Archiv für Dezember 2008

Dienstag, 23. Dezember 2008
Aufatmen bei Florian Krebs, dem talentierten Innenverteidiger der 2. Mannschaft – die Verletzung vom Samstag, nach der er sogar vom Platz getragen werden mußte, stellte sich letztlich „nur” als Kapselverletzung am Knie heraus. Zum Trainingsbeginn am 12. Januar wird er von Trainer Rainer Krieg bereits wieder zurückerwartet. Bei Fnan Teweldes Wechselentscheidung scheint sich die Waage laut BNN übrigens zu Eintracht Frankfurt zu neigen.

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„Lilie’, Lilie’!“ – vor acht Jahren hallte letztmals dieser Schlachtruf der Fans des SV Darmstadt 98 durch das Wildparkstadion. Es war zum torlos endenden Regionalligaspiel des Zweitligaabsteigers KSC gegen die schon damals tief gefallenen Südhessen. Der KSC kehrte 2001 wieder postwendend zurück in den bezahlten Fußball, während sich die Darmstädter in den Folgejahren endgültig aus dem überregionalen Blickfeld verabschiedeten. Bereits in den Jahren zuvor waren die Duelle der ehemals erbitterten Konkurrenten selten geworden und hatte man sich zuletzt im November 1986 bei einem Punktespiel der 2. Bundesliga gegenüber gestanden. Im ersten Jahr unter Trainer Winfried Schäfer hatte der KSC vor 7.000 Zuschauern nach Toren von Rainer Schütterle, Michael Harforth und Arno Glesius (2) glatt mit 4:0 die Oberhand behalten. Ohne Torferfolg geblieben war der erst 20jährige Bruno Labbadia, der gerade erst in seiner zweiten Profi-Saison stand. Am Ende jener Spielzeit stiegen die Karlsruher in die Bundesliga auf und sollte sich der SVD schließlich am Ende der Spielzeit 1992/93 dauerhaft aus dem Profifußball verschwinden.

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Freitag, 19. Dezember 2008
Gerhardt Wolf (BNN) besuchte Rolf Dohmen auf der verwaisten Geschäftsstelle und versuchte, ihm Konkretes über seine Transferbemühungen zu entlocken. Allerdings vergeblich. Zwar bekäme der Manager täglich „ ‚mindestens 50 Spieler angeboten’“, doch ist bislang noch nicht einmal die Ausleihe Giovanni Federicos definitiv vollzogen – es gälte, „nur noch letzte, finanzielle Modalitäten des Leihgeschäfts mit Borussia Dortmund zu klären.“ Ansonsten werden Spieler wie Marek Mintal oder Theofanis Gekas als schlicht nicht finanzierbar eingeordnet oder erhält Toni Kroos von den Bayern in der Winterpause keine Freigabe. Neben vielen anderen, nicht genannten Spielern scheint weiterhin Marco Engelhardt in der Verlosung zu sein. Zwei Spieler sollen in jedem Fall geholt werden, und ein Dritter im Falle weiterer Schwierigkeiten im Genesungsprozeß von Maik Franz.

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Freitag, 12. Dezember 2008
Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ausgesprochen verschlafen hat offenbar Richard Leipold in der Frankfurter Allgemeinen (FAZ). In einem Beitrag über die Gladbacher Borussia zieht er einen Vergleich aus der, den KSC betreffend, Mottenkiste der 70er und 80er Jahre: „Nach einem langen, schleichenden Prozess ist die Borussia vom fünfmaligen deutschen Meister aus den siebziger Jahren geschrumpft zu einem Klub, den die gleichen sportlichen Alltagssorgen plagen wie notorische Auf- und Absteiger der Kategorie Bochum, Bielefeld oder Karlsruhe. Von Vereinen dieser Couleur unterscheidet sich Gladbach nur in zwei Punkten. Zum einen verfügt der Klub über ein modernes, großes Stadion (…), zum anderen über eine große Zahl an Fans (…).“ Dabei ist der KSC in den vergangenen 21 Jahren gerade einmal aus der Bundesliga ab- und zweimal in die selbige wieder aufgestiegen! Schade, daß dem Verein in der bedeutendsten deutschen Tageszeitung die unglückselige „Fahrstuhlzeit“ noch immer derart angehängt wird.

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Es kann keine Sicherheit geben

Rechnen Sie die einzelnen Punktestände in der Bundesliga eigentlich auch noch in das alte „Zwei-Punkte-Verhältnis“ um? Diese alte Gewohnheit kann die Vorrundenbilanz des KSC jedenfalls noch etwas eindrücklicher erscheinen lassen – denn dies bedeutet enttäuschende 9:25 Punkte. Es mag sein, daß man sich durch das momentane Schneckenrennen zwischen Mönchengladbach, Bochum, Cottbus, Bielefeld und eben dem KSC noch an die Zuversicht halten kann, daß noch nichts verloren ist. Doch die Erfahrung lehrt nun einmal, daß sich dieses rasch ändern kann und zwei, drei Mannschaften im Frühjahr anziehen werden. Schnell sind mit zwei Erfolgen Distanzen geschaffen, die vorzeitig demoralisierte Konkurrenten zurücklassen können. Ruck-zuck sind diese dann verloren.

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Erst wollten sie es nicht, und dann konnten sie es nicht – am Ende der Fahrt nach Berlin ins Olympiastadion stand für die Spieler des KSC eine in der Höhe zwar deutliche, aber dennoch verdiente Niederlage. Impressionen eines für die gesamte Vorrunde beispielhaften Nachmittages von unserem Redakteur Chrsitian Pfefferle.
KSC Hertha BSC Berlin OlympiastadionBitte klicken um die Bildergalerie zu starten

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Jesses Gott, war das ein Brüllen und Toben im Wildparkstadion, als Stefan Buck das 1:0 gegen Werder Bremen erzielt hatte. So viel Erleichterung war selten, vom Sechsjährigen unten am Zaun in einem Stehplatzblock bis hoch oben auf der Haupttribüne, zum allwissenden und besser betuchten Alt- und Edelfan. Solche Erlebnisse, wenn sich fast 30.000 Menschen kollektiv mit den Spielern auf dem Rasen zu einer unwiderstehlichen Gemeinschaft vereinen, sind selten. Um so mehr konnte man sich dieser über 90 Minuten gehaltenen Atmosphäre zu keiner Sekunde entziehen und war am Ende stolz, Teil dieser KSC-Familie gewesen zu sein.

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Liebe Leser,
durch die Fertigstellung der neuen Ausgabe unseres Magazins mußten wir andere Dinge leider etwas beiseite schieben – so auch unsere kleine Presseschau. Nachzuholen wären nun also satte vierzehn Tage!  Da dies im gewohnten Format doch zu umfangreich geworden wäre, haben wir diesen Zeitraum etwas gerafft. Künftig wird der Drei-Tage-Rhythmus jedoch wieder eingehalten werden.

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\ Es ist soweit, am 6.12. erschien zum Heimspiel gegen den SV Werder Bremen, das 14. Auf, Ihr Helden! ziemlich genau 15 Jahre nach dem legendären 7:0 des KSC gegen València CF im Karlsruher Wildparkstadion.

KSC Valencia 7:0

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ede becker wildparkstadion bayer leverkusen kscNein, sofern man nicht über die Hemmungslosigkeit des Boulevardjournalismus verfügt, tut man sich in der Frage der Verantwortlichkeit für den sportlichen Erfolg oder Mißerfolg einer Fußballmannschaft recht schwer. Denn jenen Generalschlüssel gibt es einfach nicht, ja kann es nicht geben. In der Regel weicht man als einfacher Zuschauer, Journalist oder Funktionär auf die einfachste Lösung aus und richtet den Fokus auf jenen Mann, der mit der Mannschaft tagtäglich auf dem Platz zu tun hat, die Hauptverantwortung dafür trägt, daß sie aus eben jenen Einzelspielern zusammengestellt ist und schließlich über die Fähigkeit verfügen muß, aus dieser Gruppe junger Männer nach deren Fähigkeiten das bestmögliche Zusammenspiel herauszuholen – also auf den Chef-Trainer. Beim KSC heißt dieser Mann Edmund Becker und wird in der Regel (noch) nicht in die Fehleranalyse mit einbezogen.

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