Gefunden und gelesen — die kleine KSC-Presseschau vom 28.11. – 10.12.2008
Geschrieben von Matthias Dreisigacker in Presseschau - 383 KlicksLiebe Leser,
durch die Fertigstellung der neuen Ausgabe unseres Magazins mußten wir andere Dinge leider etwas beiseite schieben – so auch unsere kleine Presseschau. Nachzuholen wären nun also satte vierzehn Tage! Da dies im gewohnten Format doch zu umfangreich geworden wäre, haben wir diesen Zeitraum etwas gerafft. Künftig wird der Drei-Tage-Rhythmus jedoch wieder eingehalten werden.
Freitag, 28. November 2008
Auch im Umfeld von Hannover 96 wird die taktische Marschroute von Trainer Dieter Hecking zunehmend kritisch gesehen, wie Frank Heike in der Frankfurter Allgemeinen (FAZ) schreibt – und erinnert daran, daß die Fans im Heimspiel gegen den VfL Bochum vehement und lautstark eine zweite Spitze gefordert hatten („Vier-Vier-Zwei!“). Doch nicht nur das Publikum, sondern auch Präsident Martin Kind macht dem Trainer in dieser Hinsicht inzwischen Druck: „Wir müssen über die Einkaufspolitik reden, aber auch über die Taktik.“ Gegen den KSC rechnet der Autor mit zwei Stoßstürmer und Jan Schlaudraff dahinter, denn „alles andere wäre schon fast fahrlässig.“
Der Leser ist fast – und nur das! – schon soweit, einem ketzerischen Gedanken nachzugeben. Möge diese Taktik doch erfolgreich sein, um dem einen oder anderen Trainerkollegen Heckings die Vorzüge taktischer Variabilität ins Gedächtnis zu rufen.
Samstag, 29. Dezember 2008
In der Pressekonferenz vor der Fahrt nach Hannover forderte Becker Aggressivität und ein Agieren ein, „wie es für einen Tabellenvorletzten nötig ist.“ Allerdings solle man sich nicht auf einen Befreiungsschlag konzentrieren, sondern wissen, daß es mit einem Erfolg nicht getan sei und man dranbleiben müsse. Zudem registrierte Gerhard Wolff (BNN), daß der Trainer in seinem Statement von seinen üblichen Standards abwich und somit auch äußerlich zu erkennen gab, die außergewöhnliche Situation zu erkennen und ihr zu begegnen.
Im Badischen Tagblatt (BT) hat sich Frank Ketterer mit dem Münsteraner Sportpsychologen Bernd Strauß unterhalten. Dieser nimmt an, daß eine Mannschaft, die vor der Saison einen Kampf um den Klassenerhalt erwartet hat, diesen besser annimmt als eine, die zuvor höhere Ziele im Blick hatte. Hinsichtlich des Festhaltens an Edmund Becker beim KSC führt er interessanterweise aus: „Ich halte das für keine schlechte Voraussetzung, weil ich nichts davon halte, auf öffentlichen Druck einfach so den Trainer zu entlassen, nur um einen Sündenbock zu präsentieren. Es gilt dann allerdings, die sich entwickelnden Zeichen von Verbesserungen auch zu erkennen und der Öffentlichkeit zu vermitteln, selbst wenn man nicht gewinnt.“ Einfach sei dies aber nicht, wie er weiter ausführt: „Das alles sind interne Prozesse – und das ist auch das Problem für die Vermittlung in der Öffentlichkeit, wenn positive Matchresultate zunächst ausbleiben: Denn die Öffentlichkeit erwartet in der Regel kurzfristig positive Ergebnisse und öffentlich sichtbare Maßnahmen.“
Und wie geht es wieder aufwärts? „Es gibt da keinen Baukasten, kein Patentrezept. Jede Mannschaft ist unterschiedlich aufgestellt und auch die Situationen, in denen sich die Mannschaften befinden, sind ganz unterschiedliche. Deshalb ist ein Trainer, der die Mannschaft sehr gut kennt und mit ihr gearbeitet hat, sehr sehr wichtig und hilfreich“, antwortet Strauß. Des weiteren glaubt er nicht, daß ein Psycholohe helfen könne, ebensowenig ein singulärer Erfolg, aber „eine Siegesserie, damit stabiles Selbstvertrauen und ein ‚Lauf’ entstehen kann.“
Insgesamt ein hervorragender Beitrag des BT, absolut lesenswert!
Sonntag, 30. November 200
Im Sonntag ist Harald Linder wieder dicht an der Stadionfrage dran. So habe Projektentwickler Newport bereits erste Vorarbeiten geleistet, die den Schluß nahelegen, daß die Entwicklungsmöglichkeiten in der Unteren Hub erheblich problemloser seien als von der Stadt behauptet. Ebenso hatte vor dem Dortmund-Spiel ein Treffen zwischen KSC und Fächer GmbH stattgefunden, das allerdings ergebnislos verlaufen sein soll. Dies unter anderem deshalb, weil nun wieder vom KSC erwartet würde, sich Gedanken zur Optimierung der Speer-Pläne zu machen. Von Seiten Speer & Partner sicherte allerdings durch, daß eine Verkleinerung des Stehplatzangebotes („weil diese angeblich sowieso kein Geld bringen würden“) und des Logenbereichs („ … das Angebot im Logenbereich zu verknappen, um dadurch höhere Preise zu erzielen“) geeignet wäre, die finanziellen Vorgaben zu erfüllen. Zudem soll am Vorabend des Bremen-Spiels ein runder Tisch mit OB Heinz Fenrich, den Fraktionsvorsitzenden der im Karlsruher Gemeinderat vertretenen Parteien, IHK-Präsident Bernd Bechthold sowie Hubert Raase und Peter Mayer (beide KSC) stattfinden.
Frank Heike schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), „das Gute an Hannover 96 war, daß die Verantwortlichen sich nichts vormachten und dieses 3:2 gegen den Karlsruher SC als das nahmen, was es war: ein glücklicher Pflichtsieg gegen einen der schwächsten Gegner, den die Bundesliga derzeit zu bieten hat.“ Zudem bilanziert er als Trost für die Badener, „dass das rettende Ufer wegen der Schwäche der anderen immer noch zu erreichen ist.“
In derselben Zeitung setzt sich ein Kommentator (pep) mit dem „Albtraumberuf Fußballtrainer“ und „Eduard Becker“ (sic!) auseinander und konstatiert, daß Joshua Kennedy kurz vor dem Spielende für einen „moralischen Sieg“ hätte sorgen können. Hat er nicht, sodaß hierfür nun die Frage im Raum stünde, ob „Becker den KSC aus der Krise führen könne.“
Montag, 1. Dezember 2008
In den BNN erkennt René Dankert den gelungenen Schachzug Trainer Beckers an, da Silva im Hannover-Spiel nach links und Freis zu Kapllani in den Sturm rücken zu lassen.
In seiner Kolumne „Anstoß“ ist Frank Ketterer (Badisches Tagblatt) ob des letzten Tabellenplatzes nahezu erleichtert: „(…), dass die KSC-Profis sich langsam aber sicher ihrer Situation gewahr zu werden scheinen. Kein Wort diesmal vom eigentlich doch ganz passablen Spiel, das man erneut abgeliefert habe. Kein Wort von der Abschlussschwäche, die letzendlich an der ganzen Misere Schuld sei. Kein Wort vom fehlenden Glück, das immer nur die anderen begünstigt. Woche für Woche hat man das zu hören bekommen. Nun sprechen die Fakten (letzter Tabellenplatz, neun Spiele ohne Sieg, 28 Gegentore in 15 Spielen) endgültig eine zu eindeutige Sprache, als dass man sich länger in die eigene Tasche lügen könnte. Und vielleicht haben nun auch die Letzten im Team wahrgenommen, dass sie bei weitem nicht so gut sind, wie sie lange Zeit von sich gedacht haben, sondern es sich eher so verhält, wie Rolf Dohmen es nun formuliert hat: ‚Unser Tabellenplatz entspricht den Leistungen der vergangenen Wochen.’“
Dienstag, 2. Dezember 2008
Laut René Dankert von den BNN ist der KSC an Theofanis Gekas (Bayer 04), Sascha Rösler (Gladbach) und Marco Engelhard (Nürnberg) interessiert.
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Im BNN-Interview (René Dankert) stellt sich Martin Stoll der Kritik. Er glaubt weiterhin, „dass ich in der Bundesliga bestehen kann“ und vermißt die Routine, Teil eines eingespielten Innenverteidigerpaares zu sein – „da entwickelt man automatisch ein Feeling für den Partner.“ Das Selbstbewußtsein ehrt Stoll zwar zweifellos, doch waren es leider nicht nur Abstimmungsprobleme, die jüngst mit ihm im Abwehrverbund zu Gegentoren führten.
Joahnnes Wagner und Andreas Eisinger (Wochenblatt) sehen Lars Stindl und Antonio da Silva als Gewinner der Auswärtsniederlage in Hannover. Hiervon abgesehen „entwickelt sich das Thema ‚Chancenverwertung’ trotz wiederholt klarster Chancen immer mehr zu einem blau-weißen Fortsetzungsroman mit rekordverdächtigen Ausmaßen.“
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Im Sport-Kommentar des Kurier beschäftigt sich Harald Linder mit den Wetteraussichten („Windige Zeiten“). Näher am Thema KSC ist er hingegen im Vorbericht zum Werder-Spiel, in dem wie stets eine gute Zusammenfassung des vorherigen und des anstehenden Spiels zu finden ist. Hinsichtlich des letzten Heimspiels dieses Jahres scheint bei Linder Skepsis durch: „Da aus den vom KSC-Coach bisher angewandten personellen (…) und taktischen(…) Maßnahmen auch in Hannover letztlich kein Erfolg resultierte, scheinen die Aussichten auf einen Erfolg am Samstag (…) eher düster.“
Freitag, 5. Dezember 2008
Gegenüber René Dankert von den BNN erachtet Trainer Becker das Thema Spielsystem für „kolossal überschätzt“ – wird aber gegen Bremen wohl an der Hannover-Taktik (2 Spitzen) festhalten. Wenn die Negativserie auch trotz dieser Umstellung weiterhin anhalten sollte, dürfte Becker in dieser Frage Recht behalten haben.
Gegenüber den BNN (Gerhard Wolff) äußert sich auch Werder-Manager Klaus Allofs zur KSC-Krise und erachtet das Spiel in Frankfurt als den entscheidenden Knackpunkt für den negativen Saisonverlauf der Badener.
Samstag, 6. Dezember 2008
Ein schöner Leserbrief findet sich in den BNN: „Ich bin 69 Jahre alt und habe beim KSC viele Höhen und Tiefen erlebt, aber das Benehmen der sogenannten Fans auf der Haupttribüne war zuletzt unerträglich. Der Höhepunkt waren die Beschimpfungen des Spielers da Silva bei seiner Auswechslung. Bei einem Etat von 15 Millionen Euro und hohen Schulden kann der KSC keine teuren Spieler kaufen, wie zum Beispiel Hoffenheim für einen Spieler 20 Millionen Euro. Wer das nicht einsieht, soll dem KSC fernbleiben.“
René Dankert hingegen formuliert im Sportteil jener Zeitung etwas unklarer und bewertet die Entscheidung Beckers, seine bewährte Taktik vorerst zu ändern und mit zwei Stürmern beginnen zu lassen, daß der Trainer dem „Zeitgeist Rechnung tragen“ würde. Will Dankert Becker unterstellen, daß er den Forderungen von Teilen der Öffentlichkeit ohne eigene Überzeugung einfach nachgibt? Oder zweifelt er am Sinn dieser Umstellung?
Sonntag, 7. Dezember 2008
In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) beschäftigt sich Oliver Trust zwar naturgemäß mehr mit dem gestrauchelten Favoriten, doch klopft er dem KSC auch auf die Schulter: „Während der Karlsruher SC den verdienten 1:0-Sieg als ‚Lebenszeichen’ werten darf, der den Badenern im Abstiegskampf neue Hoffnung gibt (…).“ Für Trust war der KSC nach den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft.
Im Sonntag befindet Harald Linder zu Recht, daß nur wenige dem KSC eine solche Leistung zugetraut hätten. Gute Nachrichten weiß er auch hinsichtlich der Transferbemühungen und geht davon aus, daß es zur Rückkehr Geovanni Federicos kommen wird. In diesem Falle würde der Verein auf die Verpflichtung eines neuen Angreifers verzichten und die zwei weiteren, vom Verwaltungsrat genehmigten Verpflichtungen, für das Mittelfeld und die Innenverteidigung eingeplant werden.
Auch schreibt Linder, daß zur kommenden Saison ein Ausrüsterwechsel wahrscheinlich ist – Nike hat offenbar ein deutlich attraktiveres Angebot als der bisherige Ausrüster Jako abgegeben. Auch ist zur Steigerung der Marketingeinnahmen an die Bindung an einen professionellen Vermarkter (u.a. Infront und Sportfive) gedacht. Im negativen Falle soll allerdings zumindest die vereinseigene Marketingabteilung deutlich aufgestockt werden. Mit diesen Infos zeigt sich Harald Linder im Wettbewerb der lokalen Medien wieder einmal klar voraus. Super!
Montag, 8. Dezember 2008
„Blau-weiße Leidenschaft flammt neu auf“ – die BNN und René Dankert sind ob des Sieges gegen Werder Bremen sehr angetan. Der Redakteur sah den KSC in seinem Dauerlauf auf das gegnerische Tor spielerisch und kämpferisch überlegen, herausragend hierbei Godfried Aduobe und Antonio da Silva. Letzterer gestand Dankert: „Die Systemumstellung hat der ganzen Mannschaft einen richtigen Schub gegeben.“ Der auf der halblinken Mittelfeldseite eingesetzte Neuzugang verstünde sich darüber hinaus in seiner Rolle mit Lars Stindl auch ausgezeichnet.
Auch Frank Ketterer (Badisches Tagblatt) würdigt den Systemwechsel:
„Ein weiterer Schlüssel zum ersten Erfolg nach neun sieglosen Spielen war ebenfalls im Mittelfeld zu finden. Dort schien Antonio da Silva von der zum zweiten Mal praktizierten Systemumstellung (4-4-2 mit Raute statt 4-2-3-1) deutlich zu profitieren. Zum einen weiß der Brasilianer nun in dem ebenso jungen wie hochbegabten Lars Stindl einen Spieler neben sich, mit dem er die Last, das Spiel machen zu müssen, teilen kann. Zum anderen bieten ihm zwei Stürmer ein deutliches Plus an Anspielstationen, was das Verteilen der Bälle erleichtert.“
In der Frankfurter Allgemeinen (FAZ) erscheint hingegen die Aussage von Oliver Trust, daß Stefan Buck seinen „Koffer wieder ausgepackt“ habe, ein klein wenig zu euphorisch. Denn obwohl ihm Becker stets gewaltigen Ehrgeiz unterstellte, war Buck bislang stets nur in der Not nah an der ersten Formation.
Dienstag, 9. Dezember 2008
Laut BNN hat sich das Bündnis „Flächen gewinnen“ mitsamt BUND und Nabu aufgrund des Flächenverbrauchs (Versiegelung der Landschaft) kritisch zu den Stadionstandorten Hub und Gleisdreieck geäußert. Auch dürften einem favorisierten Umbau des Wildparkstadions keine neuen Waldflächen geopfert werden.
Auch in den BNN dementiert Edmund Becker ein KSC-Interesse an Michael Jakobsen (22, Aalborg BK). Ebenso beim Trainer auf Granit stößt Gerhard Wolf mit seiner Frage, ob Becker in Berlin wieder auf Timo Staffeldt und Godfried Aduobe setzen wird, da sich dieser mit der Entscheidung noch etwas Zeit lassen möchte.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
In den BNN zeigt sich Edmund Becker über die Leistungssteigerung Antonio da Silvas sehr erfreut: „Man merkt, daß es ihm guttut, wenn er einen offensiven Mann an seiner Seite hat.“
Erleichterung bei Andreas Eisinger im Wochenblatt: „Aufatmen beim KSC, Horrorserie gestoppt!“ In seinem Beitrag schreibt Eisinger auch über ein Treffen da Silvas mit Vertretern der KSC-Ultras und den Supporters – „ (…); vor allem nach einer Unterredung mit da Silva entscheiden die Fans: Keine Pfiffe mehr, sondern bedingungslose Unterstützung.“ Hierzu sei korrigierend angemerkt, daß das Problem der vergangenen Wochen nicht beim Fan-Block des KSC lag, sondern auf den übrigen Plätzen im Stadion. Ziel des Gespräches war daher, dem Brasilianer nochmals vollstes Vertrauen und maximale Unterstützung aus dem D1 zuzusagen – eben um ihn zu stützen und gegen die Aggressionen von anderen Tribünenbesuchern Stellung zu beziehen.
Diese Stellungnahme verweigert Stefan Buck im Interview mit Volker Knopf auf die Frage, ob es ihn zur Winterpause vom KSC wegzöge. Aber eigentlich ist das ja auch eine Stellungnahme, wenn nicht sogar die deutlichste schlechthin.
Und im selbigen Blatt verbeugt sich Kommentator KArle nach dem Bremen-Spiel ganz tief vor den Zuschauern allgemein und den Fans im besonderen. „Das Bekenntnis der treuesten Fans zur Mannschaft, der lautstarke Schwur zum Zusammenhalt (…). In Karlsruhe (…) wurde die Mannschaft beim Abschlußtraining besucht, der Bus durfte durch ein Spalier feiernder Fans zum Spiel fahren, im Stadion wurden ab der Aufwärmphase die Spieler durchgehend angefeuert.“ Richtig, die Fans konnten sich vor Spielbeginn einsingen und die Stimmung bis zum Spielbeginn beeindruckend hochtreiben. Dies gelang jedoch nur, weil ihrer Bitte entsprochen worden war, daß die Stadionregie in diesem Zeitraum auf die Musik-Beschallung ausnahmsweise einmal verzichten würde. Eine klasse Sache, die mit dem Schlußpfiff leider sofort wieder vergessen war – in den spontanen Jubel der glücksseligen Menschen hinein dröhnten aus den Lautsprechern wieder jene unsäglichen Stimmungsweisen durch das Stadion, ohne die es nach Ansicht der „Partymacher“ an den Schaltpulten wohl nicht mehr geht. Unglaublich, so kann man die Leute auch aus dem Stadion treiben. Da KArle über beste Beziehungen zur Stadionregie verfügen soll, möge er diese bitte nutzen und den Zuschauern die Chance geben, ihrer natürlichen Freude oder Trauer nach einem Spiel wieder eigenständig Raum geben zu können.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Nur wenn Stefano Celozzi nicht rechtzeitig fit werden sollte, rückte Andreas Görlitz am Samstag bei Hertha BSC in die Startelf. Gegenüber René Dankert (BNN) blieb er daher erwartet wortkarg („Drei Punkte müssen am Samstag her“), da er „nicht viel Aufrichtiges“ zu berichten hätte. Er ist also enttäuscht und schweigt lieber, um nichts Falsches zu sagen. Der Beobachter würde seine Enttäuschung gewiß teilen, hätte Görlitz einer außergewöhnlichen Vorrunde 2007/08 nicht eine derart enttäuschende Rückrunde folgen lassen.
Das Interesse am KSC boomt nach wie vor, und noch nie wurde so viel über den Verein geschrieben wie heute. Dadurch mag es bisweilen schwer fallen, den Überblick zu behalten. Da wir nun zwangsläufig sehr viel lesen und uns hierbei so manch Bemerkenswertes in die Hände fällt, möchten wir hierüber an dieser Stelle künftig allen KSC-Freunden – vor allem jenen, die nicht im Raum Karlsruhe leben – eine kleine Übersicht verschaffen.
Natürlich wird in dieser Rubrik kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben (wer z.B. möchte schon täglich die BILD lesen, geschweige denn kaufen?). Doch hoffen wir, mit lockerer und – selbstverständlich! – subjektiver Kommentierung den Wust ein wenig lichten zu können.



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So überlegen war der KSC gegen Hertha leider nicht. Sehr schade.