Archiv für November 2008

Dienstag, 25. November 2008

Laut einer Meldung des Badischen Tagblatts hat Stefan Buck zur Winterpause um die Freigabe aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag gebeten. Dies wurde ihm vom Verein offenbar auch schon zugesichert, da der KSC seinen Platz mit einem neuen Spieler belegen würde können. Interessiert an Buck seien Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg.

Die vorzeitige Trennung ist nur folgerichtig, da es zeitweise den Anschein hatte, daß Trainer Becker im Falle eines Falles statt Buck eher Zeugwart Hüseyin „Hans” Cayoglu das Vertrauen für die Startelf geschenkt hätte.

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Samstag, 22. November 2008
Durch das späte Spielende fehlen in den Tageszeitungen fundierte Spielanalysen, sodaß man nur Spielbeschreibungen finden kann.

In den BNN greift Gerhard Wolff ein Spruchband der Fans auf („Das Blut am Kochen, die  Geduld am Ende: Wann kommt die Wende?“) und stellt fest, daß die Frage unbeantwortet bleiben muß. In der ersten Hälfte sah er „geschockt und schlicht ratlos wirkende Badener“, die erst nach dem Wechsel das „von Dohmen in der Halbzeitpause noch vermisste Kämpferherz“ zeigten.

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Mittwoch, 19. November 2008
KSC-Trainer Becker hat Gerhard Wolff von den BNN einen für viele Beobachter auffälligen Grund für die erhoffte Wende genannt – so müsse man „in bestimmten Situationen aggressiver auftreten und dem Gegner schon mit der Körpersprache klar signalisieren“, daß man „hier Herr im Hause sei.“ Eben jenes  hatten viele Beobachter zuletzt vermißt.
Zudem möchte Becker an seinem System mit nur einer Sturmspitze festhalten, da man sich eigentlich ausreichend Chancen herausspiele – nur diese leider nicht nützen könne. Zum Spiel gegen den BVB wird sich daher hinsichtlich der Aufstellung etwas tun, wobei diese Änderungen natürlich durch die Länderspielreisen Kennedys und Carnells angeschoben sein dürften. Wer weiß, ob Becker ohne diese nicht doch an seiner Stammelf festgehalten hätte.

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Das Interesse am KSC boomt nach wie vor, und noch nie wurde so viel über den Verein geschrieben wie heute. Dadurch mag es bisweilen schwer fallen, den Überblick zu behalten. Da wir nun zwangsläufig sehr viel lesen und uns hierbei so manch Bemerkenswertes in die Hände fällt, möchten wir hierüber an dieser Stelle künftig allen KSC-Freunden – vor allem jenen, die nicht im Raum Karlsruhe leben – eine kleine Übersicht verschaffen.

Natürlich wird in dieser Rubrik kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben (wer z.B. möchte schon täglich die BILD lesen, geschweige denn kaufen?). Doch hoffen wir, mit  lockerer und – selbstverständlich! – subjektiver Kommentierung den Wust ein wenig lichten zu können.

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Vereinsliebe auf der Ladentheke – Einkaufen beim KSC

Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte es der Fußballfan als höchst albern empfunden, sich als gestandener Familienvater und Erwachsener mit Schal oder Mütze zu seinem Verein zu bekennen. Und selbst wenn er dies getan hätte, so wären jene Utensilien allenfalls kurz vor dem Stadion angelegt worden. Damit aus dem Hause gehen oder sich gar in die Straßenbahn setzen? Ach was, nie im Leben – was würden denn die Leute denken! Diese öffentliche Entblödung blieb Kindern oder hartgesottenen Fans überlassen. Zu jenen wollte man sich bestimmt nicht bekennen. Daß diesen Hundertprozentigen die sogenannte Kutte – eine mit zahllosen Aufnähern bestückte Jeansweste – heilig war, machte sie nur um so suspekter. Wäre man jenen Hundertprozentigen übrigens mit den heute im Angebot zu findenden KSC-Badeschlappen oder Willi-Wildpark-Schlampermäppchen gekommen, hätte es für den Anbieter wahrscheinlich eine Tracht Prügel gesetzt.

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Wir freuen uns über einen photographischen Gruß unseres Lesers Stefan Pfefferle aus den USA und darüber, dass unsere Helden nun auch Hollywood erreicht haben ;-)

Die Helden in Hollywood

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christian eichner markus miller wildparkstadion kscDas war knapp. Am Samstag kam es im Wildparkstadion zu einem jener Spiele, denen im weiteren Verlauf einer Saison eine so genannte Schlüsselstellung zukommen kann. Noch zu Beginn machte es ein äußerst verunsicherter KSC dem Gegner aus Leverkusen sehr einfach, jenen ebenso schön anzuschauenden wie effizienten Offensivfußball zu demonstrieren, den man heute „modern“ nennt. Nichts, aber auch rein gar nichts schien darauf hinzudeuten, daß den geplagten Kellerkindern endlich wieder ein Erfolgserlebnis gelingen könnte. Dies lag keinesfalls daran, daß die Gäste nun so unwiderstehlich aufspielten, sondern an den erschreckenden Fehlleistungen des KSC, wie man sie sonst auf Bundesligaplätzen nur selten zu sehen bekommt. Selbst Torhüter Markus Miller leistet sich zur Zeit wieder eine Phase, in der er seine spektakuläre Rettungsparaden mit unerklärlichen Aussetzern torpediert und dadurch zum Sicherheitsrisiko mutiert. Daß letztlich ein – übrigens wieder einmal – nur ungenügend ausgeführter Freistoß genügte, alles zuvor Gesehene auf den Kopf zu stellen, war nichts anderes als großer Sport und hat richtig Spaß gemacht.

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Der KSC kann sich nicht über schlechte Presse beklagen

Vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 am vergangenen Dienstag im Wildpark kam es zu einer bemerkenswerten Aktion. Im Fan-Block des KSC wurde ein großes Banner in die Höhe gestreckt – „Lieber stehend sterben als kniend leben!“ Mit diesem Zitat einer Rock-Gruppe forderten die Fans vom Trainer die Abkehr von dessen Spielsystem mit nur einer Spitze. Wer sich in Fußballstadien auskennt, weiß, daß diese Kritik ein ungeheuerlicher Vorgang und zumindest für Karlsruhe bislang singulär ist. Denn üblicherweise findet die Unzufriedenheit mit einer sportlich unbefriedigenden Situation weitaus schlichtere Ventile. „Jener Trainer kann es nicht, die Spieler wollen nicht und das Management – ach Gott, lauter Ahnungslose…“ Man  sollte daher diese differenzierte Zuschauer-Reaktion ernst nehmen und sich hüten, hierin den Beginn der ansonsten im Fußballgeschäft üblichen Reflexe zu sehen und die Wagenburg um die sportliche Leitung fester zu bauen. Denn so einfach ist einfach nicht (mehr).

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