Archiv für 19. Mai 2008

Am Ende einer langen Saison hat sich die Müdigkeit der KSC-Mannschaft auch auf das Publikum übertragen.

Man muß ehrlich sein und gestehen, daß man aus Karlsruher Sicht über das Saisonende nur noch von Herzen froh sein kann. Am Montag steht noch im Rahmen der Benefiz-Aktion „KSC tut gut“ ein Freundschaftsspiel gegen eine Prominentenauswahl an und viele – nicht nur Zuschauer, sondern auch Spieler! – werden froh sein, wenn man sich für die nächsten Wochen nicht mehr sehen muß. Zu unleidlich waren so manche Auftritte der vergangenen Monate, als man sich eingestehen mußte, daß es für ein ernsthaftes Mitspielen um die internationalen Plätze noch nicht reicht, aber auch keine Abstiegsgefahr mehr bestand. Wer den KSC in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgte, wird nicht zu Unrecht betonen, daß dieser Verdruß einem Jammern auf sehr hohem Niveau gleichkommt. Daß und mit welchen Mittel es dem Verein gelungen ist, der sportlichen Bedeutungslosigkeit von der Schippe zu springen, ist eine unglaubliche Leistung aller Beteiligten. Unter der Not drückender wirtschaftlicher Verhältnisse hat sich der KSC in der 2. Bundesliga stabilisiert und ist in die Bundesliga zurückgekehrt. Daß es auch anders hätte kommen können, ist in Mannheim, Kaiserslautern oder auf Degerloch gut zu beobachten. Man muß sich stets darüber im Klaren sein, daß dieser Erfolg keine Selbstverständlichkeit war und ist.

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