Archiv für Januar 2009
\ Nach jedem Bundesligahalbjahr startet das Kicker-Sportmagazin eine Umfrage unter den Profis der höchsten deutschen Spielklasse. Die Teilnehmerzahl dürfte zwar nicht gänzlich wissenschaftlichen Kriterien entsprechen, gleichwohl erlaubt sie dennoch ein repräsentatives Stimmungsbarometer. Naturgemäß kommt der KSC nicht für viele Kategorien in Frage – wobei immerhin Edmund Becker noch in der Winterpause 2007/08 der „Gewinner unter den Trainern“ war. Daß dies für den Januar 2009 nicht mehr gilt, ist nicht überraschend. Interessant war dieses Mal also nur die Frage nach den zu erwartenden Direktabsteigern am Ende dieser Spielzeit. Sehr deutlich tippen die Bundesligaprofis hierbei auf Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach, ehe mit einem satten Puffer der KSC, der VfL Bochum und Arminia Bielefeld folgen. Nachdenkenswert wird dieses Ergebnis, wenn man sich das während der Vorrunde ausdauernd gepflegte Mantra von Trainern, Spielern und Management der Badener in Erinnerung ruft, daß man oftmals nur unglücklich die Punkte abgegeben habe, Kleinigkeiten fehlten und generell unter Wert geschlagen worden sei. Wäre dem nun so gewesen, dann hätte sich dieses subjektive Empfinden auch in den Einschätzungen der generischen Spieler wiederfinden müssen. „Puh, da haben wir aber noch mal Glück gehabt!“, oder, „die sind ja gar nicht so schlecht, wie sie stehen!“ – solche Wahrnehmungen gab es eben nicht und wurde somit ein besseres Abschneiden der Karlsruher in der Umfrage verhindert. Diese Schlußfolgerung kann als weiterer Beleg dafür dienen, wie sehr sich beim KSC im Vorlauf der Hinrunde Wunsch und Wirklichkeit voneinander entfernt hatten.
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Samstag, 24. Januar 2009
Da uns die BILD-Zeitung vom Samstag in die Hände gefallen ist, hier noch ein kleiner Nachtrag. Mario Basler, der Nachfolger Max Merkels in der beliebten Serie „BILD testet die Bundesliga”, hat die drei Absteiger genannt. Neben Borussia Mönchengladbach und Energie Cottbus wird seiner Meinung nach auch der KSC dazugehören, dessen „Bosse” er Jobs als Fensterputzer anheimstellt – „Kommen wir zu Absteiger Nummer 2: Tschüs, KSC! Ich hätte es im Sommer nicht gedacht, aber auch ihr seid bald weg vom Fenster. In Karlsruhe fehlt mir in der Führung einer mit Biss. Wenn die Bosse dort mal was machen wollen, wo sie etwas Durchblick haben, dann bleibt denen nur ein Job übrig: Fensterputzer! Der Engelhardt aus Nürnberg soll der neue Retter sein? Spätestens dann weißt du: Das Kapitel Bundesliga ist bei denen vorerst beendet!”
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Montag, 19. Januar 2008
Im Kicker wird von starkem Interesse des 1.FC Köln an Sebastian Freis berichtet. Jener ist im Sommer ablösefrei und sei somit selbst nach der Verpflichtung Podolskis finanzierbar. Sportlich mache es für die Kölner Sinn, da man sowohl für die rechte als auch die linke offensive Außenposition Alternativen suche.
Darüber hinaus holt Uli Gerke zur großen KSC-Analyse aus und zählt dessen Problemzonen auf – zunächst Maik Franz und die Suche nach einem Innenverteidiger, der ihn vertreten soll. Ahmed Madouni scheidet wegen fehlender Spielpraxis ebenso aus wie der Hoffenheimer Christoph Janker, der keine Freigabe erhält. Laut Manager Rolf Dohmen wird im Ausland nach einer Alternative gesucht, da man in Deutschland nicht fündig würde. Im defensiven Mittelfeld sieht Gerke ebenso ein Problem, da der verschärfte Konkurrenzkampf, z.B. bei Godfried Aduobe, an den Nerven zu zerren scheint. Im Moment sieht er Michael Mutzel und Marco Engelhardt in der Startformation. Und schließlich ist seiner Meinung nach auch Edmond Kapllani ein Problemfall, der seine beiden Tore gegen Düsseldorf mit einem „verbalen Aussetzer“ gegen Michael Mutzel konterkarierte. Aber immerhin, Dohmen schraubt die Affäre auf Normalmaß herunter: „’Edmond vergriff sich im Ton. Das passiert im Eifer des Gefechts schon mal’“
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Beunruhigende Nachrichten aus dem Trainingslager des KSC
Der KSC ist aus seinem Trainingslager im türkischen Belek zurückgekehrt. Galten die dortigen Aufenthalte in den vergangenen Jahren als weitgehend unproblematisch und hilfreich für die anstehenden Anforderungen der ersten und zweiten Bundesliga, so drangen diesmal einige Mißtöne in die Heimat herüber, die über die befristete Enge eines solchen Aufenthaltes hinaus in die nächsten Wochen hineinwirken könnten. Während des Testspiels gegen den FC Ingolstadt hat es zwischen Michael Mutzel und Edmond Kapllani derart gekracht, daß Trainer Edmund Becker den entnervten Albaner sogar auswechseln mußte. Anschließend sollen zwischen den beiden Streithähnen noch Prügelandrohungen hin- und hergeflogen sein. Ausgangspunkt gewesen war offenbar ein Klagen Mutzels über eine ungenügende Aktion Kapllanis.
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Sonntag, 11. Januar 2009
Während Michael Müller in Boulevard Baden hinsichtlich einer weiteren Verpflichtung noch im Dunkeln tappt und auf die Allgemeinplätze Manager Dohmens und Trainer Beckers verweist, weiß Harald Linder (Der Sonntag) schon wieder etwas mehr – der Kongolese Blaise Lelo Mbélé, zurzeit von Club L’Espérance Sportive (Tunesien) an Al Hilal (Saudi Arabien) ausgeliehen, soll im Trainingsbetrieb getestet werden. Marc André Kruska von Borussia Dortmund, der für den Sommer offenbar schon fest eingeplant war, wechselt hingegen für 750.000 Euro zum FC Brügge. Er wollte nicht so lange auf einen Vereinswechsel warten. Den BVB wird es freuen, wäre er doch am Saisonende ablösefrei gewesen.
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Giovanni Federico und Marco Engelhardt
Der Samstagmorgen vorvergangener Woche war einer jener Gelegenheiten, bei der man am liebsten im Bett bliebe. Bitterkalt, den Jahreswechsel noch in Kopf und Knochen, läge es nahe, den lieben Gott den besten Mann überhaupt sein zu lassen. Vom KSC mal ganz abgesehen. Daß es dennoch Hunderte Menschen bei diesen ungemütlichen Verhältnissen auf sich nahmen, zum Auftakttraining in den Wildpark zu eilen, lag vornehmlich an Giovanni Federico. In seiner Person kulminieren derart viele Sehnsüchte und Hoffnungen, daß viele ihn, den Heilsbringer im besten Sinne, schlicht nur sehen und sich vergewissern wollten, daß er tatsächlich da ist. Wenn man will, ist Federico der badische Podolski. Alles würde mit ihm gut werden.
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Dienstag, 6. Januar 2009
Baden-Württemberg hat Feiertag.
Mittwoch, 7. Januar 2009
Beim Harder-Cup in Mannheim gab es für den KSC nichts zu holen. Entsprechend nüchtern fallen auch die Reaktionen in der regionalen Presse aus, sah Frank Ketterer im Badischen Tagblatt einen „uninspirierten“ KSC und befindet – „das Gute daran: Verletzte waren auf Karlsruher Seite nicht zu beklagen, die Mannschaft kam zudem früh aus der Halle – und konnte gestern einigermaßen ausgeruht ins vorgezogene Trainingslager ins türkische Belek fliegen (…)“
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In jener Lage, in der sich der KSC zur Winterpause der Saison 2008/09 befindet, muß man mit allem rechnen. Unter den Fans wird dies fleißig getan und hierbei neben einem direkten Abstieg nichts mehr gefürchtet als mögliche Relegationsspiele gegen den alten Südwestrivalen 1.FC Kaiserslautern. Die Vergleiche der beiden Vereine in den letzten Jahrzehnten waren hinsichtlich der Lokalrivalitäten stets etwas Besonderes gewesen und gerieten oftmals tiefer in das Bewußtsein der Fans, als beispielsweise jene Duelle gegen den VfB Stuttgart. Viele Pfälzer arbeiten in Karlsruhe und Umgebung, sodaß die sportliche Konkurrenz stark ins Alltagsleben eingreift. Noch stärker als beim VfB Stuttgart steht mit der Pfalz eine ganze Region hinter ihrem Verein, den es selbst dann zu schützen gilt, wenn man sich nicht direkt für Fußball interessiert oder gar begeistert.
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Mittwoch, 31. Dezember 2008
Hurra – der Kurier liegt schon heute vor der Haustür! Und Harald Linder schenkt der Karlsruher Bevölkerung mit einem Jahresrückblick eine ganze Seite über den KSC. Er greift die enttäuschende Rückrunde auf und bemängelt, daß „die einstigen Leistungsträger weit weg von ihrer guten Verfassung der Hinrunde“ und „mit dem Kopf schon bei ihrem neuen Arbeitgeber“ gewesen seien. Zudem waren „ihnen einige Ereignisse“ wohl zu Kopf gestiegen. Namentlich nennt er Markus Miller, Tamas Hajnal und Mario Eggimann. Den aufmerksamen Leser der Sportkommentare des Autors verwundert bei Letzterem allerdings, daß sich Linder im Sommer ausgerechnet über die Nichtberücksichtigung Eggimanns durch den Schweizer Bundestrainer Köbi Kuhn so erregt hatte. Denn die schwachen Leistungen des Abwehrspielers in den Monaten zuvor hatten eine Nominierung schlicht nicht gerechtfertigt.
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