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\ Spätestens am 12. Mai 2009, nach der unglaublichen 2:3-Heimniederlage gegen Hannover 96 am 32. Spieltag der Abstiegssaison aus der Bundesliga, wurde unüberhörbar deutlich, dass sich Godfried Aduobe einen ganz besonderen Platz im Herzen der KSC-Fans erkämpft hatte ——————————————– „Außer Godfried, könnt Ihr alle gehen“ schrie sich das tief enttäuschte Volk aus dem Leibe. Und Aduobe, dessen Verbleib im Wildparkstadion nicht sicher war, nahm sich trotz der sportlichen Depression die Zeit und dankte gerührt der Sympathien. …

Was einige seiner Mannschaftskameraden aus den vergangenen zwei Spielzeiten wohl ihr ganzes Leben nicht verstehen werden – dass Leidenschaft über so manche Unfertigkeit hinwegsehen hilft – hatte der Ghanaer schlicht verinnerlicht. Was mögen sich einige Mitspieler nach dem Abpfiff des Spiels gegen Union wohl gedacht haben, als Godfried Aduobe seine Ehrenrunde drehte und es nicht verwundert hätte, wenn sich selbst der Rasen zu Standing Ovations erhoben hätte?

Aber niemals geht man so ganz – und vor allem so schnell. Ehe Godfried Aduobe in den Sommerferien mit seiner Familie endgültig in seine Heimat Ghana zurückkehrt, folgt er am kommenden Samstag, den 28. Mai, noch einer Einladung des KSC-Fan-Clubs Blau-Weiss statt Braun und kommt zum Südstadtfestival. Ab 18.30 Uhr ist zunächst eine kleine Gesprächsrunde geplant, ehe Godfried Aduobe am BWsB-Stand für Smalltalk, Erinnerungsfotos und Autogramme (zum Beispiel auf der Heldenausgabe N°12) gerne zur Verfügung steht.

Übrigens: Das bunte und traditionsreiche Südstadtfestival steht seit jeher im Zeichen der für diesen Stadtteil so charakteristischen Interkulturalität und bietet ab 9.30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersklassen. Zudem ist es in seiner Authentizität eine absolute Bereicherung des ansonsten sehr kommerzialisierten Karlsruher Festkalenders. Und lohnt es sich also auch ohne Godfried, zwischen Wilhelm- und Marienstraße (in etwa Höhe der Haltestelle Augartenstraße) vorbeizuschauen! Die Südstadt – Heimat und Wohnort vieler KSCler wie der legendäre Horst Wild, Reinhold Wischnowsky, Martin Pillmann, die Brüder Horst und Manfred Hotz, Hans-Georg Lambert, Sebastian Fischer oder Markus Kauczinski, seit jeher – und der BWsB würden sich über zahlreiche Besucher sehr freuen.

Ihre Redaktion

Text: M.Dreisigacker \ Foto: C.Pfefferle

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