Das war’s. Im Zuge des nun feststehenden Abstieges wird sich das Gesicht der Mannschaft in den kommenden Wochen erheblich verändern, wobei viele Beobachter froh sein werden, das eine oder andere Gesicht im Wildpark nicht mehr sehen zu müssen. Hierzu zählen gewiß nicht nur die Jungen wie Stefano Celozzi, Sebastian Langkamp oder Lars Stindl. Auch einen Aleksander Iashvili würde man schmerzlich vermissen. In dessen Entscheidung, beim KSC zu bleiben, wird sicherlich auch einfließen, daß ihm Trainer Edmund Becker nicht jenes Vertrauen schenkte, das er (zu) lange anderen gewährte. Es bleibt nur zu hoffen, daß die Verhärmungen nicht allzu schwer wiegen.
Archiv für Mai 2009\ Am Samstag, im Wildparkstadion beim Heimspiel KSC gegen Hertha BSC Berlin werden alle Verkäufer des Heldenmagazins auch das allererste “Heftle” dabei haben und zum Verkauf anbieten. Wem dieses also noch in seiner Sammlung fehlt, kann dann die Chance nutzen und diese vervollständigen. Selbstverständlich können aber auch weiterhin alle Hefte über diese Seite nachbestellt werden. Über zwei Brüder im Leid – Alexander Famulla und Markus MillerAls KSC-Torwart Markus Miller direkt nach dem Spiel in Bremen vom TV nach seinen Gefühlen gefragt wurde, wirkte er weder sonderlich glücklich oder befriedigt. Gerade so, als ob nichts Besonderes passiert wäre, oder er mit dem KSC sogar abgeschlossen hätte. Lapidar meinte er sinngemäß, daß es Tage gäbe, an denen man sich darum sorgen müsse, lebend aus dem Stadion zu kommen. Und dann eben wieder solche, an denen es gerade umgekehrt und die Verehrung der Fans grenzenlos sei. Nun spielt Miller seit sechs Jahren beim KSC. In den ersten Jahren war seine Entwicklung stetig nach oben gegangen. Er war einer der wenigen konstanten Leistungsträger und genoß für seine oftmals spielentscheidenden Leistungen bei den Zuschauern viel Respekt und Zuneigung. Auch seine nie verhehlten Ambitionen, perspektivisch für den KSC zu gut zu sein und in absehbarer Zeit bei einem Spitzenverein spielen zu wollen, vermochten die Zustimmung zu ihm nicht zu mindern. Doch seit einigen Monaten wankt nun diese Zuneigung. So ist der Allgäuer zwar weiterhin noch immer dazu fähig, sogenannte „Unhaltbare” abzuwehren und ab und an „Spiele zu gewinnen”, doch mehrten sich auch die läßlichen Fehler und Unzulänglichkeiten, die „Spiele verloren” oder Punkte gekostet haben. Auffällig war besonders, daß er, ähnlich einem Sebastian Freis, bislang daran gescheitert ist, seine seit jeher bekannten Schwächen – Strafraumbeherrschung und Konzentration – nicht nur nicht in den Griff zu bekommen, sondern diese sogar noch zunahmen. Fast war es ein Rekord. Sage und schreibe 80.100 Zuschauer sahen am Samstag ein Wettbewerbsspiel des Karlsruher SC. Nur zwei Spiele in der fast 105-jährigen Geschichte des Vereins waren besser besucht. Im August 1965 waren 80.100 Fußballfans im Berliner Olympiastadion, um den 2:0-Sieg von Tasmania 1900 am 1. Spieltag der Saison 1965/66 zus sehen, und im Mai 1956 strömten gar 83.000 Menschen in das völlig überfüllte Südweststadion von Ludwigshafen. Im Endrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem KSC sahen sie dort den 1:0-Sieg der Badener. Nicht zum ersten Male in dieser Saison nahm das Publikum im Wildparkstadion einen Spielausgang wie jenen vom vergangenen Samstag mit Schweigen zur Kenntnis. Große Emotionen blieben aus, sieht man einmal von vereinzelten Rufen der Ultras („Absteiger!“) in Richtung ihrer eigentlichen Lieblinge ab, die vom Block nebenan sogleich gekontert („Ultras raus!“) wurden. Dabei erscheint es hanebüchen, die Jungs im KSC-Trikot in der jetzigen Situation auch noch auf diese Weise anzugreifen. Mühe geben sie sich ja, auch wenn die Resultate auf dem Rasen bescheiden bleiben. Daß tatsächlich noch immer nichts verloren ist, zeigen der Blick auf die Tabelle und die Unfähigkeit der Konkurrenten, sich vom KSC entscheidend zu distanzieren. Dennoch irrlichtern die Gefühle der Zuschauer hin und her, wenn sie die tabellarischen Chancen mit der sportlichen Präsentation ihrer Mannschaft im Abstiegskampf abwägen. Damit die Fans noch bei der Stange bleiben, muß es der Mannschaft in den verbleibenden vier Spielen unbedingter gelingen zu zeigen, das Glück auch erzwingen zu wollen. Und dann würde es nach Spielende auch nicht so still bleiben wie nach dem Cottbus-Spiel. |
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