hatte eine Kiste mit Trikots, Wimpeln und Postern mitgebracht, und das wurde dann unter den treuen Münchner KSC-Fans von der ZSKA verteilt! Da gab es strahlende Gesichter unter den Zugroasten und für den Heimweg noch was schickes Warmes zum drüberziehen.

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Eine Antwort zu “Für Liebhaber — KSC beißt die Löwen zurück”
  1. Andi sagt:

    Es war ein Schöner Abend und eine lange Nacht für manch einen ZSKAler mit den Schotten zusammen im Irish Pub. Il Love You Schottland. Thanks you Schottland

    Danke auch Hr.Pfefferle für den Bericht und Bilder.Es sind schöne Bilder geworden.
    Vllt könnte man den Bericht auch mal ins Stadionmagazin machen???

    Und danke an die 8 ZSKAler,an Alex du weisst schon wofür und an unseren Treuen Fan aus Siegen und an unseren Racing Strassburger und an die 4 Karlsruhe wo alle unsere II Mannschaft zahlreich für Amateur Verhältniss und Freitag Spiel unterstützt haben.

    War auch für mich ein schöner Tag mal wieder in München LEIDER zum letzten Mal da ja nächste Runde es ne eigene Bayern Liga gibt

  2.