Archiv für April 2009

Liebe KSC-Fans und Freunde der HELDEN!,

am Samstag wird die neuste Ausgabe  – die Nummer 15 – im Stadion verkauft.
Hierzu suchen wir nun engagierte und zuverlässige Leute, die uns beim Verkauf unterstützen möchten.
Für jedes verkaufte Heft erhaltet Ihr 50 Cent. Da diese Ausgabe erst zum zweiten Mal verkauft wird, gehen wir davon aus, dass es auch gut laufen wird.
Der Verkauf liefe über insgesamt ca. 2 ½ Stunden (ca. 2 Stunden vor Spielbeginn,13 Uhr bis 15 Uhr, sowie ½ Stunde nach Spielende).
Wenn jemand nur vor dem Spiel kann oder möchte, so ist das aber auch kein Problem, jede Hilfe zählt!!!

Bei Interesse meldet Euch bitte schnell unter redaktion@heldenmagazin.de oder 0721 – 354 9 345

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Es war der Schreiber eines Leserbriefes in den Badischen Neuesten Nachrichten vom vergangenen Freitag, der mit seinen Zeilen wohl vielen Beobachtern der Karlsruher Stadiondiskussion aus der Seele gesprochen haben dürfte. Denn jener formulierte ebenso treffend wie fatalistisch, „der sportbegeisterte Bürger ist es endgültig leid, ständig vom Hickhack im Gemeinderat über die Stadionfrage zu lesen. Wenn es nicht die Informationspflicht der Presse gäbe, sollte man die BNN wirklich bitten, die entsprechende Berichterstattung bis zu dem Tag einzustellen, an dem die ersten Arbeiten an einem Stadion – gleichgültig an welchem Ort – beginnen.“ Und es stimmt ja tatsächlich, daß sich nach nun rund fünf Jahren allgemeine Erschöpfungszustände breitmachen. Zu oft haben Meinungen, Absichtserklärungen und Interessen der Beteiligten gewechselt, als daß man noch an ein absehbar positives Ende glauben möchte. Vielfach fehlte es auf Seiten von Gemeinde und Verein (bei der einen mehr, bei der anderen weniger) an der unbedingten Bereitschaft, sich in entscheidenden Momenten flexibel und willens genug zu zeigen, gemeinsam eine akzeptable Lösung für Karlsruhe und seinen Fußballverein erreichen zu wollen.

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Das war vorauszusehen. Als Trainer Edmund Becker den Publikumsliebling und Aktivposten des KSC-Spiels, Godfried Aduobe, auswechselte, provozierte er im Stadion den kollektiven Volkszorn. Dabei hatte der Ghanaer bereits unter der Woche aufgrund muskulärer Probleme nicht trainieren können und hätte ihm nun wegen der im Spiel auftretenden Beschwerden eine längere Auszeit gedroht. Die Zuschauer, die dies nicht wissen konnten oder wollten, forderten vehement „Becker-raus!“ – ja, selbst nach dem Ausgleichstreffer Giovanni Federicos hatten sich manche noch nicht beruhigt. Und sicher, wenn man um die Verletzung Aduobes nicht wußte, so hätte die Wechselentscheidung des Trainers tatsächlich keinerlei Sinn ergeben.  Um so mehr hätte man auf Seiten der Verantwortlichen allerdings wissen müssen, daß das Publikum angesichts der momentanen Stimmung genau so und nicht anders reagieren würde. Umsichtig wäre es daher gewesen, wenn man Stadionsprecher Martin Wacker vorher kurz bescheid gegeben hätte, er solle die Auswechslung mit der Floskel „für den verletzten Godfried Aduobe kommt nun…“ flankieren. Und eine Anzeigetafel kann man gewiß auch gerne einmal für eine solche Zusatzinformation verwenden. Ebenso hätte aber auch Aduobe mit Gesten zeigen können, daß er verletzungsbedingt gehen muß. Alles soweit nicht ungewöhnlich und ein im Fußball seit Jahrzehnten gebräuchlicher Usus. Weshalb man also Becker derart ins offene Messer laufen und zum Ziel des Unmuts werden ließ, ist ein Rätsel und mag als Beispiel dafür dienen, wie unsensibel und entrückt man sich auf Seiten des KSC zur Zeit präsentiert.

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Liebe Leser,

\ im Vorwort des aktuellen Magazins wurde geschrieben, daß der KSC möglicherweise vor dem fünften Bundesligaabstieg stünde. Aufgrund einiger aufmerksamer Lesermeldungen per Telefon (Sonntagmorgen!), Mail oder persönlich erfolgt nun auf diese Weise ein Vorabkorrektur, um einen Zusammenbruch der Kommunikationssysteme und Nerven der Redaktion zu verhindern.

Denn der KSC ist bereits fünfmal abgestiegen: 1968, 1977, 1982, 1984 und 1998. Und nimmt man es sportlich ganz genau, dann sind es sogar schon deren sechs Abstiege – denn 1965 hatte es die Karlsruher gemeinsam mit dem FC Schalke 04 erstmals erwischt. Doch im Zuge des Zwangsabstieges von Hertha BSC und der Eingliederung Tasmania Berlins, das die Aufstockung der Bundesliga auf 18 Vereine zur Folge hatte, durften die beiden Vereine doch noch erstklassig bleiben. Der KSC hielt diese dann, wie gesagt, bis 1968, während die Schalker erst 1981 erstmals das Oberhaus verlassen mußten.

Aber trotz allem und wie immer: Ein ganz herzlicher Dank an alle Leser, die uns bei unserer Arbeit auch kritisch unterstützen!

Die Redaktion

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Diese Kolumne wurde schon nach dem Gladbach-Spiel verfasst (d. Admin)

In der Halbzeitpause rief eine verzweifelte Bekannte die zuhause vor dem TV-Gerät sitzende Tochter an, ob denn das Spiel auf dem Bildschirm genauso fürchterlich anzuschauen sei wie im Stadion – oder sie vielleicht nur einen ungünstigen Zuschauerplatz erwischt habe. Hatte sie nicht. Das sonntägliche Spiel gegen Borussia Mönchengladbach war sportlich von beiden Seiten tatsächlich eine umfassende Enttäuschung. Der Mannschaft das Wollen abzusprechen, wäre verkehrt. Doch inzwischen haben die Versagensängste derart überhand genommen, daß man den Vorstellungen des KSC mehr und mehr die notwendige Qualität für die Bundesliga absprechen muß. Und ebenso hat es nichts mit Defätismus zu tun, wenn man bilanzieren muß, daß der Klassenerhalt einer großen Überraschung gleichkäme. Alles, was ein Fußballspiel ebenso schön wie effektiv machen läßt, ist den Spielern Edmund Beckers mittlerweile abhanden gekommen. Man sieht und empfindet beim Anblick der Darbietungen nur noch ein großes Nichts, zuckt mit den Schultern und ertappt sich sogar dabei zu bedauern, daß die Gladbacher nicht noch das Siegtor erzielt haben, damit der Spuk ein Ende habe und Klarheit herrsche. Auch wenn man damit noch die Hoffnung verbindet, daß sich die Verspannung doch lösen und der KSC das Unfaßbare gerade deshalb noch schaffen würde.
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… bald ist es soweit.

Meistersaison KSC

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die Fertigstellung der nächsten Ausgabe der HELDEN! Nimmt uns derart in Anspruch, daß wir an anderer Stelle etwas kürzer treten müssen. Daher werden Sie die Presseschau in ihrer gewohnten Form erst in den Tagen nach Ostern wiederfinden können.

Ihre Redaktion

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