Die kleine Presseschau vom 23. bis zum 29. Dezember 2008
Geschrieben von Matthias Dreisigacker in Presseschau - 819 KlicksDienstag, 23. Dezember 2008
Aufatmen bei Florian Krebs, dem talentierten Innenverteidiger der 2. Mannschaft – die Verletzung vom Samstag, nach der er sogar vom Platz getragen werden mußte, stellte sich letztlich „nur” als Kapselverletzung am Knie heraus. Zum Trainingsbeginn am 12. Januar wird er von Trainer Rainer Krieg bereits wieder zurückerwartet. Bei Fnan Teweldes Wechselentscheidung scheint sich die Waage laut BNN übrigens zu Eintracht Frankfurt zu neigen.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Anläßlich seines 80. Geburtstages (25.12.1928) erhält der ehemalige Mannschaftskapitän und Trainer des KSC, Kurt Sommerlatt, in den BNN eine schöne Würdigung von Edgar Grünvogel. Der Jubilar war Mitglied der Pokalsiegermannschaften von 1955 und 56 und brachte sogar das im deutschen Fußball einmalige Kunststück fertig, mit dem FC Bayern München 1957 sein persönliches DFB-Pokal-Triple zu vollenden. Die rüstige, noch immer in Blankenloch lebende Fußball-Legende war aber nicht nur beim KSC und den Bayern nachhaltig tätig, sondern u.a. auch als Spieler bei FC La-Chaux-de-Fonds (Schweiz, ein Pokalsieg) und als Trainer beim FK Pirmasens, dem FC Homburg oder auch Borussia Neunkirchen. Stolz weiß er Grünvogel zu berichten, „ ich kann überall wieder hinkommen.”
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Über allen Kiosken ist Ruh’. Wie gut, daß man in diese Stille hinein eine Ausgabe der Berliner Fußball-Woche aus den Tagen (Montag, 8.12.08) vor dem Spiel des KSC bei Hertha BSC in die Hände bekommt. Der Ettlinger Winfried Weber, den es vor Jahrzehnten in die Metropole verschlagen hat und der heute als Gestalter des – übrigens bemerkenswert gut gemachten und somit aus der Masse der gerade auch in den Bundesligen herausgegebenen, nichtssagenden Werbe- und Anzeigenhefte herausragenden – „Stadionheftles” der Regionalligamannschaft des KSC journalistisch wieder ein Bein in Baden hat, interviewte für das Berliner Traditionsblatt KSC-Trainer Edmund Becker.
Auf Lars Stindl angesprochen, den Weber gerne schon früher in der Mannschaft gesehen hätte, antwortet Becker: „Junge Spieler brauchen eine gewisse Zeit. Lars Stindl hat eine gute Vorbereitung gemacht, ist dann aber in ein kleines Tief gefallen. (…) Er wird seine guten Leistungen auf Dauer bestätigen müssen. Für die jungen Spieler ist das nicht einfach. Die machen zwei oder drei gute Spiele und dann geht das ‚Theater’ schon los – es stürzen viele Einflüsse von außen auf die Spieler ein.”
Hinsichtlich des unterstellten Fehleinkaufs Antonio da Silva hadert der Trainer auch mit dem Publikum – „Dazu kommt, dass Teile des KSC-Anhangs mit ihm Probleme haben. Obwohl andere Spieler z.T. auch nicht überzeugender agierten, reagierten die Fans darauf nicht. Ich habe ein wenig den Verdacht, daß da Silva auch als Buhmann herhalten muss.”
Besonders interessant ist schließlich der folgende Dialog der beiden Herren.
Weber: Aus dem KSC-Umfeld wirft man Ihnen ein stures Festhalten an Ihrer defensiv ausgerichteten Taktik vor…
Becker: Davon weiß ich nichts. Wo haben Sie das denn her?
Weber: Aus Gesprächen mit KSC-Fans.
Becker: Nein, ich bin der Letzte, der an irgendwas festhält. Das haben ja auch die Spiele gegen Dortmund und Hannover bewiesen.
Samstag, 27. Dezember 2008
In den BNN ist der Blick jahreszeitenbedingt nicht auf die Profis gerichtet. Hierfür findet sich aber einiges zur zweiten Mannschaft. Im Interview mit Edgar Grünvogel nimmt Rainer Krieg Stellung zu den Irritationen um Lars Stindl, den er bekanntlich auf Anweisung der Verantwortlichen der Bundesligamannschaft im Spiel gegen Darmstadt 98 nicht einsetzen durfte: „Ich konnte nicht verstehen, dass er das Spiel gegen Darmstadt nicht mitmachen durfte, sondern geschont werden sollte. Grundsätzlich funktioniert die Zusammenarbeit aber. Und es ist ja positiv, wenn sich ein Spieler so entwickelt, dass wir ihn ‚nach oben’ abgeben können.”
Vielleicht wird zu jener Kategorie Spieler auch einmal Simon Zoller gehören, dem Jürgen Autenrieth ein Portrait widmet. Für den talentierten Angreifer der A-Jugend des KSC wurde das Aktivenspielrecht beantragt und durfte der Siebzehnjährige gegen Großbardorf und Darmstadt 98 bereits erste Erfahrungen sammeln. Der gebürtige Friedrichshafener spielte in der Jugend bereits für den VfB Stuttgart und den SSV Ulm und erzielte für die A-Jugend in der Vorrunde 13 Treffer in 13 Partien.
Und schließlich hat Oberligist ASV Durlach einen neuen Trainer. Es ist Freddy Heß, ehemaliger Zweitligaprofi von Darmstadt 98 (218 Spiele und 10 Tore zwischen 1987 und 1993). In den BNN wird er von Andreas Kleber umfassend vorgestellt.
Während dessen wartet das Badische Tagblatt (BT) aus Baden-Baden wieder einmal mit einem guten Interview auf, das diesmal Peter Putzing mit Neuzugang Marco Engelhardt führte.
Engelhardt sagt hierbei, daß er von Trainer Becker fest für die „Sechser-Position” eingeplant sei und ihm Alternativpositionen auf Links (Abwehr und Mittelfeld) nicht so sehr liege. Zudem ließ ihn der Trainer wissen, „die Mannschaft sei lieb und brav und anständig – und es herrsche manchmal sogar so viel Harmonie, dass deswegen nun die Gefahr des Abstiegs bestehe. In manchen Situationen, gerade wenn man mal zurückliegt, sollen und müssen die Ärmel hochgekrempelt werden. Genau das erwartet der Trainer von mir.”
Auf den Abstiegskampf und seine Erfahrungen damit angesprochen erwidert er:
„Dass das schwierig wird, weiß ich aus Erfahrung, denn ich habe in meiner Karriere meist gegen den Abstieg gespielt. Allein in Karlsruhe konnten wir dreimal erst im letzten Saisonspiel den Klassenerhalt fix machen. Das war jedes Mal geil, so spät – es kann durchaus sein, dass wir mit dem KSC auch jetzt bis zum letzten Spieltag kämpfen. Darauf muss jeder vorbereitet sein.”
Die Vorwürfe, mit dem FCK und Nürnberg aus der Bundesliga abgestiegen zu sein, wischt er schließlich nachdrücklich beiseite – „Mein Vorteil ist allerdings: Ich kenne den Abstiegskampf und habe ihn oft genug auch gewonnen. Ich weiß, wie es geht, dass man drin bleibt.”
Sonntag, 28. Dezember 2008
Auch in der Der Sonntag gibt es ein Interview mit Marco Engelhardt. Hier bestätigt der Neuzugang dem Interviewer Harald Linder, daß eine Verpflichtung noch im Sommer nur am Veto des 1.FC Nürnberg gescheitert war und er selbst mit dem KSC bereits einig gewesen sei.
Ansonsten hantiert Engelhardt wiederholt mit Versatzstücken wie „Ärmel hochkrempeln“, „Siegeswillen” oder „kämpferische Qualitäten.”
Montag, 29. Dezember 3008
Stefano Celozzi hat es in der Kicker-Rangliste ins Blickfeld geschafft. Nur Philipp Lahm (internationale Klasse) sowie Andreas Beck und Michal Kadlec (im weiteren Kreis) stehen auf der Position „Außenbahn defensiv” vor ihm. Und im Blickfeld bewegt sich der Karlsruher auf gleicher Höhe mit Christian Fuchs, Andreas Ibertsberger, Youn-Pyo Lee, Sascha Riether und Marcel Schäfer. In der Beurteilung heißt es: „Celozzi war eine der wenigen positiven Erscheinungen beim KSC in der Hinrunde, spielte mutig und forsch nach vorn. Vereinzelte Stellungsfehler verraten, dass der Deutsch-Italiener sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Auch muss er noch energischer auftreten.“
Und in der Halbzeitbilanz desselben Blattes schreibt Uli Gerke über den KSC. Daß sein Fazit nicht allzu positiv ausfällt war vorhersehbar. Tim Sebastian und Antonio da Silva qualifiziert er als Nachfolger Eggimanns und Hajnals als überfordert. Zentral erscheint ihm das Fehlen Maik Franz’: „Ohne Franz, den Kapitän, Abwehrchef, Abräumer, Antreiber und Wortführer fehlt der Mannschaft das Feuer.” Auf die Heimkehr Federicos solle man laut Gerke nicht allzu große Hoffnungen legen, da „die Defizite, die alle Mannschaftsteile offenbarten“, sehr groß seien – „hinten anfällig, im Spielaufbau zu bieder und ohne Überraschungsmomente, vorne harmlos.” In jedem Fall rät er noch dringend zu einer Verstärkung für den Angriff.
Das Interesse am KSC boomt nach wie vor, und noch nie wurde so viel über den Verein geschrieben wie heute. Dadurch mag es bisweilen schwer fallen, den Überblick zu behalten. Da wir nun zwangsläufig sehr viel lesen und uns hierbei so manch Bemerkenswertes in die Hände fällt, möchten wir hierüber an dieser Stelle künftig allen KSC-Freunden – vor allem jenen, die nicht im Raum Karlsruhe leben – eine kleine Übersicht verschaffen.
Natürlich wird in dieser Rubrik kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben (wer z.B. möchte schon täglich die BILD lesen, geschweige denn kaufen?). Doch hoffen wir, mit lockerer und – selbstverständlich! – subjektiver Kommentierung den Wust ein wenig lichten zu können.























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Vielen Dank für diese Fleißarbeit! Für auswärtige Fans ist das eine gute Möglichkeit sich über die regionale Presse auch informiert zu halten… Die Präsentation von Artikel auf der KSC-Website ist doch unvollständig…
Nur was soll man davon halten, dass kein Stürmername, geschweige denn der Wunsch nach Veränderung in der Spitze genannt wird? Ist Dohmen im absolut Geheimen unterwegs? Präsentiert er uns jemanden absolut unerwartbares? Oder weiß man in Hoffenheim mehr und bestimmte Transfer sind getätigt, aber noch nicht öffentlich? Oder glaubt man ohne neuen Stürmer die Liga halten zu können?
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was Ede & Disco präsentieren werden! Habe aber ein wenig Bammel davor, dass irgendwann Fans über die Zäune klettern, um die Kugel selber zu versenken.
Schlimmer gings nimmer! Deshalb: Ein Gutes Neues!