Archiv für 12. Januar 2006

\ Der gebürtige Karlsruher Michael Sternkopf, geb. am 21.4.1970, erzielte in 33 Bundesligaspielen vier Tore für den Karlsruher SC. Im Sommer 1990 wechselte er zwar zum FC Bayern München, behielt bei den KSC- Fans jedoch bis heute seine hohen Sympathiewerte. Sternkopf bekleidet heute bei seinem letzten Verein, den Offenbacher Kickers, die offizielle Funktion des Marketingleiters.

(…)

Herr Sternkopf, was ist für Sie „typisch KSC“?
Michael Sternkopf : Die Talente! Der KSC hatte und hat eine wahnsinnig gute Jugendarbeit – und zu meiner Zeit stand hierfür ein Rainer Ulrich, der als Trainer der Amateurmannschaft einige junge Spieler hatte so formen können, daß sie nicht nur den Sprung in die erste Mannschaft schaffen, sondern manche darüber hinaus sogar zum FC Bayern wechseln konnten.
Es ist auch heute bewundernswert, wie sehr der KSC auf die Jugend setzt. Es wird in Deutschland häufig davon gesprochen, daß man keine Talente mehr habe. Ich meine jedoch, daß es genug deutsche Talente gibt, die Vereine diesen jedoch unter dem Ergebnisdruck nicht ausreichend Zeit zum Reifen einräumen. Da holt man eher fertige Spieler aus dem Ausland. Aber die sind meistens, sofern sie keine Top-Spieler sind, auch nicht weiter als die Deutschen.

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