Archiv für Februar 2010

Liebe Leser,

\ am kommenden Sonntag, den 28. Februar, erscheint die neue Ausgabe von AUF, IHR HELDEN! Wir garantieren rauschhafte Zustände und viel Spaß, sodaß die Auswirkungen der Prohibition auf dem Stadiongelände mit dem Kauf eines Heftes erheblich gemindert werden können. Und zudem landen die HELDEN! beim nächsten Austreten nicht an einem Baum, im Pissoir – oder am Hinterreifen von Autos mit dem Kennzeichen GER. Das Magazin besitzt also einen unzweifelhaften Mehrwert und lohnt sich somit der Kauf ganz bestimmt.

Michael Harforth, Rolf Dohmen, Horst Szymaniak, Raimund Krauth und Gerd Komorowski, Peter Zacher

Titelthema der N°17 ist diesmal Michael Harforth. Jeder KSCler weiß natürlich, wer und was der brillante Fußballer für den KSC war. Oder für den gesamten Fußball überhaupt: Der einzige Grund, weshalb jemals ein Ball über den grünen Rasen gerollt ist (Zitat Ralf Müller, Juni 2002). Und da man diesen Genius nicht einer Ausgabe abhandeln kann, wird es in der Nummer 18 einen 2. Teil geben.

Des weiteren blicken wir auf insgesamt rund zwölf Jahre „Rolf Dohmen & der KSC“ zurück. Es waren fürwahr spannende Jahre, in denen „Disco“ Dohmen mit dem Verein als Spieler und Manager (oder war es Geschäftsführer? Präsident? CEO?) je einmal auf und abstieg.

Weniger spektakulär verlief die KSC-Zeit bei Raimund Krauth und Gerd Komorowski. In den letzten Jahren agierte das Duo erfolgreich bei Fortuna Kirchfeld, ehe Krauth ein schwerer Schicksalsschlag traf.

Auch müssen die HELDEN! wieder einmal von einem KSCler Abschied nehmen. Der Ende vergangenen Jahres verstorbene Ex-Nationalspieler Horst Szymaniak kickte von 1959-61 beim KSC und war sicher nicht nur einer der besten Fußballer, sondern auch eine der schillerndsten Persönlichkeiten, die jemals das blau-weiße Trikot getragen haben. Skurrile Geschichten ranken sich um Westdeutschen, von denen wir an einige erinnern.

Auch Peter Zacher spielte einstmals beim KSC. Dessen Karriere begann beim SC Freiburg, als an ein Badenova-Stadion noch nicht zu denken war und einem beim Freiburger Fußball nur der FFC in den Sinn kam. Am spannendsten waren aber Peter Zachers Jahre bei Eintracht Bad Bad Kreuznach: Eine wilde Geschichte aus jener Zeit des deutschen Fußballs, als Mäzene noch das ganz große Rad drehen wollten.

Sie erhalten die neue Ausgabe N°17 wie gewohnt zu jedem Heimspiel im Wildparkstadion vor dem KSC-Clubhaus und bei einzelnen Verkäufern auf dem Stadiongelände. Zudem ab kommender Woche im Zeitschriftenhandel sowie auf der Geschäftsstelle und im Fan-Shop des KSC » und natürlich hier

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Rheinpfalz-Kolumne vom 23. Februar 2010

Gerd Kleppinger strahlte nach dem Spiel wie das legendäre Honigkuchenpferd. Der ehemalige KSC-Verteidiger (1982-84) ist heute unter dem einstmals ebenfalls das KSC-Trikot tragenden Hans-Jürgen Boysen (1980-85) Co-Trainer des FSV Frankfurt und war nach dem Abpfiff des sonntäglichen Spiels einfach nur erleichtert. „Wir brauchen die Punkte nötiger als ihr“, sagte er mir fest auf die Schulter klopfend und sogleich hinterherschiebend, daß der ganze Spieltag für seine Mannschaft gelaufen sei. Meine mitten in seine Euphorie hinein gehauchte Frage nach der Befindlichkeit des KSC nahm er soweit nicht ernst und versicherte er, daß dieser ganz bestimmt nicht in den Abstiegskampf hineinrutschen werde. Na, wenn er sich da mal nicht täuscht. Oder man unterstellt ihm eine erstaunliche Kenntnis der deutschen Semantik und deutet seine Antwort so, daß der KSC mit Existenzängsten nur deshalb nichts zu tun haben werde, weil er nämlich schon mittendrin steckt.

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\ Liebe KSC-Fans und Freunde der HELDEN!, zum Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag, 28. Februar, wird die neue Ausgabe N°17 erscheinen und im Stadion verkauft werden. Hierzu suchen wir nun wieder engagierte und zuverlässige Leute, die uns beim Verkauf unterstützen möchten.Für jedes verkaufte Heft erhaltet Ihr 50 Cent.

Der Verkauf liefe über insgesamt ca. 2 ½ Stunden (ca. 2 Stunden vor Spielbeginn,11.3o Uhr bis 13 Uhr, sowie ½ Stunde nach Spielende). Wenn jemand nur vor dem Spiel kann oder möchte, so ist das aber auch kein Problem, jede Hilfe zählt!!!

Bei Interesse meldet Euch bitte schnellstmöglich unter redaktion@heldenmagazin.de oder telefonisch: 0721 – 354 9 345

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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 15. Februar 2010

Nein, ich war am Samstag nicht im Stadion. Kränkelnd saß ich zu Hause und verfolgte „not amused“ die Ereignisse im Wildparkstadion per Internet und Radio. Zeugen berichteten mir hernach nichts, das meine negativen Eindrücke abgeschwächt hätte. Vor kurzem war von KSC-Fans zu lesen und zu hören, daß sie mit den Worten des Sportdirektors Arnold Trentl, der KSC befände sich in einer Übergangssaison, überhaupt nicht einverstanden seien. Nun, vielleicht haben die jüngsten Leistungen und Ergebnisse denjenigen die Erkenntnis gebracht, daß es im Fußball nicht weiterführt, Wunsch und Realität nicht von einander trennen zu können, oder besser gesagt, zu wollen. Die eigentlichen Leistungsträger waren und sind verletzt oder außer Form, und die jungen Leute können nicht alles richten. Jetzt ist auf allen Seiten Geduld gefragt. Natürlich nährten sporadisch aufflackernde Leistungsschübe die Hoffnung, daß doch noch alles gut werden könnte. Aber bei Nüchternheit besehen reiht sich der Verein in seiner gesamten Mittelmäßigkeit in das Bild jener Stadt ein, in der er seine Heimat hat. Was den einen der Wahn von der ewigen Zugehörigkeit zur Bundesliga ist, ist den anderen die Kombi-Lösung. Es würde nicht wundern, wenn in den nächsten Wochen die aus Katastrophengebieten bekannten Elendszüge zu beobachten wären, die diese erbärmliche Trümmerlandschaft nur noch verlassen wollen. In der Pfalz sollte man sich am besten sofort um geeignete Notunterkünfte bemühen, oder alternativ die Vollsperrung, besser noch Sprengung der Rheinbrücken vorbereiten.

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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 9. Februar 2010

In der heutigen Zeit ist es so, daß es Ausbildung und Beruf mit sich bringen, seine Heimat verlassen und sich weit weg von den gewohnten Maultaschen und Dambedeis niederlassen zu müssen. Berlin, Köln, München – in vielen Städten leben heute viele Badener. Nur nicht in Hamburg. So scheint es zumindest, wenn ich an das vergangene Wochenende an der Elbe zurückdenke. Im gesamten Stadtgebiet waren die Bürgersteige von einer zentimeterdicken Eisschicht gepanzert, die zudem spiegelglatt war. Mag es einen am Oberrhein zwar oft zur Weißglut treiben, wenn der pflichtbewußte Nachbar am Sonntagmorgen schon um 6 Uhr die Gehwege mit mehr Lärm als Talent von Schnee und Eis zu befreien beginnt, so lernt man solchen Eifer nach nur 3 Tagen in der Fremde wert zu schätzen. Es ist nur zu hoffen, daß sich das Verletzungspech der KSC-Profis nun nicht auch noch auf die rund 1.700 mitgereisten Fans übertragen hat und alle heil nach Hause gekommen sind.

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\ Es war am 1. März des vergangenen Jahres: Spätestens als auf dem Adenauerring in Höhe der Gegengeraden neben Feuerwerkskörpern auch noch ortsfremde Objekte wie ein Barhocker durch die Luft flogen, wurde deutlich, daß etwas gänzlich schief gegangen war. Wenige Minuten zuvor war das Bundesligaspiel des Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart, das die Badener mit 0:2 verloren hatten, abgepfiffen worden und gingen Teile der jeweiligen Anhängerschaft nun in eine lebhafte Verlängerung. Die Sicherheitskräfte hatten hierbei erhebliche Mühe, die rücksichtslos geführten Ausschreitungen zu beenden und gerieten in der Hitze des Gefechts sogar handgreiflich mit unbeteiligten Zuschauern aneinander, die ob der chaotischen Situation weder nach vorne oder hinten ausweichen konnten.

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