Dienstag, 3. März 2009

Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) geht in ihrer Nachbetrachtung (Oliver Trust)  des VfB-Spiels vor allem auf die negativen Begleitumstände des Derbys ein. Zur sportlichen Situationsbeschreibung zitiert der Autor auf ebenso charmante wie präzise Weise KSC-Manager Rolf Dohmen – „’Der Lehmann hätte auch seinen Chauffeur ins Tor stellen können – oder seinen Hubschrauberpiloten. Nichts kam aufs Tor, nichts.‘”

Und für das Badische Tagblatt stellt Frank Ketterer fest, daß Trainer Becker mehr und mehr die Optionen ausgingen, um eine Wende zum Guten herbeizuführen – „Was die Lage von Mal zu Mal weiter verschärft: Becker und der KSC suchen nun schon eine ganze Weile – und sie haben noch immer nichts gefunden, schon gar keine goldene Formel. Vier neue Spieler (…)  sind in der Winterpause hinzu gekommen, um die Defensive zu stabilisieren und, vor allem, die Offensive endlich in Schwung zu bringen, auch das Spielsystem wurde dahingehend verändert. Der KSC agiert neuerdings nur noch mit einem “Sechser”, dafür mit einem deutlich offensiver ausgerichteten Vierer-Mittelfeld. Auch das komplette Personal hat Becker auf den verschiedenen Positionen mehrfach durchgetestet – und bei allem Lamento einzelner, unberücksichtigter Spieler muss man doch feststellen, dass dem Trainer all zu große Fehler nicht nachgewiesen werden können. Stefan Buck und Martin Stoll etwa durften schon mehrfach beweisen, dass sie, wenn überhaupt, nur bedingt bundesligatauglich sind, weshalb Becker gegen Stuttgart erstmals auf den 21-jährigen und durchaus solide spielenden Sebastian Langkamp in der Innenverteidigung setzte. Auch Christian Eichner führte am Sonntag vor, warum zuletzt der diesmal verletzte Stefano Celozzi einen Platz in der Startelf fand. Von den Nulltorestürmern Joshua Kennedy (ausgemustert) und Edmond Kapllani (Ersatzbank) soll erst gar nicht die Rede sein. Noch sind es zwölf Spieltage bis zum Rundenende. Noch also kann die goldene Formel gefunden werden und mit ihr die Antwort auf jene Frage, die sich Ede Becker täglich mehrfach stellt: ‘Was für Möglichkeiten habe ich noch, die Dinge zu ändern?’ Viele, so macht es derzeit den Anschein, sind es nicht mehr.

Mittwoch, 4. März 2009

Ein Zitat von Dietmar Hopp aus der FAZ: „’Hoffenheim wird oft mit fehlender Tradition in Verbindung gebracht. Wenn ich sehe, wie beim Baden-Württemberg-Derby so eine Art Krieg den Fußball überkommt, da kann ich nur sagen: Tradition, nein danke.‘”

René Dankert (BNN) hat beim KSC so manchen Galgenhumor gefunden. So bei Markus Miller, der die hohe Trainingstreffer-Quote seiner Mannschaftskameraden auf die schlechten Platzverhältnisse zurückführt – „’bei unseren schlechten Plätzen verspringen die Bälle und gehen rein.‘” Auch Stefano Celozzi flüchte sich in Heiterkeit, wenn er seine Freundin zitiert: „’Meine Freundin meint manchmal, sie könnte es besser.’”

Hinsichtlich des anstehenden Spiels beim VfL Wolfsburg deuten sich Veränderungen in der Aufstellung an. Godfried Aduobe und Stefano Celozzi werden einsatzfähig sein, sodaß Dankert für Christian Eichner die erneute Versetzung auf die Ersatzbank drohen sieht.

Leicht zu überlesen sind neben dem Hauptbeitrag über den KSC einige Zeilen über den Verwaltungsrat des Vereins des Vereins. In Person von dessen Vorsitzenden Peter Mayer gab jener Präsidium, Manager und Trainer auf den Weg, „die prekäre sportliche Situation ‚noch stärker in den Köpfen der Spieler zu verankern‘”.

Fest verankert bleiben werden auch –  allerdings in den Köpfen von Zuschauern, Journalisten und Politikern – die Ausschreitungen vor und nach dem Spiel gegen den VfB. Der Kommentator des Wochenblatts (KArle) greift die so noch nicht gelesene Tatsache auf, daß sich „die kleinen badisch-schwäbischen Animositäten (…) zu einem Pulverfaß entwickelt haben” und zeigt sich empört über den „Hohngesang ‚Schwaben sind zum Heizen da‘”, der während des Spiels im Fanblock angestimmt worden war – „das ist unerträglich und der geistige Unterbau zu körperlichen Angriffen. Der Mensch ist nichts mehr wert, weil er zu einer anderen Volksgruppe gehört. (…) Denn aus diesem Problem ist längst ein gesellschaftliches Problem geworden.

Auch im Sportteil des Wochenblatts wird das Thema aufgegriffen und das Geschehene geschildert. Hartmut Mayer sieht den Gewaltausbruch unabhängig des Spielausgangs und verurteilt, daß die von der „im Kreuzfeuer der Kritik stehenden Ultra-Szene” angekündigte „Selbstregulierung” nach den Vorfällen gegen den SV Wehen offenbar gescheitert ist. Welchen Bärendienst die Randalierer dem KSC geleistet hätten, würde auch dabei offensichtlich, wenn Politiker selbst nach einem Umbau des Wildparkstadions die offenbar strikt erforderliche Fan-Trennung als nicht gewährleistet ansähen.

Das Wochenjournal aus Baden-Baden (Thomas Riedinger) sieht den KSC dort gelandet, „wo er aufgrund des zweit-niedrigsten Etats auch zu erwarten war – im bitteren Abstiegskampf.” Auch erkannte der Autor nach dem Spiel gegen den VfB erste moralische Verfallserscheinungen, wobei er „Rufe nach einer Ablösung des Trainers” als „völlig fehl am Platze” erachtet. Denn dieser habe in den vergangenen Wochen die Bereitschaft zu Veränderungen mutig gezeigt, so mittels des Aufstellens nur noch eines Abfangjägers und den Einsätzen von Mahir Saglik und Sebastian Langkamp in der Startelf.

Und schließlich – in der Sport-Bild soweit nichts Relevantes über den KSC. Ihr Tip für das Spiel in Wolfsburg: 4:0 für den VfL („Der KSC hat der bärenstarken VfL-Offensive nichts entgegenzusetzen. Schon 27-mal klingelte es im gegnerischen Tor, wenn die zu Hause ungeschlagenen Wolfsburger vor heimischer Kulisse antraten. Zweimal Dzeko,  Grafite und Misimovic machen die drei Punkte perfekt“).

Donnerstag, 5. März 2009

Im Kicker macht Uli Gerke eine erste Transferbilanz auf, die zu einem ernüchternden Fazit kommt. „Dino Drpic(27) erfüllt noch am ehesten die Erwartungen. Doch trotz des neuen Abwehrchefs ist die Defensive oft schlecht organisiert, führen Abstimmungsprobleme wie zuletzt wieder gegen Stuttgart immer zu Gegentoren. Dass sich der Kroate in der Innenverteidigung ständig mit neuen Partnern (Tim Sebastian, Stefan Buck, Sebastian Langkamp) arrangieren muss, erschwert den Eingewöhnungsprozess.” Harscher fällt das Urteil über Marco Engelhardt und Giovanni Federico aus. Ersterem fehle mittlerweile mangels Leistung sogar die Akzeptanz innerhalb der Mannschaft, konstatiert Gerke. Trainer Becker stimme zu, daß „der angedachte Schachzug” mit dem ehemaligen Nürnberger Reservisten nicht aufginge, halte jedoch an ihm fest. In Wolfsburg würde ihm ein zweiter „Sechser” (Aduobe/Mutzel) zur Seite gestellt werden.

Auch Federico habe seine Erstligatauglichkeit noch nicht nachgewiesen und bei Neuzugang Nummer vier, Mahir Saglik, habe man gegen den VfB immerhin zwar gute Ansätze gesehen, aber keinen Torabschluß. Offenbar beabsichtigt Becker, in Wolfsburg mit zwei Angreifern (Saglik/Freis) zu agieren.

Die Kategorie „Gewinner + Verlierer” auf Seite zwei des Kicker stellte diesmal Jörg Jakob zusammen. Hierin geht er auch auf das Zitat von Dietmar Hopp zum Thema Tradition ein – „Daumen runter für Dietmar Hopp (68). Hoffenheims Mäzen sagte nach den Krawallen beim Derby Karlsruhe – Stuttgart: ‚Hoffenheim wird oft mit fehlender Tradition in Zusammenhang gebracht. Wenn ich sehe, wie beim Baden-Württemberg-Derby so eine Art Krieg den Fußball überkommt. Da kann ich nur sagen: Tradition, nein danke.’ Damit bringt Hopp die Kritiker der TSG in Zusammenhang mit kriminellen Randalierern. Ein Beitrag, der in der Debatte um Fußball-Kultur das Thema verfehlt.

Auch Harald Linder spricht in seinem „Sportkommentar” (Der Kurier) von „Fußball-Verbrechern“. Zugleich demontiert er anhand der Ereignisse beim Derby die Auffassung der Stadt, daß ein Stadion am bisherigen Standort  tatsächlich noch realistisch sei. Zu viele Hindernisse wären aus dem Weg zu räumen, um die Umgebung an die heutigen Sicherheitskonzepte anzupassen.

Hinsichtlich der Chancen auf den Klassenerhalt kommt Linder zu folgenden Schlußfolgerungen: „(…) Dazu genügt es aber nicht, dass wie gegen Stuttgart lediglich Markus Miller, Toni da Silva und mit Abstrichen Sebastian Langkamp, Dino Drpic und Sebastian Freis Normalform bringen. Dazu gehört vor allem der unbändige Wille, ein Spiel nicht nur zu verlieren, sondern es gewinnen zu wollen, mit allem, was man als Spieler zu investieren vermag.

Freitag, 6. März 2009

In den BNN ist ein Leserbrief zum Derby abgedruckt. Der Verfasser urteilt: „(…) Die Realität zur Kenntnis nehmend, müssen wir aufgeklärten humanistischen Bürger hoffen: KSC zurück in die 2. Liga, damit dieser Pöbel nicht weiter unsere Stadt in Verruf bringt. Den friedlichen Fußballern gönnen wir ja den Spass, aber solange der Fußballsport sich so darstellt wie derzeit, wollen wir gerne auf ihn verzichten.

René Dankert (BNN) deutet das gestrige Abschlußtraining dahingehend, daß die Vierkette in Wolfsburg unverändert bleiben wird. Stefano Celozzi bliebe somit einzig die Möglichkeit, Christian Timm aus der Startelf zu verdrängen. Fest steht hingegen, daß der KSC mit der Doppelsechs Mutzel-Engelhardt beginnen wird. Zum moralischen Hochhangeln an der Siegesserie gegen den VfL schreibt Dankert: „In den Köpfen aller Karlsruher seien die guten Erfahrungen mit Wolfsburg präsent, erklärt derweil Eichner. Die jüngsten drei Duelle hat der KSC für sich entschieden, und der Abwehrspieler hatte einmal sogar ein besonderes Highlight: sein erstes Bundesligator: „Das war am fünften Spieltag der letzten Saison”, hat er die Geschichte prompt parat. Wenn Marc Seemann die morgige Partie angepfiffen hat, wird sie wertlos sein.

Samstag, 7. März 2009

Felix Magath hat laut BNN (Gerhard Wolff) keinen Zweifel, daß, „’wenn wir das spielen, was wir können‘”, es für einen  Sieg gegen den KSC reichen sollte. Und Edmund Becker weiß, daß seine Spieler „’sehr viel‘” leisten müßten, um beim VfL zu bestehen. Daher wäre er auch schon mit einem Punkt zufrieden.

Sehr zufrieden ist auf jeden Fall der KSC-Freund, wenn er das Badische Tagblatt aufschlägt: Frank Ketterer hat mit Maik Franz gesprochen und die Sportredaktion dem Interview nahezu eine ganze Seite eingeräumt. Maik Franz über…

… den Absturz des KSC

Vielleicht muss man da auch mal den Blick für die Realitäten bewahren. (…) jene, die sich wirklich auskennen, wussten doch von vornherein, dass es ein sehr schweres Jahr für uns wird. Dass das, was die Mannschaft letzte Saison erreicht hat, nicht die Normalität ist und wir in dieser Saison etwas weiter unten stehen würden, das war doch allen klar. Nur dass es nun so extrem gekommen ist, das ist ärgerlich.

… dessen Gründe

Ganz einfach: Wir schießen keine Tore. Das ist keine Schuld von den Stürmern, sondern ein Gesamtverschulden. (…) Man kann sich da keinen einzelnen herausgreifen und sagen: Der oder der ist schuld. Wir machen insgesamt zu wenig Tore.

… die Reaktionen der Zuschauer

(…) Wir haben eine negative Phase, keine Frage. Aber wenn man sich derzeit ein bisschen bei den Leuten umhört, könnte man gerade meinen, wir seien schon abgestiegen. Hallo! Wir haben noch 12 Spieltage. Es ist noch alles drin – und wir haben es selber in der Hand. Nur so dürfen wir denken: Positiv! (…) Natürlich. Wir sind Vorletzter, da ist es doch logisch, dass die Leute sauer und enttäuscht sind. Und trotzdem müssen wir alle zusammen positiv an die restlichen Aufgaben gehen. Nur so können wir es schaffen, in der 1. Liga zu bleiben.

… was kann man tun?

(…)  ich denke, wir müssen einfach mit allen Mitteln versuchen, zu gewinnen, auch über die Aggressivität. Es geht nicht darum zehn Spieler umzutreten, sondern darum, den Gegner einzuschüchtern und das Spiel mit allen Mitteln an sich zu reißen. Es geht um kämpfen, kratzen und beißen. Das sind zwar platte Fußballersprüche – aber sie treffen einfach zu.

… die Qualitätsfrage

Der Trainer sagt immer zu uns, wir sollen aufpassen mit dem Wort Qualität. Schließlich hat jeder von uns seine Qualität – und das in der Vergangenheit auch schon gezeigt, sonst wären wir ja erst gar nicht aufgestiegen. Vielleicht gelingt es uns derzeit nur nicht, unsere Qualitäten voll zum Tragen zu bringen. Das wir prinzipiell mithalten können, haben wir in der Vergangenheit ja schon oft genug gezeigt. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen können.

… wirtschaftliche Gründe

Im Prinzip gibt es zwei Vereine, die wirtschaftlich mit uns auf einer Stufe stehen – Bielefeld und Cottbus. Alle anderen spielen finanziell in einer anderen Liga. Das darf man nicht vergessen. Wir, der KSC, sind einfach nicht so aufgestellt, dass wir einfach mit Transfers nachlegen können. Und so lange kein neues Stadion gebaut wird, wird sich daran auch nichts ändern. Mit was soll der KSC denn Geld verdienen?

… über den Erfolg der letzten Saison

Weil eine enorme Euphorie da war. Und weil es einen Tamas Hajnal und einen Mario Eggimann gab. Mit ihnen sind uns zwei Spieler weggebrochen, die extrem wichtig waren – und das nicht nur wegen der 13 Tore, die sie zusammen erzielt haben. Wenn wir aktuell diese 13 Tore mehr hätten, dann hätten wir auch fünf, sechs, sieben Punkte mehr und stünden nicht auf einem Abstiegsplatz.

… die Stimmung in der Mannschaft

Es ist doch klar, dass die Stimmung nicht blendend ist. Nichtsdestotrotz haben wir nach wie vor eine funktionierende Mannschaft, die auch hinter dem Trainer steht.

… Martin Stoll („Ihr Kollege Martin Stoll hat unlängst in einem Interview auf die Frage, ob er befürchte, dass die Mannschaft nach der Saison auseinander breche, geantwortet: ‚Das ist mir ehrlich gesagt im Moment egal! Es ist nicht meine Aufgabe als Spieler, mir darüber Gedanken zu machen, ob die Mannschaft auseinander fällt oder nicht. Für mich geht es um Martin Stoll! Ich kümmere mich um meine eigene Situation.’”)

Wenn er soetwas sagt, ist bestimmt auch eine ganze Menge Frust dabei. Andererseits hat er seine Chancen gehabt, auch wenn er sie vielleicht nicht so genutzt hat, wie er sich das vorgestellt hat. Wir haben jetzt 24 Spieler im Kader, da ist es doch logisch, dass mal ein paar unzufrieden sind. Es muss sich aber jeder im Klaren sein, dass es nicht um Einzelschicksale geht, sondern ausschließlich um den Verein, den KSC. Und ich bin überzeugt davon, dass der Großteil der Mannschaft alles tun wird, um mit dem KSC in der ersten Liga zu bleiben.

… seinen Beitrag für den Rest der Saison

Wenn es optimal läuft, kann ich die letzten fünf, sechs Spiele wieder an Bord sein. Ich will an unserem Klassenerhalt unbedingt beteiligt sein.

Sonntag, 8. März 2009

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kommt zu einem vertrauten Fazit – „In Wolfsburg zeigte der KSC altbekannte Schwächen. Er spielte gut mit, drängte den VfL in der zweiten Hälfte sogar meist in dessen Hälfte zurück, war dann aber im Abschluss zu harmlos.

Aus dem Gesehenen zieht Harald Linder (Der Sonntag) zusätzlich den Schluß, dass nun nur noch „die größten Optimisten” an den Klassenerhalt glauben könnten. Solch ein Optimist ist auch der von Linder Vize-Präsident Michael Steidl, der auf die noch elf verbleibenden Spiele verweist. Auch stünde eine Trennung von Trainer Becker  nach wie vor „‘nicht zur Debatte‘”.

Boulevard Baden (Bert Langbehn/ Michael Müller) sagt unmißverständlich: „Die Zeichen stehen auf Abstieg” und führt die bekannten Punkte auf, die solch eine Betrachtungsweise stützen. Die Entwicklung nach dem 9. Spieltag (!) der Vorrunde 2007/08, die kommenden Gegner, das fehlende Aufbäumen, die Wirkungslosigkeit der neuen taktischen Reize und Umstellungen des Trainers, das Fehlen eines Leitwolfs und, ergänzend, das zähe Thema „Stadion”. Den letzten Strohhalm – Trainerwechsel! – bewerten die Autoren wenig erfolgversprechend – „Ein Trainerwechsel wäre die letzte Möglichkeit, die Mannschaft aus der Lethargie zu wecken, käme nun aber sehr wahrscheinlich zu spät.

Montag, 9. März 2009

Auch für René Dankert (BNN) gibt es gute Gründe für den 18. Tabellenplatz des KSC. Die Personalentscheidungen der Winterpause hätten den Sinkflug ebensowenig bremsen wie die Torgefahr erhöhen können. Auch vermißt er einen Maik Franz und jene Motivation, wie sie in der Hinrunde 2007/08 gezeigt worden war. Eine Trainerentlassung mache keinen Sinn mehr, da sie zu spät käme, auch keine Tore schösse sowie Präsidium und Management mit Becker ohnehin in die 2. Liga gehen wollten.

An einen glücklichen Ausgang dieser Spielzeit glauben machen ihn nur noch der in Wolfsburg gezeigte Wille sowie die noch ausstehenden vier Heimspiele gegen direkte Mitkonkurrenten.

Das Spiel in Wolfsburg sah für Gerhard Wolff (BNN) nicht wie das eines Abstiegskandidaten aus und so hadert er auch mit der Unentschlossenheit Sebastian Freis’ und Christian Timms bei ihren beiden Großchancen. Wolf erwähnt nicht nur die Reaktionen („Becker raus!) der mitgereisten Fans, sondern auch (endlich!) den Fitneßzustand Giovanni Federicos, „dessen körperlichen Defizite weiter unübersehbar sind” .

Auch Sebastian Stiekel (FAZ) arbeitet sich an der Misere des KSC ab. Er zitiert KSC-Pressesprecher Jörg Bock – „’bestimmt zum zehnten Mal’” habe ein gegnerischer Trainer nach einem Spiel dem KSC die bessere Leistung zugestanden und resümiert – „allein die Tabelle drückt das nicht aus. Der KSC ist Letzter. Er weiß vor lauter Rückschlägen langsam nicht mehr, woher er noch den Glauben an den Klassenerhalt nehmen soll. Am Samstag kommt Arminia Bielefeld, das ist so etwas wie ein Abstiegsendspiel. Es hat nur einen Haken: Bei Bielefeld spielt mit Artur Wichniarek ein echter Torjäger.

Im Badischen Tagblatt (Kolumne „Anstoß) streitet Frank Ketterer vehement für Trainer Edmund Becker und benutzt für den Unmut der Fans die Metapher „Fähnlein  im Wind” – „(…)Sogar “Becker raus”-Rufe waren erstmals einigermaßen lautstark zu vernehmen. Auch in Wolfsburg war die eine Mannschaft, also der VfL, einigermaßen glücklich in Führung gegangen. Auch in der Autostadt wehrte sich die andere, also der KSC, zumindest tapfer und (erneut) fußballerisch gar nicht so übel. Nur der Ausgleich wollte ihr (auch dies kennt man bereits) nicht gelingen (…).Ganz klar: Wer als Fan als Tabellenletzter durch die Woche hetzen muss – und seit Samstag sind das nun mal jene aus Karlsruhe – hat schlechte Laune und sucht nach einem Schuldigen. Dass als erster Kandidat hierfür der Trainer gefunden wird, gehört zu den scheinbar unumstößlichen Gesetzen des Fußballs, ganz ungeachtet der Realitäten. Die Realitäten in Karlsruhe indes besagen deutlich anderes. Man kann jetzt nur noch hoffen, dass wenigstens Manager und Präsidium fest bei dieser, ihrer Meinung bleiben.

Den Bericht zum Spiel schrieb Karl Koslowski – „Edmund Becker stieg über die grün-weiße Werbebande und schleppte sich in nachdenklicher Haltung zur Fankurve. Dann hielt der Trainer des Karlsruher SC inne – und kehrte um. “Becker raus!”, brüllten die wilden Kerle in den blau-weißen Klamotten. Mit den szeneüblichen Schuldzuweisungen versuchten also die badischen Bruddler, ihren Frust loszuwerden. (…) Genervt von den Wiederholungsmissetaten war auch der Trainer. “Ich könnte alte Video-Kassetten einlegen”, erzählte Becker zu Beginn seiner Spielanalyse, ehe er zum x-ten Mal in dieser verflixten Saison “das ganz, ganz große Problem” erklärte: den fehlenden Torabschluss, das Zaudern im Strafraum. Und ewig grüßt das Murmeltier… Auch der Wolfsburger Spielfilm zeigte Leidvolles: Der KSC kombinierte flüssig, kämpfte tapfer, war aktiver als der Gegner (60 Prozent Ballbesitz), betrieb einen hohen Aufwand und hatte gute Chancen. (…) “Spielerisch bessere Mannschaft …”, ätzte Rolf Dohmen. “Ich kann’s nicht mehr hören: spielerisch bessere Mannschaft – das geht einem auf den Senkel.” Der sonst so fröhliche KSC-Manager sah blass aus. (…) Denn die bisherige Bilanz lässt das Schlimmste befürchten: 18 Treffer in 23 Spielen sind Beleg der Bundesliga-Untauglichkeit. Und trotz Nachrüstung in der Winterpause konnte die Torschusspanik nicht gelindert werden: Feintechniker Mahir Saglik ist im Strafraum so gefährlich wie ein Schützenbruder, der mit Wasserpistole schießt, und Rückkehrer Giovanni Federico wirkt wie ein Kandidat auf ein Abo fürs Fitness-Studio. (…) “Wir könnten eigentlich ohne Tore spielen”, sagte sarkastisch Rolf Dohmen, der das ständige “Quergeschiebe” vor der 16-Meter-Zone beklagte und im Verliererteam den “letzten Willen” vermisste, “das Ding reinzumachen, egal wie, ob mit Hechtsprung oder was auch immer.” Der Manager schonte in seiner Trauerrede nur den Trainer. “Null Diskussion”, sagte er, “wir haben dem Trainer nichts vorzuwerfen.”

Problem erkannt, Michael Mutzel! Im Kicker (Thomas Hiete) wird er folgendermaßen zitiert: „’Wir müssen den Schalter bald umlegen und sollten gegen Bielefeld damit anfangen.‘” Und auch Hiete fällt über den KSC-Sturm ein vernichtendes Urteil – „Sebastian Freis erweist sich als Chancentod, Edmond Kapllani als weitgehend untauglich, Joshua Kennedy ist vorerst ausgemustert und Mahir Saglik (…) keine Verstärkung. Auch Rückkehrer Giovanni Federico strahlt kaum Torgefahr aus.

Ebenfalls für den Kicker hat Hans-Günther Klemm mit Rolf Dohmen ein Interview geführt. Der Manager über …

… Sebastian Freis

Ich weiß nur, daß er nächstes Jahr bei Bayern München spielen müsste, wenn er einige von den vielen Chancen genützt hätte.

… Versäumnisse bei Verstärkungen für den Angriff

Es ist wie beim Bäcker. Der schönste Kuchen ist der teuerste. Qualität kostet auch im Fußball viel Geld. Das haben wir nicht. Daher sollten wir jetzt mit diesen Dingen nicht anfangen. Es bringt nichts.

… „Becker raus!”

Was soll unser Trainer bei einem solchen Spiel machen? Er kann doch nicht selbst die Tore schießen. (…) solche Reaktionen unseres Anhangs sind doch normal. Auch Ede Becker kann damit leben. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten uns gegen Bielefeld wieder unterstützen werden. Und zum Trainer: Ede tut alles, er redet die Spieler stark, er trainiert immer wieder den Abschluss. Ich habe keinen Anlass, seine Arbeit zu kritisieren.


Das Interesse am KSC boomt nach wie vor, und noch nie wurde so viel über den Verein geschrieben wie heute. Dadurch mag es bisweilen schwer fallen, den Überblick zu behalten. Da wir nun zwangsläufig sehr viel lesen und uns hierbei so manch Bemerkenswertes in die Hände fällt, möchten wir hierüber an dieser Stelle künftig allen KSC-Freunden – vor allem jenen, die nicht im Raum Karlsruhe leben – eine kleine Übersicht verschaffen.

Natürlich wird in dieser Rubrik kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben (wer z.B. möchte schon täglich die BILD lesen, geschweige denn kaufen?). Doch hoffen wir, mit lockerer und – selbstverständlich! – subjektiver Kommentierung den Wust ein wenig lichten zu können.


7 Antworten zu “Die kleine Presseschau vom 3. bis zum 9. März 2009”
  1. raumgewinn sagt:

    Ede Becker tut alles und der KSC, der sich im Vergleich zum Vorjahr um mindestens einen Punkt verbessern wollte, steht auf Platz 18 mit einer Differenz von -22 Toren. Das wäre doch schon ein Grund, die Arbeit des Trainers zu kritisieren.

  2. Holger Lauinger sagt:

    Man kann ihn ja kritisieren, aber man sollte, wenn lautstark seine Entlassung fordert, eine realistische Alternative anbieten! Und die gibt es derzeit me. nach nicht kurzfristig. Wenn wir abgestiegen sind, kann man überlegen, ob ede und disco auch wieder die Richtigen für die Zukunft sind. Das wage ich noch nicht zu beantworten. Ich schätze beide sehr, aber beide haben gemeinsam das vorhandene Personal zu verantworten – insbesondere das Stürmerproblem das 2 Transferphasen stur ignoriert wurde…
    Und dem aktuellen Personal weine ich keine Träne hinterher! Außer Maik Franz, Stefano Celozzi, Lars Stindl, Gotfried Adoube, Dino Dripic, Sebastian Langkamp und Aleksander Iashvilli können von mir aus alle gehen! Es ist eine Sache die defensive Austellung des Trainers zu kritisieren, eine andere ist das eierlose Rumgekicke und Eingeknicke wenn es drauf ankommt.

    Wir sollten am Samstag volle Offensive spielen! Zum Verkrampfen gibt es keinen Grund mehr. Wir sind letzter und alle haben schon über uns gelacht! Schlimmer gehts nimmer! Ab sofort können wir nur noch gewinnen!

    Sollten wir in Liga 2 landen, würde ich Wolfgang Rolff als neuen Trainer ins Gespräch bringen wollen…

  3. Blau.weißer Dino sagt:

    Wolfgang Rolff als Trainer?? Arbeitet der denn für ein Taschengeld?? Wäre mir neu! Unabhängig, welche Namen nun auftauchen. Der KSC kann sich, solange Ede Beckers Vertrag läuft, sowieso keinen anderen Trainer leisten. Mit Hösenknöpfen ist das nun mal nicht zu bewerkstelligen!! Darüber hinaus wird jeder potentielle Kandidat auf den Stuhl des Trainers die Forderung nach einer Erneuerung des Kaders stellen! Womit wir wieder bei den Hosenknöpfen angelangt wären!! Absteigen können wir zur Not auch mit Ede Becker!! Das gesparte Geld für ein zweites Trainergehalt könnte man wenigstens für zwei/drei Nachwuchstalente aus der zweiten/dritten Liga ausgeben. Das wenige Geld, welches derzeit vorhanden ist, muss unbedingt sinnvoll eingesetzt werden. Deshalb sind alle Ausleihgeschäfte von Dohmen absolut richtig gewesen! Kaum jemand will die Zusammenhänge von der Höhe eines Etates zum Tabellenstand gelten lassen. Wenn wir aber ehrlich sind, dann ist das eben für alle Vereine der Bundesliga mehr oder weniger der Messpegel. Schaut man mal, was andere, einst glorreiche Vereine mit einem Etat von 60 Millionen auf die Beine stellen, muss sich der KSC keine Kompexe einreden lassen. Überhaupt: Mir hängen die Personaldiskussion langsam zum Halse raus. Kein Anwärter auf den Posten von Dohmen und Becker wird derzeit den KSC übernehmen wollen. We talk about Hosenknöpfe, you know! Bislang sind wir mit den beiden doch recht gut gefahren. Es ist nun mal so, das ein mehr an Geld eben auch ein mehr an spielerischen Möglichkeiten schafft! Wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen! Das Interview mit Mike Franz bringts auf den Punkt. Bielefeld, Cottbus und der KSC spielen mit ungefähr dem gleichen Etat. Dementsprechend fällt auch der Tabellenstand aus. Alles, was darüber hinaus geht, ist ein kleines Wunder. Nun ja, so eines braucht der KSC jetzt. Was der KSC nicht braucht, sind lautstarke Unmutsbekundungen. Die haben noch nie was zum besseren bewendet. Also stehen wir hinter unserem Verein. Loyalität ist manchmal schwerer zu bekommen, als Geld. Manager und Trainer haben diesbezüglich keine Bringschuld. Die liegt bei der Mannschaft alleine. Ab Samstag, 15.30 Uhr ist Zahltag!!

  4. Blau.weißer Dino sagt:

    Wolfgang Rolff als Trainer?? Arbeitet der denn für ein Taschengeld?? Wäre mir neu! Unabhängig, welche Namen nun auftauchen. Der KSC kann sich, solange Ede Beckers Vertrag läuft, sowieso keinen anderen Trainer leisten. Mit Hösenknöpfen ist das nun mal nicht zu bewerkstelligen!! Darüber hinaus wird jeder potentielle Kandidat auf den Stuhl des Trainers die Forderung nach einer Erneuerung des Kaders stellen! Womit wir wieder bei den Hosenknöpfen angelangt wären!! Absteigen können wir zur Not auch mit Ede Becker!! Das gesparte Geld für ein zweites Trainergehalt könnte man wenigstens für zwei/drei Nachwuchstalente aus der zweiten/dritten Liga ausgeben. Das wenige Geld, welches derzeit vorhanden ist, muss unbedingt sinnvoll eingesetzt werden. Deshalb sind alle Ausleihgeschäfte von Dohmen absolut richtig gewesen! Kaum jemand will die Zusammenhänge von der Höhe eines Etates zum Tabellenstand gelten lassen. Wenn wir aber ehrlich sind, dann ist das eben für alle Vereine der Bundesliga mehr oder weniger der Messpegel. Schaut man mal, was andere, einst glorreiche Vereine mit einem Etat von 60 Millionen auf die Beine stellen, muss sich der KSC keine Kompexe einreden lassen. Überhaupt: Mir hängen die Personaldiskussion langsam zum Halse raus. Kein Anwärter auf den Posten von Dohmen und Becker wird derzeit den KSC übernehmen wollen. We talk about Hosenknöpfe, you know! Bislang sind wir mit den beiden doch recht gut gefahren. Es ist nun mal so, das ein mehr an Geld eben auch ein mehr an spielerischen Möglichkeiten schafft! Wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen! Das Interview mit Mike Franz bringts auf den Punkt. Bielefeld, Cottbus und der KSC spielen mit ungefähr dem gleichen Etat. Dementsprechend fällt auch der Tabellenstand aus. Alles, was darüber hinaus geht, ist ein kleines Wunder. Nun ja, so eines braucht der KSC jetzt. Was der KSC nicht braucht, sind lautstarke Unmutsbekundungen. Die haben noch nie was zum besseren bewendet. Also stehen wir hinter unserem Verein. Loyalität ist manchmal schwerer zu bekommen, als Geld. Manager und Trainer haben diesbezüglich keine Bringschuld. Die liegt bei der Mannschaft alleine. Bereits in den 90er konnte man im Breisgau sehr gut beobachten, das man sehr wohl mit ein und dem selben Trainer oben mitspielen kann! Der Verein war deshalb immer einen Nummer stabiler als andere. Nichts desdo Trotz: Die Mannschaft hat uns loyalen Fans gegenüber eine Bringschuld! Kämpfen und siegen! Am Samstag, 15.30 Uhr ist Zahltag!!

  5. Holger Lauinger sagt:

    lieber dino, deine erregung in aller ehren, aber du solltest meinen kommentar vielleicht noch einmal genauer lesen… rolff könnte ein vorschlag sein, wenn wir abgestiegen sind! und auch ede becker lebt nicht allein von hosenknöpfen und für einen anderen könnte sein gehalt ebenso passen. eventuell eben auch wolfgang rolff, wenn man ihm es sich schmackhaft machen könnte sich in ka als cheftrainer zu profilieren… es wäre im übrigen auch eine identifikationsfigur und die werder-schule ist nicht die schlechteste…
    natürlich ist es momentan nicht sehr konstruktiv eine anti-becker-fraktion aufzumachen. wenn wir aber abgestiegen sind, dann müssen alle posten im verein analysiert werden…
    warum haben wir so viele nullnummern wie timm, porcello, carnell, stoll, kapplani etc an bord. denen wurden zum teil verträge verlängert, obwohl keine leistung mehr da war. während zeitgleich talente wie brosinski u. a. abschwirren… ich weiß, dass das natürlich auch mit asche zu tun hat, aber wenn wir finanziell so schlecht aufgestellt, gerade dann müssen wir auf junges talentiertes frischblut setzen… unsere krücken sind zwar einerseits billig, aus anderer perspektive sind sie auch relativ teuer!
    und der vertrag mit enbw ist ein skandal! angeblich mit einseitigem kündigungsrecht? das stammt noch aus zeiten, in denen wir wohl alles akzeptieren mussten. eine faire partnerschaft sind anders aus. keine höheren bezüge bei 1. liga-teilnahme? wenn das alles stimmt, dann hätte er niemals unterschrieben werden dürfen… oder: und das glaube ich, es gibt im verborgenen aus den alten skandal-zeiten immer noch geheimnisse, die bis heute nicht öffentlich sind, die aber dohmens handlungsmöglichkeiten beschränken…

    und am samstag: bielefeld wegputzen! eine charakterfrage!

  6. Holger Lauinger sagt:

    auf bild.de erzählt nives celsius warum sie auf jürgen klinsmann steht… jetzt weiß ich wie wir uns dino dripic leisten konnten: seine frau verdient das geld parallel… fortsetzung folgen… peinlich!

  7. Blau.weißer Dino sagt:

    So, das Spiel gegen Bielefeld ist seit knapp 9 Stunden vorbei. Ich bin immer noch sprachlos! Es ist absolut wiedermal das gleiche Dilemma wie am letzten Samstag! Deshalb bedarf es hier an dieser Stelle keinerlei Analysen mehr. Wer im Stadion war oder zuhause bei Premiere (ohne Konferenzschaltung) vorm Bildschirm war, weis Bescheid. Wieder mal einen absolut schwachen Gegner und direkten Mitkonkurenten alle Punkte in den Rücksack gepackt und nach Hause geschickt. Himmel hilf!! Wir brauchen ein Wunder!

  8.  
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