Auch nach dem DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund, das der KSC – zugegeben unerwartet – deutlich verlor, bleibt es für die KSC-Fans spannend und folgen binnen weniger Tage weitere Höhepunkte: das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern, sowie am 30. September die Mitgliederversammlung in der Europahalle, auf der das neue Präsidium gewählt werden wird. Am vergangenen Freitag gab es für an Ämtern Interessierte nun die letzte Gelegenheit, ihre Bewerbung einzureichen.
Der Letzte, der diese nutzte, war Ex-Stürmer Arno Glesius, der sich um einen der beiden Vize-Präsidenten-Plätze bemühen wird. In Anbetracht der anderen Bewerber um einen dieser zwei Posten ist er der einzige, der über sportliche Erfahrung verfügt. Wie der ausscheidende Rainer Schütterle galt der Spieler Glesius als populärer Sympathieträger, dessen größte Tat gewiß das Ausgleichstor gegen Eintracht Frankfurt in der letzten Minute der Saison 1987/88 war. Dadurch blieben den Mannen um Trainer Winfried Schäfer die nervenzehrenden Relegationsspiele gegen Darmstadt 98 erspart, denen sich hierfür der SV Waldhof stellen mußte. Wer weiß, ob die junge Schäfer-Truppe dieser Belastung standgehalten hätte. Ob Glesius diesen Sympathiebonus wird nutzen können, weiß man natürlich noch nicht. Denn vergangene sportliche Großtaten werden den kritischen Mitgliedern nicht mehr genügen, um ihm das Vertrauen zu schenken. Zu sehr dürften sie an Schütterle denken, der sich in seiner letzten Amtszeit aus unterschiedlichen Gründen doch arg zurückgenommen hatte und keine Impulse mehr setzen konnte. Somit wird Glesius, wie alle anderen Anwärter, fachlich ebenso glänzen müssen wie einstmals auf dem Platz. Zuzutrauen ist es ihm jedenfalls allemal.
Archiv für 25. September 2009 |
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