Die kleine Presseschau vom 12. und 13. Februar 2009
Geschrieben von Matthias Dreisigacker in Presseschau - 772 KlicksDonnerstag, 12. Februar 2009
Auf Seite 3 der BNN wurde nur für die Stadiondiskussion eine ganze Seite freigeräumt und gewinnt der Leser hiermit einen guten Überblick über den Stand der Dinge. Auch die Computer-Animation eines neuen, auf die alten Wälle aufgesetzten Wildparkstadions wirkt beeindruckend – ein Koloß, der seinesgleichen sucht.
Nochmals sind Für und Wider der jeweiligen Standorte Wildpark und Gleisdreieck aufgeführt. Eine klare Positionierung fällt dennoch schwer, da beide Standorte mit noch zu lösenden und kostspieligen Fragestellungen verbunden sind. Es braucht also weiterhin viel Geduld, bis einer der beiden Parteien ein entscheidender Vorstoß gelingt.
Im Sport läßt Gerhard Wolff Trainer Edmund Becker zu Wort kommen, der im Team eine etwas gelöstere Stimmung wahrgenommen hat. Für das Auswärtsspiel in Köln spekuliert Wolff auf die HSV-Aufstellung, die nur auf der Position Engelhardts geändert werden dürfte. Die Alternative: Aduobe käme rein und bildete mit Antonio da Silva das defensive Mittelfeldpärchen. Auf der Bank bleiben würde Christian Eichner, dem der Trainer nach seinen erzwungenen Pausen noch körperliche Defizite bescheinigt. Aber auch im Falle nachgewiesener Fitneß sieht Wolff für den Vize-Kapitän harte Arbeit voraus, um wieder ins Team zu kommen – „Stefano Celozzi ist aus dem Team nicht wegzudenken, Görlitz zeigte gegen den HSV einen deutlichen Aufwärtstrend.”
Hans Falsehr und Ursula Vielberg schreiben in der BILD-Zeitung von einem anderen Trend – nicht nur Sebastian Freis, sondern auch Markus Miller stünde im Fokus des 1. FC Köln, und zitieren Millers Berater Jürgen Schwab, der einen Wechsel nicht ausschließen möchte: „’Vor zwei Jahren war es mal ein Thema, aber dann hat Markus beim KSC verlängert. Im Sommer werden einige Vereine einen Torhüter suchen. Wenn Markus eine Top-Rückrunde spielt, ist er sicherlich auch einer der Kandidaten, die umworben werden. Mit 26 Jahren ist er im besten Torwart-Alter. Aber oberste Priorität hat für ihn der Klassenerhalt mit dem KSC.‘” Nun ja, es wäre schön gewesen, hätte für Schwab diese Priorität ebenfalls bestanden und er einfach geschwiegen, um nicht noch mehr Unruhe in den Verein zu tragen. Ob es darüber hinaus auch seinem Schützling nutzt, so munter drauf los geplappert zu haben, bleibt abzuwarten.
Auch im Kicker steht natürlich etwas über den KSC. Harald Kaiser ergänzt den Status-Bericht Gerhard Wolffs, daß die Atmosphäre im Team wieder lockerer und gelöster sei, darum, daß Trainer Becker mit den Trainingsleistungen dieser Woche nicht zufrieden gewesen sei und die Profis schon als „’zu locker‘” empfunden habe – „’beim Torschuss und bei den Spielformen fehlt mir die Besessenheit.‘” Und auf Kaisers Frage, ob Joshua Kennedy wieder im Kader stehen würde, antwortet der Trainer: „’Darüber bin ich mir noch nicht schlüssig, ich überlege noch.‘”
In der Rubrik „Gewinner + Verlierer” sieht auch Kicker-Redakteur Jörg Jakob die Angelegenheit mit der Rückennummer „69″ nicht ganz so lässig und senkt den Daumen: “Dürfte sein kroatischer Neuzugang Dino Drpic mit einer 69er-Nummer auflaufen, würde der Verein wohl mehr Fan-Trikots verkaufen. Aber die DFL hat diese Variante untersagt. Schließlich soll der Verteidiger mit seinem Stellungsspiel nicht das Merchandising, sondern das KSC-Spiel beleben.”
Freitag, 13. Februar 2009
Peter Putzing meldet für das Badische Tagblatt, daß Sebastian Freis zur nächsten Saison beim 1. FC Köln spielen wird. Spätestens am Montag würde offiziell verkündet werden, was man aus Gründen der Brisanz des morgigen Spiels in Köln-Müngersdorf bislang noch vermieden hatte. Bereits Anfang der Woche teilten Freis und dessen Berater Karl-Heinz Förster deren Entscheidung Manager Dohmen und Trainer Becker mit. Der ablösefreie Stürmer wird in Köln ein Grundgehalt in Höhe von rund 750.000 Euro beziehen, zuzüglich Prämien – „eine Summe, die der KSC nie bieten könnte. Da kann wohl keiner dem KSC-Eigengewächs den Wechsel verübeln“, schließt Putzing.
Hust, Räusper – na, da wird Putzing wohl den guten alten Harald Linder nicht bedacht haben, der es bislang noch jedem Spieler verübelt hat, wenn er marktüblich entlohnt werden wollte.
Mit dieser Meldung ist Putzing nun also vorgeprescht, denn weder Harald Linder (Kurier) noch René Dankert (BNN) bestätigen diese Nachricht. Dankert schreibt hingegen, daß Godfried Aduobe für Marco Engelhardt in die Mannschaft rücken wird. Becker lobt den Ghanaer, daß dieser sich nach der für ihn nicht optimal gelaufenen Vorbereitung nie habe hängen lassen. Und zur Personalie Kennedy äußert sich Becker heute noch bestimmter als gestern: „’Er wird definitiv nicht dabei sein. In der nächsten Woche werden wir uns dann aussprechen und danach sehen, wie es weitergeht.‘”
Für Sebastian Langkamp wird es vorerst weiterhin in der Regionalliga-Mannschaft weitergehen, schreibt Edgar Grünvogel (BNN). Langkamp vermißt bislang „eine richtige Bewährungschance auf der Abwehr-Zentral-Position” bei den Profis und muß mit der Bestandsaufnahme Edmund Beckers leben, daß er „’gewisse Qualitäten, vor allem ein geschicktes Zweikampfverhalten bei hohen Bällen” habe, doch sich für Höheres eben noch nicht habe aufdrängen können. Auch Team-Manager Burkhard Reich sieht Ansprüche des Verteidigers als noch verfrüht an. Jener kontert: „’Ich sehe, wer beim KSC auf meiner Position spielt. Da will und werde ich auch hinkommen.” Noch in der Winterpause waren Anfragen von Zweitligisten durch den KSC abgelehnt worden, was Langkamp als Vertrauensbeweis und „Aufforderung zum Kampf um die Verwirklichung der persönlichen Ziele” auffaßt.
Harald Linder widmet sich heute im Kurier natürlich ganz der Stadionfrage und zweifelt an den Realisierungschancen der optimierten Wildparkpläne. Es scheint ihm ausgeschlossen, daß sich die örtliche Wirtschaft im Hardtwald groß engagieren werde, sieht die Parkplatzfrage als nicht gelöst an und wundert sich, daß die Pläne so leichtfertig den gerade erst für 600.000 Euro angelegten Kunstrasenplatz als künftigen Bus-Parkplatz ausweisen. Einziger Ausweg für ihn wäre, daß die Stadt „dieses städtische Stadion” analog zu Neuer Messe und Europabad als jährlichen Zuschußbetrieb akzeptiere und endlich aufhörte, vom KSC unrealistische Mieten zu erwarten. Und wenn man das nicht leisten könne, dann solle man den KSC zumindest bei seinen „privatwirtschaftlichen Bemühungen, was einen Neubau an anderer Stelle anbelangt, mit aller Kraft unterstützen” und nicht dessen Aktivitäten mit der Firma Newport abwerten und boykottieren.
Jener Investor ist übrigens laut Linder hinsichtlich des Standortes „Gleisdreieck” schon fleißig am Werkeln. Die Kleingartensiedlung soll in die „Untere Hub”, auch die ESG Frankonia soll umgesiedelt werden. Mit beiden Parteien sind offenbar schon Gespräche geführt worden.
Das Interesse am KSC boomt nach wie vor, und noch nie wurde so viel über den Verein geschrieben wie heute. Dadurch mag es bisweilen schwer fallen, den Überblick zu behalten. Da wir nun zwangsläufig sehr viel lesen und uns hierbei so manch Bemerkenswertes in die Hände fällt, möchten wir hierüber an dieser Stelle künftig allen KSC-Freunden – vor allem jenen, die nicht im Raum Karlsruhe leben – eine kleine Übersicht verschaffen.
Natürlich wird in dieser Rubrik kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben (wer z.B. möchte schon täglich die BILD lesen, geschweige denn kaufen?). Doch hoffen wir, mit lockerer und – selbstverständlich! – subjektiver Kommentierung den Wust ein wenig lichten zu können.





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was wollen freis? 750.000 plus x? dafür auf die bank in kölle? nun ja, schon erschreckend für wie wenig man einen stammspieler vom ksc wegholen kann… aber reisende soll man ziehen lassen… dein engagement hat meistens gestimmt und uns ja gerade die hoffnung erhalten… deshalb war es auch immer leicht über die limitierte begabung bei der ballannahme etc. hinwegzusehen… so geräuschlos wie der deal von statten ging, hat disco wohl schon ersatz im blick…
ach, solltest du in köln einen siegtreffer markieren, dann dürfen die mit uns den abstiegskampf tanzen!
Sicher ist Sebastian Freis ein recht passabler Stürmern, aber auch das, was man gemein hin einen Chancentod nennt. Warscheinlich sehen die Kölner in ihm ein Talent, von welchem Sie sich versprechen, wenn man ihn den nur richtig bediene, fallen auch genügend Tore. Nun ja, das wiederrum kommt drauf an, ob er sich denn seine zehn Chancen pro Spiel erarbeiten kann. Denn erfahrungsgemäß benötigt er die, um daraus ein einziges Tor zu machen. Ich bin mir da recht sicher, das er im Falle eines Wechsels nach Köln, dort recht schnell die Bank wärmen wird. Oder er findet sich möglicherweise schneller in den Tiefen der zweiten Bundesliga, oder gar in der Regionalligamannschaft des FC wieder. Sebastian denk dran! Nicht jeder Trainer hat soviel Nachsicht, wie unser Ede. Dennoch ist auch der KSC gut beraten, Freis zu halten. Notfalls auch für 100-200.000.-€ mehr an Jahresgehalt. Denn….zum KSC passt er letzten Endes noch am besten. Und wenn er, wie in dieser Saison noch gut möglich, seine zehn Tore erzielt, dann ist es auch unterm Strich voll in Ordnung. Dennoch halte ich einen Wechsel nach Köln für ein zu großes Wagnis. Denn er wird beim FC wohl auf gewichtige Nebenbuhler treffen, welche für Ihn dann sicher eine ungleich größere Bedrohung für einen Stammplatz darstellen werden, als ein Kapplani und ein Kennedy. Dabei denke ich noch nicht mal an einen Lukas Podolski oder einen Milivoije Novacovic. Jung! Ich würd das lassen!
@ Holger: Also ich halte 750.000 + x nicht gerade für wenig Geld und wäre auch nicht damit einverstanden, wenn der KSC diese Summe für einen Spieler wie Freis zahlen würde nur um ihn zu halten. Dann könnte man wahrscheinlich die Tage zählen, bis der Nächste kommt und sich für ein hoffnungsvolles Talent mit Chancen bei einem Topclub hält …
Ich hätte Basti Freis auch gerne weiterhin in unseren Farben gesehen, aber eben nicht um (zu) jedem Preis.
@Dino: Ich bin mir nicht sicher ob die Geisböcke den Basti als Stürmer geholt haben. Dort würde er wohl in der Tat wenig Land und Spielfeld sehen solange Novacovic und der Karnevals-Prinz nicht verletzt sind. Aber evtl. ist er auch mehr für das offensive Mittelfeld / rechte Außenbahn gedacht, dort traue ich ihm weit mehr zu.
stefko: ich halte 750.000 auch für ordentlich asche – besonders wenn ich meinen kontostand betrachte! aber freis verdient ja beim ksc sicherlich auch schon etwas und wäre sicherlich auch ksc-intern in einer guten verhandlungsposition… da glauebe, dass also die differenz in relation zum stammplatz wenig geld ist, das ihn da nach köln bewegt…
Holger hat wohl Recht. Ich denke auch, dass Dohmen schon jemanden als Ersatz im Blick hat, sonst wäre wohl von KSC-Seite mehr um Freis gekämpft worden.
Davon abgesehen, auch wenn er diese Saison 7 Tore gemacht hat (bislang), sein Einsatz meistens gestimmt hat und er ein Eigengewächs ist, darf man doch nicht außer Acht lassen, dass er ein limitierter Fussballer ist. Ich bin davon überzeugt, dass ein Daniel Reule (wer kennt ihn noch???) es genauso weit hätte bringen können!!! Und wo kickt der jetzt??? Ist in der Winterpause grad vom FC Nöttingen zum SSV Reutlingen gewechselt! Wurde abseits vom KSC auch nie richtig glücklich. Wenn er das mal vorher gewusst hätte, hätte er sich vielleicht anders verhalten…!
So! Seit Sonntag Abend wissen wir es besser!
Die Zeitungen (z.B. der Kicker und die Axel Springer Blase) vermeldeten, das der Deal wohl in trockenen Tüchern ist. Als Grundgehalt(!) wurde die stolze Summe von 800.000.-€ plus eine zusätzliche Erfolgsprämie in sechsstelliger Höhe genannt! Was das rein finanzielle betrifft, hat Freis sicher das richtige getan!! Sportlich wird er sich aber in Köln weit an die Decke strecken müssen, wenn er sich dort etablieren möchte. Aber wer weis…möglicherweise können wir Ihn dann pünktlich zur Rückrunde 2010 für kleines Geld dann mal eben von den Geisböcken ausleihen und spielen die Saison 2009/2010 dann mit einer absoluten (ausgeliehenen) Revivalmannshaft. *lol* Eben mit Federico, Eggiman, Orahovac (welcher sich in Wehen übrigens richtig gut macht) und Freis. Erst verkaufen und dann wieder ausleihen. Solange niemand auf die Idee kommt, Ioannis Amanatis und Danny Fuchs wieder zu verpflichten,…wär das eine heitere Variante.
Und wenn alles schief läuft, verstärken wir halt unsere Regionalligamannschaft mit Jiri Kaufman, Kapllani, Kennedy und Jan Männer! (Obwohl: Auch dort ist das Tor nur 7.44m breit *lol*)
In Frankfurt sollte nach der Vertragsverlängerung für Friedhelm Funkel etwas Ruhe eingekehrt ein! Dennoch bewegt sich die Eintracht auf unsicherem Terrain. Die Differenz zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt gerade mal drei Punkte. Frankfurt hat bisher eine sehr unkonstante Saison gespielt. Zuletzt gegen Köln ein, anhand der gezeigten Leistung doch eher unglückliches Remis, und zu Hause gegen Wolfsburg aber doch eher schwach gespielt und deshalb mit 0:2 untergegangen. Dennoch ist hier Vorsicht geboten: Der KSC hat sich gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion bisher immer sehr umständlich angestellt. Dieses eine Hinspiel im Oktober will ich deshalb so schnell, wie möglich, vergessen. Hier hat die Mannschaft wirklich noch eine absolute Bringschuld. Dümmer, als in der Hinrunde in Frankfurt liefs wirklich nur noch gegen Wehen. Jetzt ist es an der Zeit, der ordentlichen, aber immer noch nicht überragenden Leistung gegen Köln, wieder einen darufzusetzen. Die Eintracht ist andernseits auch eine Mannschaft, welche derzeit auch rein spielerisch nicht überzeugt und welche der KSC deshalb durchaus “niederkämpfen” kann. Er muss es einfach halt auch tun. Mit einer, wirklich überzeugenden leistung, wie zuletzt gegen den HSV sollten die drei Punkte am Samstag im Wildpark bleiben. Es wäre auch absolut nötig! Schaut man auf die drei Spiele der Rückrunde unserer direkten Mitwettbewerber in der Tabellenregion, ist unsere Mannschaft gut beraten, am Samstag nichts dem Zufall zu überlassen. Dazu gehört vorallem, das man seine hochkaratätigen Torchancen auch in etwas zählbares ummünzt und ausnahmsweise mal nicht andauernd den gegnerischen Tormann regelmäßig “auf der Flucht” zu erschiessen. Im Gegensatz zum althergebrachten Schulsportspiel “Völkerball” gibt es im Fußball dafür keine Punkte!!
wartet ab, der freis wird in KÖLN EIN PAAR GUTE SPIELE spielen, aba nicht viele, i-wann driftet er dann zwischen reserve und Wechselspieler.
und spätestens in 2 Jahren hat der Ksc ihn ausgeliehen oder wieder gekauft…
Nun ja, wenn man dem Bericht und den Zahlen aus der heutigen Ausgabe des Kuriers Glauben schenken darf, dann schauen da für Freis zwischen 2-2.5 Millionen Euros raus. Pro Saison!! Eine geradezu unglaubliche Summe, bei welchem der KSC schon längst die Segel gestrichen haben dürfte. Sollten diese Zahlen korrekt sein, kann man es Sebastian nun wirklich nicht verübeln. Seien wir mal ehrlich: Für deutlich weniger Geld haben andere auch schon die Ersatzbänke gewärmt… Es ist, wie es immer ist: Money Talks!