Archiv für 17. August 2009

KSC SC Paderborn Als Fotograf an der Seitenlinie hatte man während der zweiten Halbzeit des KSC-Spiels am Freitag in Paderborn reichlich Zeit, sich abseits des Rasens umzuschauen und auf die Zuschauer zu achten – denn auf dem Spielfeld tat sich herzlich wenig, das des Dokumentierens wert gewesen wäre. Hierbei waren die sich im Stehplatzblock befindlichen KSC-Fans lautstark böse, während sich diejenigen im Sitzplatzbereich schlicht nur der Lethargie und Fassungslosigkeit hingaben. KSC SC PaderbornEs war die Demonstration dessen, wie die deutsche Sprache um den Begriff „ein langes Gesicht machen“ bereichert werden konnte. Nach dem Abpfiff schließlich beschimpften die Fans ihre Spieler hemmungslos, was sich einer von ihnen nicht bieten lassen wollte: Der Kroate Dino Drpic pöbelte in seiner Muttersprache fleißig zurück. Allerdings nicht ahnend, daß sich gleich in der ersten Reihe ein Fan befand, der des Kroatischen ebenfalls mächtig war. Die kolportierten Worte Drpic’ dürften locker ausreichen, um heute in gewissen Milieus deutscher Großstädte erbitterte Blutfehden auszulösen.

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Liebe Leser,

leider ist es in der letzten Woche untergegangen, die Kolumne zum Aachen-Spiel online zu stellen. Hier ist sie nun. Und angesichts des Spiels beim SC Paderborn vom vergangenen durchaus noch nicht einmal veraltet.

Die Paderborn-Kolumne wird dann im Laufe des heutigen Tages eingestellt.
Die Redaktion

Meine Cousine Angelika, die seit vielen Jahren in Manitoba, Kanada, lebt, ist zur Zeit auf Heimatbesuch in Karlsruhe. Mitgebracht hat sie ihre Tochter Petra sowie deren Freundin Theresa. Und nachdem die lustige Schar in der vergangenen Woche bei einer wohltätigen Losaktion für Kinder in Not auf dem Marktplatz diverse KSC-Utensilien gewonnen hatte, nahm man dies nun zum Anlaß, das Besuchsprogramm um ein KSC-Heimspiel zu erweitern. Nach den bisher besuchten Klassikern wie Schloß Favorite in Kuppenheim oder dem guten alten Heidelberg, wollte man nun etwas Lebhafteres erleben. Angelika selbst war zuvor in ihrem Leben erst einmal beim Fußball gewesen. Im Wildparkstadion, Gegner war Bayern München. „Ob der KSC auch mitgespielt hat, weiß ich aber nicht“, gibt die gebürtige Karlsruherin über ihr bescheidenes Fußballwissen als Rüstzeug für das anstehende Spiel gegen Alemannia Aachen ehrlich zu. Dennoch hat sie hinterher das für das Spiel des KSC an diesem Abend Wesentliche erkannt – „die Zuspiele haben nicht geklappt, da hat der KSC schlechter ausgesehen als Aachen. Auch war er sehr vorsichtig und wenig draufgängerisch“.

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